Samstag, 20. April 2019

Popcorn für 128,57 Euro Die zehn größten Hotelärgernisse

Schmuddelige Zimmer, patziges Personal und lieblose Frühstücksbuffets führen die Negativ-Hitlisten von Urlaubern an. Geschäftsreisende aber wissen: Der Teufel liegt im Detail. Unbrauchbare Bügel, überteuerte Getränke und schwülstige Raumparfüms machen manchen Aufenthalt zum Alptraum.

Guten Appetit: Was teuer ist, muss auch klasse sein. Manche Hotels langen hier richtig zu - und verkaufen Popcorn zu dreistelligen Kilopreisen.
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Guten Appetit: Was teuer ist, muss auch klasse sein. Manche Hotels langen hier richtig zu - und verkaufen Popcorn zu dreistelligen Kilopreisen.

Irrwitzige Preispolitik

Popcorn, das Kilo für 128,57 Euro - wo gibt es denn so etwas? Zum Beispiel in einem Frankfurter Fünf-Sterne-Hotel, wo die luxuriöse Knabberei wie ein Betthupferl auf dem Nachttisch drapiert wird. Wer das kleine Schild daneben mit einer kaum lesbaren Preisangabe übersieht, zahlt für 35 Gramm Snack 4,50 Euro.

Mitunter erscheint auch die halb geleerte Wasserflasche - in den meisten Hotels ein kostenloser Willkommensgruß - zu einem Preis von 8,50 Euro auf der Rechnung. Zum Vergleich: Ein Liter Mineralwasser kostet bei Aldi weniger als 16 Cent. Die 0,75-Liter-Flasche im Hotel ist mithin bis zu 70 Mal so teuer. Das ist dann doch recht happig.

Cola- und Bierdosen aus der Minibar sind oft für die runde Summe von fünf Euro zu haben. "Die Hotels betreiben in dieser Hinsicht eine Preispolitik, die für keinen Gast mehr nachvollziehbar ist und zu einer Menge Unmut führt", stellt Christine Garbe vom Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) fest. Ihrer Einschätzung nach sind Minibars sowieso ein Auslaufmodell, auch weil sie wegen der hohen Energiekosten selbst bei Halsabschneider-Preisen kaum rentabel sind.

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