Mittwoch, 19. Juni 2019

Europas außergewöhnlichste Seilbahnen Hoch hinaus mit Extra-Kick

Hoch hinaus: Europas außergewöhnlichste Seilbahnen
Titlis Bergbahnen/ TMN

3. Teil: Auf den Vulkan und zu wilden Tieren

Auf den Vulkan: Nicht immer sind die Ausbrüche von Europas höchstem und aktivstem Vulkan Ätna harmlos. 2002 hat es die Seilbahn erwischt - sie wurde zerstört. Inzwischen steht an dieser Stelle aber eine neue Bahn. Die Funivia dell'Etna bringt ihre Passagiere in etwa 15 Minuten von der Station Rifugio Sapienza an der Südseite des Vulkans auf 2500 Meter Höhe. Von der Bergstation La Montagnola geht die geführte Exkursion in Allradbussen über die Lavafelder.

Dann beginnt die Wanderung durch die bizarre Landschaft zum Kraterrand, wo die Gäste nah an der dampfenden Urgewalt stehen. Zudem bietet sich ein schöner Ausblick auf das Mittelmeer. In der Rifugio Sapienza kann man einen Vulkanausbruch im 7D-Simulator mit allen Sinnen erleben.

Über wilden Tieren schweben: In den Bergen von Kantabrien, 20 Kilometer von Santander entfernt, schweben Touristen im Naturpark Cabárceno gemächlich in Achterkabinen hinweg über Bären, Elefanten, Gorillas, Löwen oder Nashörner und andere, teils gefährliche Tiere. Die Bahn deckt über einen dreieckigen Verlauf die Höhepunkte dieser Landschaft mit spitzen Felsen, idyllischen Seen und Schluchten im Norden Spaniens ab. Mehr als hundert Tierarten aus fünf Kontinenten leben hier. Zwei Kabinen haben einen Glasboden und bieten damit besonders gute Sicht auf die Tiere. Der Ausblick reicht bis nach Santander, den Golf von Biskaya und bei gutem Wetter zum Kalkstein-Massiv Picos de Europa.

Im Schein der Mitternachtssonne: Nicht viele Seilbahnen fahren nachts. Mit der komplett erneuerten Seilbahn in der nordnorwegischen Hafenstadt Narvik genießen Touristen von Anfang Juni bis Mitte Juli Meerblick in der Mitternachtssonne und im Frühherbst und Spätwinter tagsüber das legendäre Polarlicht.

Auf der 650 Meter hohen Aussichtsplattform im Gebiet Narvikfjellet eröffnet sich der Ofotfjord in seiner ganzen wilden Schönheit. Der Schweizer Seilbahnbauer Bartholet hat die windstabilen Kabinen so ausgerüstet, dass neben Skiern auch Mountainbikes mitkönnen. Die Bahn soll erweitert werden und bald vom Stadtzentrum aus fahren.

Karin Willen, dpa

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