Mittwoch, 24. April 2019

Filmfestival und Skispaß in Utah Das größte Skigebiet der USA

Park City: Skispaß und Weltstars in Utah
Park City Chamber Bureau/dpa-tmn

3. Teil: Über offene Tiefschneehänge und durch lichte Espenwälder

Mylar arbeitet in Alta, wo sie schwere Armeegeschütze einsetzen, um Lawinen von Steilhängen am Devils Castle, Mt. Baldy oder Sugarloaf Peak kontrolliert abzusprengen. "Wir tun alles dafür, damit unsere Tiefschneefans sicher sind", verspricht Mylar. Die pilgern in Massen in das Lieblingsskigebiet der alten Ski-Hippies. Alta ist legendär, steil und mit fast 14 Metern Schnee pro Jahr gesegnet. "Es ist nicht nur viel, sondern auch grandioser Schnee", sagt Freeride-Skistar Sierra Quitiquit über ihren Hausberg.

Schönere Tiefschneeerlebnisse als in Alta bieten allenfalls die Park City Powder Cats, knapp eine Stunde von Park City entfernt. Mit Pistenraupen geht es von einer Ranch aus hinauf zum Windy Peak. Geführt von Guides, gleiten die Skifahrer und Snowboarder über offene Tiefschneehänge und durch lichte Espenwälder.

Alta und das mit ihm verbundene Snowbird liegen im Little Cottonwood Canyon, daneben Brighton und Solitude im Big Cottonwood Canyon. Nördlich schließen sich auf der Wasatchkette Park City und das edle Deer Valley mit seinen Luxushotels und den erstklassigen Restaurants in den Berghütten an. Weiter im Norden liegen Powder Mountain und Snowbasin, das auch für die Olympischen Winterspiele 2002 genutzt wurde. Allein schon wegen der skurrilen Werbetafeln am Highway lohnt sich die Fahrt dorthin. Konservative warnen im Mormonenstaat eindringlich vor außerehelichem Sex, Rauchen und Alkohol.

Im "No Name Saloon" von Park City fließen dennoch Bier, Whisky und Cocktails in großen Mengen - und das nicht nur, wenn trinkfeste Hollywood-Stars zum Filmfestival den Ort übernehmen. Gesitteter, aber ebenfalls nicht alkoholfrei geht es in der "Owl Bar" in Redfords eigenem Ski-Resort zu. Dort sitzen Skiurlauber an der Theke, an der schon der legendäre Gangster Butch Cassidy mit seiner Hole-in-the-Wall-Gang Whiskey getrunken haben soll.

Die fast 130 Jahre alte Bar stand einst in Thermopolis in Wyoming. Redford ließ sie restaurieren und in sein friedvoll in einem Wald verstecktes Sundance Resort bringen. Die Ruhe dort schätzte die Hollywood-Größe schon immer mehr als die aufgeregte Filmszene. Nach dem Trubel auf dem Sundance Film Festival zieht sich Redford stets schnell wieder zurück in sein Mountain Resort. Seine Ranch liegt gleich nebenan.

Bernhard Krieger, dpa

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