Montag, 14. Oktober 2019

Die schönsten Weinrouten Portugals Kleine Dörfer, große Weine

Portugal: Unterwegs auf den schönsten Weinrouten
Fernando Guerra/Monverde Hotel/dpa-tmn

Von den spritzigen Weißweinen im grünen Norden bis hin zu den kräftigen Rotweinen im südlichen Alentejo. Portugals Weine sind international bekannt. Die Regionen, in denen sie produziert werden, sind so unterschiedlich, wie die Weine selbst. Ein Überblick über die Anbaugebiete und Routen:

Vinho Verde: Der grüne Wein aus dem Nordwesten

Im äußersten Nordwesten Portugals befindet sich in unmittelbarer Nähe des Atlantiks das Weinanbaugebiet der Vinho Verdes. Fast könnte man meinen, die grüne Hügellandschaft hätte den "grünen Weinen" ihren Namen gegeben. Doch tatsächlich stammt die Bezeichnung von den nicht ausgereiften, grünen Trauben. Besonders gut schmecken die leichten Weißweine zu Regionalspezialitäten wie den aalähnlichen Neunaugen-Flussfischen.

Rund 600 Weinbetriebe verteilen sich auf die Region, in der unzählige Weinrouten locken. Besonders schön sind die Weingüter und Terrassenlandschaften bei Ponte de Lima, Viana do Castelo, Guimarães und bei Amarante, dem Herz der Vinho Verde Region, wo jeden Sommer im São Gonçalo Klosters auch das regionale Weinfest stattfindet.

Nahe Amarante bietet das Weingut Quinta da Lixa Workshops an, bei denen Besucher ihren eigenen Vinho Verde machen können. Zum Gut gehört auch das einzige Wine Experience Hotel der Region. Das Monverde Hotel bietet im Spa sogar Wein-Therapiebehandlungen an.

Portwein: Zuhause im Douro-Tal

Portwein ist Portugals bekanntester Wein. Er schmeckt nach Bratapfel, Honig und gebrannten Mandeln. Bis zu 50 verschiedene Weingüter, sogenannte Quintas, befinden sich im Douro-Tal, der Heimat des Portweins. Die Auswahl der Weingüter ist also riesig und schwer. Dafür ist die Route umso einfacher. Immer dem Fluss nach - ob mit dem Auto, der Bahn oder dem Schiff.

Aussichtspunkte wie der 640 Meter hohe Miradouro São Leonardo de Galafura bieten spektakuläre Panoramablicke auf das älteste Weinanbaugebiet der Welt, das 2001 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Weinterrassen an den steilen Hängen des Douro-Canyons laden zu langen Wanderungen ein.

Besonders beeindruckend wird das Tal ab Peso da Régua und Pinhão. Von hier aus brachten früher Rabelo-Boote die Portweinfässer nach Porto. Heute können Touristen mit den traditionellen Holzbooten vom Fluss aus die Weinlandschaft bestaunen.

Neben der Landschaft locken im Douro-Tal auch viele mittelalterliche Kleinstädte wie Vila Real, Sabrosa, die Geburtsstadt des Seefahrers Ferdinand Magellans, oder Lamego mit dem alten Judenviertel und seiner Wallfahrtskirche. Nicht weit entfernt befindet sich in Cambres die Quinta da Pacheca, das vielleicht originellste Weingut der Region, auf dem Gäste in überdimensional großen, idyllisch zwischen Weinreben gelegenen Portweinfässern übernachten.

Egal welche Dörfer und Weingüter man in die Douro-Route einbaut, jede Portweintour sollte in Vila Nova de Gaia starten oder enden. Die Kleinstadt auf der anderen Flussseite von Porto ist ein Paradies für Portwein-Fans. Hier befinden sich alle großen Portwein-Hersteller. In den uralten Kellereien lernt man viel über die Weinproduktion und kann sogar Fado-Konzerte genießen.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung