Israels Starkoch Meir Adoni kocht im "Layla" New-Nahost-Küche im alten Berliner Postamt

Sie suchen ein besonderes Hotel - oder Geheimtipps in den aufregendsten Metropolen des Planeten? manager magazin war für Sie unterwegs. Hier ist unsere Auswahl, die wir jeden Monat um einen schönen Flecken Erde erweitern.
Von Viola Keeve
ALLES AUF WARMLicht, Leder, Farbtöne - sehr behaglich. Dazu Seafood und man fühlt sich wie im Orient

ALLES AUF WARMLicht, Leder, Farbtöne - sehr behaglich. Dazu Seafood und man fühlt sich wie im Orient

Es gibt keine Michelin-Sterne in Israel, aber einer ist definitiv ein Star: Meir Adoni (45) hat allein zwei Restaurants in Tel Aviv, eines in New York und das neueste in Berlin: "Layla", im ehemaligen NS-Postamt am Anhalter Bahnhof. Kulinarisch nicht gerade ein Szeneviertel, aber das könnte sich ändern.

Seafood im "Layla by Meir Adoni"

Seafood im "Layla by Meir Adoni"

Allein der Auftakt hat es in sich: Panipuri mit Ceviche, krosse Kugeln mit Yuzu-Aioli, Limette, Curry, Buttermilchschaum - ein neuer, mutiger Stil der israelischen Küche, die derzeit nicht nur in der Hauptstadt angesagt ist. Auf der Karte stehen Ente in Szechuan-Pfeffer in libanesischen Pfannkuchen mit Rote-Bete-Blättern, Dattel-Forellen-Donuts mit Mandarinenvinaigrette, buttriges Hefegebäck aus dem Jemen und natürlich Adonis Erfolgsgerichte wie geräuchertes Auberginencarpaccio mit Feta, Tahini, Datteln, Pistazien, Rosenwasser. Kosmopoliten-Food.

Man merkt, dass Meir Adoni viel herumgekommen ist. Er ist in Eilat im Süden Israels geboren, hat marokkanische Wurzeln, war in Sydney, Paris, in Chicagos "Alinea" und im "Noma" in Kopenhagen. In seinem "Layla" ist nicht nur das Essen israelisch. Der Vertical Garden stammt vom israelischen Start-up Infarm: Kunstlichtkräuter hinter dunklem Glas. Das Design kommt aus Tel Aviv (Bald Studio), in der Küche, um die herum man sitzt, arbeiten fast nur Israelis. Die Kellner tragen schwarze Kittel, es ist laut, lässig, dunkel, ein DJ legt in der Bar auf. Manche sehen in dem Laden schon das neue "Grill Royal" Kreuzbergs. Das wird auch Zeit.

Insidertipp Die Levante-Küche kommt mit Macht. In Berlin ist die Auswahl besonders groß: von rustikal-hip im Prenzlauer Berg ("Kanaan" - eine Hütte mit Holzbänken im Sand) bis edel im alten Westen ("Prism"). In Hamburg und Köln laden die "25hours hotels" ins "Neni", in Frankfurt gibt es das "Roomers" und seit Neuem die "Bar Shuka".

Info "Layla by Meir Adoni", täglich ab 18 Uhr, Hallesche Straße 10, 10963 Berlin; www.layla-restaurant.com 

"Bawah Reserve", Indonesien: Im Luxus stranden

Das Luxusresort "Bawah Reserve" am südlichen Ende des indonesischen Anamba-Archipels, auf halber Strecke zwischen der malaysischen Halbinsel und Borneo im südchinesischen Meer.

Das Luxusresort "Bawah Reserve" am südlichen Ende des indonesischen Anamba-Archipels, auf halber Strecke zwischen der malaysischen Halbinsel und Borneo im südchinesischen Meer.

Papageienfische, Schildkröten, 600 Korallenarten, Palmen, Mangroven, Regenwald, Lagunen, weiße Strände: Merkwürdig eigentlich, dass die Anambasinseln im Südchinesischen Meer - nur 19 von 295 sind bewohnt - bis heute lediglich als Geheimtipp für Segler, Taucher und Backpacker herumgereicht werden. Tim Hartnoll (63), britischer Reeder aus Singapur, ist es gerade recht. Auf einem Segeltörn entdeckte er Pulau Bawah, kaufte die Insel, baute für sich die Jungle Lodge und investierte danach mit Partnern 30 Millionen Dollar.

DschungelcampPavillons im Urwald, ein Restaurant in den Baumkronen - Nestbau der gehobenen Art

Dschungelcamp
Pavillons im Urwald, ein Restaurant in den Baumkronen - Nestbau der gehobenen Art

Foto: Raphael Olivier

Fünf Jahre brauchte er für sein Ökoparadies der Extraklasse im Meeresschutzgebiet mit viel Bambus, Treibholz, Palmblättern als Baumaterial, wo immer es halt ging. Der Lohn: eines der Topstrandhotels ("Tatler Travel Award 2018"), neu auf der Hotlist 2018 von "Condé Nast Traveller". Ein tropisches Idyll zwischen Malaysia und Borneo.

Man ist so gut wie für sich im Dschungel, mit Bäumen, von denen manche 600 Jahre alt sind. Die Insel ist nur mit dem Wasserflugzeug erreichbar, von den höchstens 70 Gästen merkt man nichts in seiner Strand- oder Gartenvilla. Oder im Überwasserbungalow, was selbst bei Regen in der Monsunzeit im Dezember grandios ist. Wandern, tauchen, schnorcheln, Stand-up-Paddeln, Yoga - und abends BBQ am Strand oder Dinner im Baumhausrestaurant, mit gegrilltem Fisch und Blaukrabbentartar unter Bastlampen, die an Quallen erinnern, und "Granatapfel-Mojito" oder "Singapore Sling" an der Bar. Kino unter Sternen gibt es auch - und Wifi kaum.

Insidertipp
Viele bleiben wegen des Jetlags eine Nacht in Singapur (etwa im neuen "The Patina", 418 Euro, oder "The Warehouse", 210 Euro), von da aus ist alles organisiert: Chauffeur, Fähre zum Flughafen von Batam, Fast-Lane-Visum für Indonesien, Wasserflugzeug (80 Minuten) nach Bawah Island. In dreieinhalb Stunden ist man da.

Info
"Bawah Reserve", Überwasservilla, ab 2000 Euro pro Nacht, Mindestaufenthalt drei Nächte, www.bawahreserve.com 

"Vira Vira", Chile: Wellness am Vulkan

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"Vira Vira" in Chile: Luxuslodge am Vulkan

Pucón ist das St. Moritz Chiles. Im deutschen Sommer kann man hier an den stets schneebedeckten Hängen des Vulkans Villarrica Ski laufen, 2847 Meter ist er hoch. Die Gegend erinnert tatsächlich an die Schweiz mit ihren großen Farmen und Holzkirchen, den Kühen, Lupinen und Brombeerhecken, im Frühling blüht sogar der Ginster.

Dass man sich am anderen Ende der Welt befindet, machen dann aber die riesigen Naturparks klar, in denen es aussieht wie zu Saurierzeiten. Wilde Flüsse, Urzeitbäume, Araukarien (Andentannen), heiße Quellen, vier Vulkane, zwei davon noch aktiv, der letzte Ausbruch des Villarrica liegt drei Jahre zurück. Wildnis ungezähmt. Steven Spielberg hätte die perfekte Kulisse zu "Jurassic Parc" hier gefunden. Früher gehörte das Land, auf dem heute Großgrundbesitzer, Holz- und Strommultis ihre Gewinne machen, den Ureinwohnern. Mapuche, Menschen der Erde, nennen sie sich.

Chile, das reichste und sicherste Land Südamerikas, erstreckt sich über vier Klimazonen: Gletscher im Süden, Wüste im Norden, Weinberge, Wälder und Seen. Die Gegend um Pucón, gut eine Flugstunde südlich von Santiago, das Seengebiet des Landes, ist nicht so berühmt wie die Atacama-Wüste oder Patagonien, gilt unter Outdoorfans aber als herausragend: zum Raften, Wandern, Fliegenfischen, Reiten, Kayaking.

