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Lonely-Planet-Weltreise: Spannendes Südostasien

Foto: Matt Munro

In 62 Tagen um die Welt, Teil 3 Von Myanmar bis nach Singapur

Die "Lonely Planet Traveller"-Autoren Christa Larwood und Oliver Smith folgen den Spuren der Lonely-Planet-Gründer, die vor 40 Jahren von London nach Sydney tourten. Der dritte Teil der Jubiläumsreise führt durch die spannendsten Länder Südostasiens.
Von Christa Larwood und Oliver Smith

In Bagan Tempel zählen

Auf die Frage, wie viele Tempel in Bagan stehen, gibt es unzählige Antworten: von 2000 ("The New York Times") bis zu vier Millionen (laut einer etwas zu optimistischen nationalen Redensart). Es hat wohl niemand genau nachgezählt. Als sicher gilt nur: Bagan ist einzigartig mit seinen Heiligtümern in allen Formen und Größen, verteilt auf über 41 Quadratkilometern Ackerland. Entstanden sind sie im 10. bis 13. Jahrhundert, als eine ganze Königsdynastie in einen Baurausch geriet. Jeder versuchte, seinen Vorgänger mit noch gigantischeren Konstruktionen zu übertrumpfen. Heute sind allerdings mehrere Meisterwerke zu Ruinen verfallen.

Um herauszufinden, wie viele Pagoden und Tempel wir an einem Tag abklappern können, mieten wir Fahrräder und düsen los, jeder in eine andere Richtung. Tempel Nummer 36 sieht aus wie die St Paul's Cathedral in London, Nummer 141 ähnelt den Gotteshäusern der Maya. Ein paar der größeren Bauwerke, wie der 52 Meter hohe Ananda-Tempel, sind von Touristen bevölkert, aber die meisten stehen leer, von ein paar gelassenen Buddha-Statuen und dösenden Fledermäusen mal abgesehen. Kurz vor Sonnenuntergang verlieren wir den Überblick, daher klettern wir für ein Gesamt-Panorama die terrassenartigen Stufen der Shwesandaw-Pagode hinauf (nichts für Höhenphobiker!). Die Aussicht von dort oben berauscht: Tempel über Tempel, die ebenso viele Schatten werfen, und der Ayeyarwady-Fluss, der im Zwielicht glitzert. Die Sonne blitzt durch ein Wolkenloch, pickt sich einen vergoldeten Stupa in der Nähe heraus und überzieht ihn mit leuchtendem Glanz. Göttlich!

Zwischenziel: Yangon (Myanmar)

Aung-San-Suu-Kyi-Souvenirs: 1

Regenguss: 1

Landen wir gleich eigentlich in Burma, Birma oder Myanmar? Das fragen wir uns, als wir vom Flugzeug aus das Land zum ersten Mal erblicken. Unsere Recherche ergab: Burma ist die Schreibweise des angelsächsischen Sprachraums, während Birma in Deutschland geläufig ist. Bereits 1989 wurde der Staatsname aber offiziell in Union of Myanmar geändert. Es ist Regenzeit und ein heißer, stickiger Morgen, als wir in Yangon landen. Nach dem Mittagessen brechen wir zur Shwedagon-Pagode auf, dem heiligsten Buddhisten-Tempel in Myanmar, dessen Turm aus der Ferne verheißungsvoll glitzert.

Über Politik, hat man uns eingebläut, redet man in Myanmar nur hinter vorgehaltener Hand. Daher sind wir überrascht, als im Tempel ein alter Mönch zu uns hinüberhumpelt und lautstark eine Unterhaltung über den Niedergang des Militärs vom Zaun bricht. Zwei Leute tragen T-Shirts mit dem Porträt von Aung San Suu Kyi. Vor wenigen Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, sich zu der Freiheitskämpferin zu bekennen. So sind wir prompt mittendrin in einem Land, das sich mit dem Ende der Militärdiktatur im Jahr 2011 stark verändert hat und in dem man nun ungehindert reisen kann.

