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Ranking: Die zehn größten Yachten der Welt

Foto: epa efe Kai Foersterling/ picture-alliance/ dpa

Ranking Das sind die größten Yachten der Welt

150 Leute Personal für 65 Gäste, Kino, etliche Pools, flutbare Tendergaragen, Squashcourts und Orchestersäle: Kein Luxus, den es an Bord der größten Megayachten der Welt nicht gäbe. Hier ist das neueste "Boote Exclusiv"-Ranking der allerlängsten, allerluxuriösesten Giga-Motoryachten.

Bielefeld/Hamburg - Alle zwei Jahre gibt das Magazin "Boote Exklusiv" ein Ranking der weltweit größten Motoryachten heraus. Diesmal hat sich mit "Azzam" eine neue Superyacht direkt an die Spitze des Rankings katapultiert. Ganze 17 Meter machen in diesem Jahr den Unterschied zwischen den ersten beiden Plätzen aus. "Azzam wird einige Jahre das Ranking dominieren. Dennoch gibt es weltweit einige Player, die es nicht verkraften werden, nicht die längste Yacht der Welt zu fahren. Auch die 180 Meter von Azzam sind kein Wert für die Ewigkeit", lautet die Einschätzung von Chefredakteur Marcus Krall.

Wer mit seiner Yacht in das aktuelle Riesen-Ranking aufgenommen werden wollte, muss dieses Jahr ein Format mit einer Länge von 64,50 Metern sein Eigen nennen. Das sind ganze zweieinhalb Meter mehr als noch vor zwei Jahren. Die Durchschnittslänge in den Top 100 beträgt mittlerweile auch schon fast 100 Meter. Einige der Luxusriesen sind vom 24. bis 27. September bei der Monaco Yacht Show zu sehen.

Insgesamt sind 24 neue Yachten in die aktuelle Top-Liste gerückt. Die Durchschnittslänge der 200 größten beträgt 2014 beeindruckende 83,65 Meter (2012: 81,40 Meter, 2010: 79,10 Meter). Im Jahr 2008 lag die Einstiegsgröße sogar nur bei 58 und das Durchschnittsmaß bei 75 Metern.

Die kleinste Yacht im aktuellen Ranking ist mit 64,5 Metern Länge die 1984 von Supercraft gelaunchte "Van Triumph" auf Platz 200. Das Lürssen-Flaggschiff "Azzam" ist beinah dreimal so lang. Dank zweier Diesel-Motoren und zwei Gasturbinen mit einer Gesamtleistung von 94.000 PS reist der 20 Meter schlanke Siebendecker mit bis zu 30 Knoten.

Ein 29 Meter langer und 18 Meter breiter Salon

Das Interieur-Design übernahm Christophe Leoni aus Frankreich, der unter anderem einen 29 Meter langen und 18 Meter breiten Salon dekorierte - wie die komplette Yacht im "Empire-Style". Auftraggeber war angeblich Scheich Khalifa bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Emir von Abu Dhabi und Vorsitzender des Obersten Mineralölrates.

Die Bauzeit der weltgrößten Motoryacht dauerte rund drei Jahre plus ein Jahr Engineering. Die "Azzam" ist vor allem in warmen und flachen Gewässern unterwegs, die vor der arabischen Halbinsel liegen dürften. Dort soll die Superyacht angeblich auch eine eigene "Garage" haben.

Mit einem zweiten Platz im Ranking muss sich in diesem Jahr die 163 Meter lange "Eclipse" von Roman Abramowitsch zufrieden geben. Der in Hamburg bei Blohm+Voss gebaute Siebendecker verfügt an Bord über ein Interieur mit 6000 Quadratmetern Fläche. Eine 80 Mann starke Crew kümmert sich an Bord um das Wohl des russischen Oligarchen und seiner Gäste.

Platz drei geht damit an "Dubai" (Blohm+Voss) mit 162 Metern Länge. An Bord der "Dubai" gibt es einen Squash-Court, ein Kino und eine Disko. Die Bunker fassen unglaubliche 1,2 Millionen Liter Diesel.

150 Angestellte für 65 Gäste an Bord

Platz vier errang "Al Said". Das vor sechs Jahren angeblich an den Sultan von Oman ausgelieferte 23 Meter breite Mega-Format der Bremer Lürssen-Werft bietet auf sechs Decks angeblich Platz für eine bis zu 150 Köpfe starke Mannschaft, die sich um 65 Gäste kümmern soll. Der Konzertsaal der "Al Said" kann alleine ein Orchester mit 50 Musikern aufnehmen. Der zweithöchste Neueinstieg ist die "Ocean Victory" auf Rang 8 mit 140 Metern Länge. Die italienische Werft Fincantieri Yachts verpasste dem Siebendecker sechs Pools und eine flutbare Tendergarage.

Hot Spot für den Superyacht-Bau ist nach wie vor Deutschland. "Der deutsche Standort insgesamt ist im Bereich der wirklich großen Yachten, von denen wir hier sprechen, extrem stark aufgestellt. Von den Top 200 kommen 75 Yachten allein aus Deutschland, gefolgt von den Niederlanden (49) und Italien (26). Und bald möchte ja sogar noch die Meyer-Werft in das Business einsteigen", so der Megayachten-Experte Marcus Krall.

"Meinen Hut ziehe ich vor der Lürssen-Werft, die allein 33 Einträge in den Top 200 besitzt. Von den größten Yachten der Welt kommt jede sechste aus Bremen oder Rendsburg", führt Marcus Krall weiter aus. Die Eigner dieser opulenten Top-200-Megayachten stammen allerdings überwiegend aus dem Nahen Osten, insgesamt 40, gefolgt von Amerika (39) und Europa (37). Aus Russland kommen 26 Eigner.

In der Auflistung der 200 größten Motoryachten, die "Boote Exclusiv" ab dem 3. September veröffentlicht, gibt das Magazin neben der Länge der Yacht, den Namen, die Nationalität des Eigners, das Jahr des Stapellaufs und die Werft auf. Hinzu kommen noch Angaben über Konstrukteur, Designer, Antriebsaggregat und dessen Leistung. Zu den ersten 100 Platzierten liefert das Magazin ein Foto und ein Kurz-Porträt über die Geschichte der Yacht und dessen Eigner.

Hier geht es zu den erstplatzierten Yachten.

"Boote Exclusiv"/mh
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