Wer sich zu Chiles High Society zählt, hat ein Ferienhaus auf der Halbinsel im Villarrica-See. Das Klima ist mild, Europäer haben sich dort ebenfalls gern niedergelassen, der Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda lebte lange in der Nähe.

Jetzt hat auch Joss Kent, Sohn des berühmten Afrika-Pioniers Geoffrey Kent (Gründer von Abercrombie & Kent), die Gegend entdeckt und im September die "Vira Vira Lodge" eröffnet. Kent, der schon mit Bill Gates im Busch unterwegs war, ist Gründer und Chef von AndBeyond, einem der besten Safarianbieter Afrikas. Chile ist die erste Region des High- End-Spezialisten in Südamerika.

Kent führt die frühere Relais-&- Châteaux-Farm eines Schweizer Ehepaars am Fluss Liucura unter seinem Namen. Dabei herausgekommen ist eine moderne Ranch aus Holz und Stein mit großen Fensterfronten. So flach und filigran, dass sie in der Landschaft kaum auffällt. Zwölf Villen und ein Landhaus mit fünf Zimmern, sämtlich mit spektakulärem Blick auf den Fluss und das Bergpanorama, über allem thront der Villarrica. Südamerika de luxe - samt Helikopterflügen über den Vulkan oder Winzertouren ins nahe Argentinien.

Doch auch die Chilenen können Weine - ebenso wie Sterneküche. Zumal einige der Zutaten nirgendwo sonst auf der Welt wachsen. Das meiste, was im "Vira Vira" auf den Tisch kommt, stammt von der eigenen 43-Hektar-Farm oder aus der eigenen Käserei. Zubereitet wird es von Damián Fernández, den es aus Londons Sternelokal "Le Gavroche" aufs chilenische Land zog. Er bereitet seine Speisen gern auf dem Parrilla zu, dem südamerikanischen Holzkohlegrill.

Alles familiär und gemütlich. Erst recht wenn man in seiner Suite am Kamin Pisco Sour trinkt oder im Hot Tub sitzt, was im Winter durchaus wohltuend ist. Auch das fast wie in der Schweiz.

Insidertipp 40 Minuten braucht man nach Curarrehue. Hier bietet die Mapuche-Starköchin Anita Epulef (49) Kochkurse an in ihrem Restaurant "Mapu Lyagl" im Garten ihres Hauses. Stockbrot, am Bambusstab gegrillt, aus den Samen der Araukarien, mit Merkén, chilenischem Chili, und Öl.

Info "Vira Vira", Suite ab 450 Euro pro Person, Hazienda für 5 Personen ab 6400 Euro www.andbeyond.com 

"Frantzén": Wie zu Gast bei reichen Freunden

Es ist angefeuert:Den Aperitif gibt's am Kamin, die Küche ist nordisch mit japanisch-französischem Dreh

Es ist angefeuert:Den Aperitif gibt's am Kamin, die Küche ist nordisch mit japanisch-französischem Dreh

Foto: Martin Botvidsson

In Schwedens erstem Drei-Sterne-Restaurant entfaltet sich ein Duft von Lagerfeuer. Wer das "Frantzén" betritt, fühlt sich gleich ein bisschen wie unter Mad Men: blaue und senfgelbe Sessel, viel Holz, Retrolampen, grauer Teppich und natürlich sofort ein Aperitif (Champagner vom Rollwagen), entweder am Kamin oder auf der Dachterrasse. Wie zu Gast bei reichen Freunden. Das "Frantzén", Liebling der Foodblogger, bekam im Februar den dritten Stern, als erstes Restaurant in Schweden.

Björn Frantzén war Profifußballer, kochen lernte er bei der Armee, später in berühmten Sternehäusern in Oxford und Paris. Mit 31 hatte er sein erstes Lokal, mit 41 betreibt er nun zwei, eines in Hongkong. Er wollte immer ein Restaurant - und mit Feuer arbeiten. Ein Viertel der Gerichte wird gegrillt. Man sitzt um die Hightechküche wie ums Lagerfeuer.