Einbeinrudern auf dem Inle-See

In Sachen ungewöhnliche Bootstouren sind wir mittlerweile Profis, wir erinnern uns an unsere Fahrt durch die Kanäle in Venedig oder entlang der Ghats von Varanasi. Trotzdem lässt sich das toppen - auf dem Inle-See. Er ist bekannt für seine schwimmenden Dörfer und Fischer mit eigenwilliger Technik. Das Wasser ist so voller Gestrüpp, dass die Einheimischen eine bizarre Form der Fortbewegung entwickelt haben, um ihre Beute zu erwischen. Stehend schlingen sie ein Bein um das lange Holz-Paddel, das sie per Hüftschwung durchs Wasser schubsen, und haben so eine Hand frei, um mit dem Speer den Fang aufzuspießen. Eine beeindruckende Kunst, die wirkt, als wäre das Paddel eine Art Bein-Verlängerung.

Wir wollen dies lernen, angeleitet von zwei virtuosen Einbein-Ruderern. Schnell stellt sich heraus, dass die Boote für schmale, geschickte Einheimische designt wurden und nicht für tollpatschige Europäer. Allein schon darauf zu stehen ist für uns nahezu unmöglich. So tanzen wir ein klägliches Ballett, bevor wir im Wasser landen und Algen schluckend einen Mini-Tsunami über den See schicken. Als wir unter den mitleidigen Blicken der Fischer Netz und Speer zur Hand nehmen, klappt es gerade mal, die Reuse auszuwerfen, bevor wir wieder fallen und uns fast im Netz verheddern. Respektvoll winken wir vom Ufer aus den Fischern hinterher, als sie davonrudern. Ihre Boote verschwinden am Horizont. Kurz scheint es, als würden in der Ferne Menschen übers Wasser laufen.

Streckenverlauf: Von Bagan bsi zum Inle-See (Myanmar)

Kilometer: 357

Mr-Bean-Folgen geguckt: 2

Wo immer wir im Ausland gerade sind, wir stolpern über Mr. Bean. Auch auf unserem Weg zum Inle-See treffen wir den TV-Helden in einem kleinen Lokal in Nyaungshwe. Seine Art von Humor scheint immer zu funktionieren. Eine Dame wischt sich Lachtränen aus den Augen und der Kellner fiebert mit: Mr Bean wollte nur einen Brief einwerfen und schafft es dabei, im Postkasten eingeschlossen zu werden. Wir tauchen lieber in unbekannte Welten ab und trennen uns von dieser Idylle. Kurz vor dem Abflug nach Thailand radeln wir noch einmal ans Ufer des Inle-Sees, um Ruhe zu tanken - bevor es weitergeht auf unserer großen Welttour.

Vor Ko Tao ohne Sauerstoff tauchen

Wir atmen tief ein - und tauchen unter. In eine blaue Welt voll gedämpfter Geräusche. Nur wenige Zentimeter vor unseren Gesichtern erscheint unser Tauchlehrer und macht mit Daumen und Zeige_ nger ein Zeichen. Gehorsam kneifen wir die Nasen zu und gleichen den Druck in den Ohren mit einem lauten Plopp aus. Dennoch halten wir es nicht länger aus und schnellen empor.

Nicht ohne Grund ist Ko Tao, eine der schönsten Inseln Thailands, so beliebt: Vor ihr erstreckt sich eine farbenfrohe Unterwasserwelt, die Reisende aus der ganzen Welt lockt, sie mit Schnorchel und Druckluftflasche zu erforschen. Auch wir sind hier, um abzutauchen, aber ohne beruhigende Sauerstoffspender auf dem Rücken. Beim Apnoetauchen, vor Tausenden von Jahren von Fischern erfunden, nutzt man eine Atemtechnik, mit der man so lange taucht, wie es die eigene Luftreserve mitmacht. Heißt für Profis: bis zu zehn Minuten und über 100 Meter tief.

Unerreichbar und viel zu gefährlich für uns, denken wir, als wir mit einem Bötchen über die Wellen schippern. Aber Eusebio Saenz de Santamaria, unser durchtrainierter spanischer Tauchlehrer, ist zuversichtlich. "Viele sind anfangs sehr zaghaft", sagt er. "Aber ich denke, ihr schafft heute ohne Probleme zehn Meter." Wohl kaum! Immer wieder atmen wir so tief ein, dass es hinter den Rippen drückt, dann gleiten wir, einen letzten Atemzug nehmend, ins Wasser. Anfänger ziehen sich an einer Kette, die oben an einer Boje befestigt und unten beschwert ist, vorsichtig in die Tiefe. Mehrere Meter geht das gut, dann stürmen wir panisch wieder nach oben und lernen: Apnoetauchen ist mehr psychische als physische Herausforderung.

Zweiter Versuch, dritter, vierter. Beim fünften überkommt uns eine seltsame Ruhe. So, als hätten wir alle Zeit der Welt. Gelassen ziehen wir uns Stück für Stück die Kette hinab und stellen nach einer Minute fest, dass wir an ihrem Ende angekommen sind, in immerhin 12,5 Meter Tiefe. Für einen Moment bleiben wir dort, glücklich, entrückt. Dann gleiten wir langsam wieder nach oben - um Eusebio zu sagen, dass er doch recht hatte.

In den Cameron Highlands Tee schlürfen

Nicht nur in England halten viele Menschen eine Tasse Tee für die Lösung aller Probleme. Auch in Malaysia hat diese spezielle "Religion" etliche Anhänger. Zum Beispiel Mr Francis, Manager der Bharat-Teeplantage, die in den Cameron Highlands liegt, der riesigen, grünen Tee-Oase Malaysias.

Gemäßigte Temperaturen, Höhenlage, ausreichend Niederschläge, lange Sonnenscheindauer und ein gut bewässerter saurer Boden bieten ideale Bedingungen dafür, dass Blätter für einen aromatischkräftigen Tee wachsen. Auf seiner gemütlichen Veranda, die von Licht gesprenkelt ist und überdacht von grünen Pflanzen, führt Mr Francis uns in die Kunst des Teetrinkens ein: wie man das Gebräu richtig schlürft, es in der Tasse langsam herumschwenkt und bedeutungsschwanger in den dabei entstehenden Strudel blickt. "Trinke ich morgens keinen Tee", sagt er, "fehlt mir etwas." Reist man vom Flachland in die Highlands, weicht die trockene Erde bewaldeten Hügeln und eine kühle Brise vertreibt die infernalische Hitze. Für alle, die der stickigen Stadt entkommen wollen, ist das verständlicherweise der Himmel auf Erden. So zieht es seit fast einem Jahr hundert Tausende, ach was, Millionen Reisende ins Bergland, die hier ihre Batterien aufladen wollen.

Genauer: Seit sich in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts erstmals ein paar britische Entdecker diese Hügel hochgequält haben und trotz gieriger Blutegel einstimmig beschlossen, ab sofort öfter hier Urlaub zu machen. Noch immer sind ein paar Pubs und Gebäude im Tudor-Stil locker über den Dschungel verteilt. Das bedeutendste Erbe der Briten von damals aber ist der Tee, den sie hier pflanzten - bis zu 80 Jahre alte Büsche, deren Blätter noch immer in ganz Malaysia geliebt und Tag für Tag aufgebrüht werden. "Man stürzt den Tee nicht einfach gedankenlos hinunter", lehrt uns Mr Francis, als er uns erneut die Tassen füllt. "Es geht nicht darum, seinen Durst zu löschen. Trinken Sie langsam und achtsam. Umspülen Sie Ihren Gaumen. Spüren Sie alle Geschmacksnerven. Und dann …" Er stoppt seine Erklärungen und nimmt endlich einen genüsslichen Schluck. Wir machen es ihm nach und haben auch nichts mehr zu sagen.

Steckenverlauf: Von Chumphon (thailand) bis Butterworth (Malaysia)

Kilometer: 668

Nachdem uns die Fähre von Ko Tao wieder zum Festland gebracht hat, fahren wir mit dem Nachtzug zur Grenze Malaysias. Müde nicken wir dem Fremden gegenüber zu und schließen die Augen. Plötzlich ertönt ein Schnarcher, der in einem ohrenbetäubenden Konzert gipfelt, über Stunden! Es wird schon hell, als wir endlich einschlafen - um 20 Minuten später von einem rasenden Schaffner geweckt zu werden, der in einem Thai-Englisch- Mix bellt, wir seien fast an der Grenze und wenn wir nicht aufstünden, würde er uns kopfüber durch die Toilettenschüssel auf die Schienen befördern (oder so ähnlich).

