Samstag, 20. Juli 2019

Wie Sie Business-Dresscodes für sich nutzen Dresscode ist Hardware, Stil ist Software

Der perfekte Anzug: 30 Stiltipps von Giorgio Armani persönlich
Giorgio Armani

4. Teil: Business Casual

Der Rahmen

Business Casual- Events liefern die Basis für die menschliche Seite des Geschäfts, dürfen aber mit privaten Begegnungen nicht verwechselt werden. Die meisten verstehen bei dieser Angabe nur "Casual" und übersehen den Zusatz "Business" geflissentlich. An diesem Interpretationsfehler ist auch der aus USA importierte "Casual Friday" kläglich gescheitert: Was als Entspannung innerhalb des Geschäftsgebahrens gedacht war, wurde zum peinlichen Schaulaufen privater Garderobenteile, die im Geschäftsleben zu keiner Zeit etwas zu suchen haben, weil sie der Haltung zur Arbeit den Ernst nehmen. Nicht, dass gegen Humor etwas zu sagen wäre - aber kurze Hosen und Sandalen sind weit entfernt davon.

Der Persönlichkeitsfaktor

Hier dürfen auch Teile aus der privaten Garderobe einfließen, sei es als klassische Kombination mit Jeans + Sakko/ Blazer oder ein Kleid. Jedes Outfit wirkt übrigens entspannter und lässiger, wenn Ober- und Unterteil nicht aus demselben Stoff sind - auch bei ansonsten klassischen Schnitten. Die persönliche Note erreichen Männer wie Frauen mit mehr Farbe und Muster, individuellem Schmuck und der Kunst der Kombination. Außerdem mit Schuhen, die verraten, dass Sie sich für ihren Look interessieren. Zur Chino beispielsweise, die ein wahres Juwel in der männlichen Casual-Garderobe ist, tauschen Sie den Budapester gegen einen knöchelhohen Velourleder-Schuh, der nicht schwarz sein sollte, sondern einen farblichen Bezug zu Ihren Oberteilen hat. Die Chino ist übrigens nicht etwa eine helle Jeans, sondern ein Anzughosenschnitt mit Längstaschen, der aus einem soften und hellen Baumwollgewebe gefertigt wird, das die lässige Note gibt.

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