Die Zutaten im sanft beleuchteten Eingangsbereich: Charolais- Rind, schwedische Milchkuh, Wachteln aus der Bretagne. In den Schauvitrinen befindet sich allerhand Getier. Ein bisschen Inszenierung muss sein.

Lecker Essen

Lecker Essen

Foto: Martin Botvidsson

Frantzén macht daraus neue nordische Fusionsküche mit japanischfranzösischem Dreh. Königskrabbe mit scharfer Soße, Kaviarlimette und Chrysantheme. Gebratene Ringelblume, ein Salat - knackig, rauchig, bitter, frisch - mit Buttermilch und Kräuterpesto. Sein Instagram-Hit: The Cube. 27 Geleewürfelchen, einmal durch den Aromagarten, aus Kamille, arktischer Brombeere, grünem Apfel, Sanddorn und Seetang, weißer Schokolade, Lakritz. Wer das nicht postet, dem ist wirklich nicht zu helfen.

Insidertipp Die 23 Plätze sind mittags wie abends schnell ausgebucht. Wer hinwill, muss früh dran sein. Um 10 Uhr am Ersten jedes Monats beginnt der Kampf um die Reservierungen. Es gibt zehn feste Gänge, wählen kann man nicht.

Info "Frantzén", Menü 291 Euro, Weinbegleitung 160 Euro. www.restaurantfrantzen.com 

"Torre de Palma", Alentejo: Weinkathedrale im Ranch-Stil

Das Designhotel Torre di Palma im Alentejo in Portugal

Das Designhotel Torre di Palma im Alentejo in Portugal

Lange war der Alentejo das Armenhaus Portugals. Aber seit ein paar Jahren hat sich die vergessene Region südöstlich von Lissabon zum Wochenenddomizil des Jetsets entwickelt. Zumal sich nicht nur der Strand von Comporta für einen Ausflug lohnt. Auch das Hinterland hat einiges zu bieten. Viele junge Winzer dort stoßen mit ihren neuen Anbaumethoden und ihrer ausgefallenen Architektur gerade in die Avantgarde des europäischen Weinbaus vor.

Turmbau:Abends muss man auf den Turm des Hotels, die Aussicht ist phänomenal. In der Lobby: moderner Ranchstyle.

Turmbau:Abends muss man auf den Turm des Hotels, die Aussicht ist phänomenal. In der Lobby: moderner Ranchstyle.

2014 baute das Unternehmerpaar Paulo und Ana Isabel Rebelo (Bluepharma) das alte Gut "Torre de Palma" - lange im Besitz des Königshauses - um. Sie engagierten Stararchitekt João Mendes Ribeiro, der sämtliche Gebäude renovierte und eine Weinkathedrale baute. Ein elegantes, ruhiges Ensemble schneeweißer Gebäude zwischen Olivenbäumen und staubigen Feldern, das für den Mies-van-der-Rohe-Preis nominiert wurde. Gäste wohnen im Haupthaus, drinnen Alpenlook (Holzhirsche, antike Kellen am Kamin, jedes Zimmer ist anders), davor ein Ökofarmgarten; wer will, kann auch Reitunterricht nehmen, beim Bruder der Besitzerin.

Pferde, Ruhe (das nächste Dorf ist fünf Kilometer entfernt) - und eben Wein: Der junge Winzer Duarte de Deus keltert auf dem Anwesen seinen Vinho Branco, aus weißen Trauben in Burgunderfässern. Nur 15¿000 Flaschen füllt er pro Jahr ab.

Die roten Trauben dürfen die Gäste in rosa Marmortanks mit den Füßen stampfen. Erntehilfe als Spa-Stunde mit anschließender Weinprobe - keine schlechte Idee.

Insidertipp Insider gehen auf Weinsafari. Da es im Süden zu warm wird, sind viele Starwinzer in den Norden des Alentejo gezogen. Eineinhalb Stunden von "Torre de Palma" liegt eines der berühmtesten Weingüter: Herdade do Esporão. Auf halber Strecke in Estremoz sitzt der Grandseigneur der portugiesischen Zunft, João Portugal Ramos.