Sichtlich erholt und angezogen klettert der "Schnarch- Terrorist" aus seiner Koje, verneigt sich kurz und macht sich ausgeschlafen auf. Wir verfluchen ihn, als wir im Pyjama durch die malayische Passkontrolle und zurück in den Zug torkeln. Endstation ist Butterworth und bald sitzen wir in einem Minibus, zuckeln durch Palmenplantagen hinauf in die Cameron Highlands. Aber nicht, dass wir davon etwas mitbekämen. Wir liegen sofort im Schlaf-Koma.

Klettern am Hindu-Tempel in Kuala Lumpur

Leicht wie Schmetterlinge schwärmen sie die Treppe empor, erklimmen 272 steile Stufen, als wären sie nichts: Hunderte Gläubige in blauen, orange- und pinkfarbenen Shirts, Kleidern oder Saris. Alle trotz der sengenden Hitze beflügelt von ihrem Ziel: Sri Subramaniam, einer der heiligsten Hindu-Tempel Südostasiens, 13 Kilometer nördlich von Kuala Lumpur.

Nur steht dieser Tempel nicht einfach da, sondern er liegt versteckt in einer der Batu-Höhlen, einer riesigen Erdspalte im Kalkstein, deren Felswände bis zu 150 Meter in die Höhe ragen. Fledermäuse flattern in der Höhlenspitze lautlos umher, am Boden beobachten Makaken skeptisch, wie die Gläubigen zu den verzierten Heiligenschreinen drängen. Auf der anderen Seite der Höhlenwand aber versammeln sich derweil Dutzende ganz andere Höhlen-Fans: eine Kletter-Gruppe, angeführt von Asif Ahmad, der die Felsen seit Jahren auf diesem Weg erforscht. "Es ist ganz leicht", sagt er und lächelt aufmunternd mit einem Blick nach oben.

Sieht wirklich nicht so anspruchsvoll aus, denken wir, als man uns ins Geschirr schnürt. Aber kaum hängen wir 20 Meter über dem Boden und versuchen, uns an dem kurzen Seil emporzuhieven, rasen unsere Herzen. Der Blick zur hundert Meter entfernten Spitze lässt keinen Zweifel: Es liegt ein langer Weg vor uns. Immer schwerer erreichen wir die Vorsprünge, in die wir Finger und Zehen krallen - bis gar nichts mehr geht. Gut, Pause. Egal, dass wir gerade wie Adler mit ausgebreiteten Flügeln am Felsen hängen. Denn zum Adrenalin, das durch unser Blut zischt, gesellt sich plötzlich Gelassenheit. Und der Gedanke, dass auf der anderen Seite der Wand in diesem Moment Tausende Gebete zu den Göttern geschickt werden. Hoffentlich erhören die auch unsere.

Streckenverlauf: Von Tanah bis Kuala Lumpur (Malaysia)

Kilometer: 203

Bei kühler Morgenluft verlassen wir die Cameron Highlands. Die Straße schlängelt sich abwärts, kratzt an Schluchten vorbei und durchschneidet die Wolken. Nach zwei Stunden taucht die Hauptstadt verschwommen am Horizont auf und mit ihr die Hitze. In Kuala Lumpur lösen wir uns mit einem lauten Schmatz von den Sitzen. Die frische Brise ist Geschichte.

Asiens verrücktesten Vergnügungspark besuchen

"Was wollen Sie denn da?", wundert sich der Taxifahrer, der uns durch den morgendlichen Nieselregen fährt. "Ich dachte, der wäre geschlossen." Wir fahren trotzdem weiter, zur wohl schrägsten Touristenattraktion Singapurs: Haw Par Villa, ein Themenpark, in dem bunte Schaubilder dem Besucher die chinesische Folklore näherbringen sollen. 1937 von zwei chinesischen Geschäftsleuten gegründet, spielte er einst auch für Lonely Planet eine nicht unwesentliche Rolle: als Tipp im allerersten Reiseführer. Laut Tony Wheeler, der 1972 dort war, soll dies ein hübscher Ort mit kleinen Paraden und Ziel vieler Familienausflüge sein.

