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Lakenluxus: Besonders beliebt sind die Hotelgarnituren; ab 500 Euro
Lakenluxus: Besonders beliebt sind die Hotelgarnituren; ab 500 Euro
Foto: PR

Die ultimative Bettwäsche Thread Count ist das neue Statussymbol

Besonderes feine Baumwollbezüge verheißen besseren Schlaf und schönere Träume. Die Benchmark für die begehrte Ware setzt die italienische Manufaktur Frette.
Von Uschka Pittroff aus manager magazin 12/2020

Mehr zu Hause war nie. Nach Küchenphilosophie, backen und kochen, blicken wir jetzt in Corona-Zeiten ins Schlafzimmer: Bettwäsche wird, zumindest in der Trendmaschine Instagram, zum Statussymbol erhoben. Der Code und das Kennzeichen für qualitätsvolle Bettgarnituren – vom Laken bis zum Duvetcover – heißt Thread Count: Die Fadendichte pro Quadratzentimeter bestimmt die Qualität. Je höher der Thread Count, umso besser: Die langgesponnene, zarte (meist ägyptische) Baumwolle lässt sich besser bügeln, ist "crisp" wie in Luxushotels, fühlt sich zugleich wohlig warm an. Alles über 400 Thread Count ist okay, Scheichs verordnen der First Class ihrer Airlines sogar bis zu 1200, aber das ist kaum noch unterscheidbar.

Die Instanz in bester Bettwäsche ist die italienische Firma Frette, Sitz in Monza, 250 Mitarbeiter, seit 1860 Lieferant für Gewebtes – vom Altar des Petersdoms über den Speisewagen des "Orient Express" bis hin zu Königshäusern in aller Welt. Und die Fünfsterne- und Palasthotels der Ritz', Savoys und Peninsulas betten ihre Gäste auch in den Garnituren des Herstellers kurz vor den Toren Mailands. Produziert wird – wie von jeher – ausschließlich in heimischen Manufakturen.

Vorstandschef ist Filippo Arnaboldi, der seine Frette-Karriere im Marketing begann; das Unternehmen gehört mittlerweile einem paneuropäischen Private-Equity-Fonds (Change Capital Partners).

Besonders beliebt: die Hotelgarnituren, weiß, mit Biesen in diversen Farben oder Stickerei (ab circa 500 Euro). Sonderanfertigungen und Designs mit hohem Thread Count können schnell ein paar Tausender kosten (eu.frette.com ). Dafür halten die Klassiker aber auch Jahrzehnte.

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