Jahrzehnte später ist von diesem beschaulichen Flair nichts mehr übrig: Singapur quillt über vor Touristenattraktionen, vom Wakeboarden bis zum Fliegen virtueller Jumbojets. Die Metropole wirkt heute wie ein höflicher, erfolgreicher Geschäftsmann, der die Taschen voll technischer Spielereien hat. Haw Par Villa ähnelt vor dieser Kulisse der vielbeschworenen Leiche im Keller: So als öffne man den Armani-Anzug und stoße darunter auf eine gammelige Hippie-Weste. Denn Haw Par Villa rottet nicht nur langsam vor sich hin. Es ist für jeden, der keine Ahnung von chinesischem Brauchtum hat, auch eine eher rätselhafte Einrichtung. Und für Kinder sogar ziemlich gruselig. So begrüßt uns am Eingang ein furcht einflößender Beton-Tiger.

Wir begegnen grinsenden Schweine-Plastiken in Hotpants, Comic-Ratten, die sich bluttriefend gegenseitig verspeisen und einer Frauenstatue, die einem alten Mann die Brust gibt (ihrem Schwiegervater, wie sich später herausstellt). Schließlich landen wir im wohl berühmtesten Teil: Der Ten Courts of Hell ähnelt mehr einer Autowaschanlage und zeigt die zehn Prüfungen, die man laut chinesischer Mythologie nach seinem Tod durchläuft. Da wird eine Beton-Seele in zwei Teile zersägt, dort eine andere auf Pfähle gespießt. Weiter hinten sehen wir, wie Verbrechen bestraft werden: "Hat bei Prüfungen geschummelt" steht neben einer Figur, der gerade gewaltsam die Eingeweide herausgerissen werden. Egal, wie altmodisch-bizarr diese Ausstellung ist: Sie geistert garantiert noch immer durch die Albträume vieler Singapurer.

Etappenziel: Singapur (Utopie einer Stadt)

Grenzen überquert: 1

Chilli-Krebse gegessen: 1

Nachdem wir in Asien wochenlang durch Schlaglöcher gerumpelt sind, fühlt sich das Ankommen in Singapur an, als würden wir durch ein schwarzes Loch in die Stadt der Zukunft katapultiert. Eine mit glänzenden Wolkenkratzern, wo jeder freundlich, glücklich und gut situiert wirkt. Nirgends liegt Müll, dafür gibt es allerlei Regeln. So wird es bestraft, wenn man die Toilettenspülung nicht betätigt. Wir haben unsere erste Begegnung mit den Gesetzeshütern, als wir mit dem Nachtzug die Grenze erreichen.

Ein Polizeihund schnüffelt an unseren Rucksäcken, die voll sind mit stinkenden Socken. Ein grimmiger Beamter wartet am Ende der Leine. Tony Wheeler schrieb im ersten Lonely-Planet-Reiseführer, dass Hippies ihre Haare lieber an der Grenze unter einer Kurzhaarperücke verstecken sollten. Anschließend entspannen wir in den futuristischen botanischen Gardens by the Bay mit IndoorWasserfall und Gewächshäusern.

Von der Plattform des "Marina Bay Sands Skypark" (10 Bayfront Ave), die sich über die Dächer von drei Hochhäusern erstreckt, beobachten wir, wie vor dem glitzernden Hafen winzige Fähren schwimmen. Und die erleuchteten Fenster der Büroblöcke erlöschen Etage für Etage, als ihre Angestellten nach Hause gehen. Vom 57. Stock aus wirkt Singapur nicht größer als eine Briefmarke.

Hinweis: Lesen Sie hier den 1. Teil und den 2. Teil der Weltreise. Verfolgen Sie auch, wie die Autoren ihr Ziel erreichen - hier bei uns ab Ende April.