Info "Torre de Palma", DZ ab 145 Euro, Master Suite 345 Euro, Menü mit Wein im Restaurant "Basilii" 80 Euro, rund 200 Kilometer von Lissabon. www.designhotels.com 

Hotel "Freigeist", Göttingen: Wo der Barmann frische Kräuter von der Wand zupft

Niedersachsens "Nobu":Japanisch-südamerikanische Fusion-Küche im Wohnzimmer-Look der 50er Jahre

Niedersachsens "Nobu":Japanisch-südamerikanische Fusion-Küche im Wohnzimmer-Look der 50er Jahre

Foto: Sebastian Böttcher

Hängematten, Bambus, dunkler Sand und Sonnensegel, auf der Dachterrasse legt schon mal ein DJ auf. Das Restaurant "Intuu" im Erdgeschoss liefert beste japanisch-südamerikanische Küche, die Bar "Herbarium" avantgardistische Kräutermixturen. Skandinavisches Design, Cocktails wie in New York - für sein drittes "Freigeist"-Hotel hat Georg Rosentreter die Welt ins beschauliche Südniedersachsen geholt, direkt gegenüber dem gerade entstehenden Forum Wissen der Uni Göttingen.

Seine General Managerin hat lange auf Mauritius gearbeitet, hinter der Bar steckt das Erfolgsteam Drinksology aus Belfast, das schon das "Dead Rabbit" in New York entworfen hat, 2016 die beste Bar der Welt. Und der Koch, Alexander Zinke (40), hat viele Jahre in den besten Häusern hinter sich, im "Savoy", "Nobu", "Connaught", "Burj al Arab", er hat schon für die Queen und den Scheich von Dubai gekocht.

Verschiedene Gerichte im Restaurant "Intuu"

Verschiedene Gerichte im Restaurant "Intuu"

Foto: Sebastian Böttcher

Auf der Karte steht Poke, das Hipster-Health-Food aus Hawaii, roher Thunfisch, Reis, Wasabi oder auch Tintenfisch aus dem Holzkohleofen. Das Ganze zwischen Bambusleuchten, marokkanischen Fliesen und Ming-Schalen. Der Clou aber ist die Bar mit der grünen Kräuterwand, wo frische Zutaten gezupft werden. Die Drinks sind nach Themen geordnet: Samen, Erde, Blatt, Holz, Blüte, Frucht, man arbeitet mit dem Botanischen Garten zusammen. Das Wissenschaftsmotiv wird durchgezogen: Die Rechnung kommt in einem Blatt mit eingeklebtem Exponat und Herbarbeleg.

Insidertipp
Dreimal Sommer im Glas: der "Hazy Violet" (Sesam, Lavendel, Korn, Vanille, süß-stark), "House Greens" (grasig-frisch, mit Estragon und hausgemachter Erbsenlimonade) und der "Sweet Blush" (London Dry Gin, Rosé Port, Minze, Rhabarber, Campari, Zitrone). Die Barkeeper Soeren Amini und Yannick Bertram mixen aber gern auch Gin Tonic.

Info
"Herbarium" (Bar), "Intuu" (Restaurant), Hotel "Freigeist", Berliner Str. 30, Göttingen; DZ ab 99 Euro, Menü ab 60 Euro, Cocktails 10 bis 16 Euro. www.freigeist-hotels.de 

"Les Maisons Marines d'Huchet", Aquitanien: Strandschloss zwischen Bordeaux und Biarritz

Le Maison Marines d'Huchet: Landhauscharme auf höchstem Niveau

Le Maison Marines d'Huchet: Landhauscharme auf höchstem Niveau

Schon die Anfahrt ist ein Abenteuer. "Einfahrt verboten" steht auf dem Schild, das den Weg zum "Maisons Marines d'Huchet" weist. Über den rumpelt man durch einen Pinienwald und Dünen - und kommt sich fast vor wie in Afrika, nur die wilden Tiere fehlen. Früher wurden hier an der Küste Aquitaniens Vögel gejagt, heute steht das Gebiet unter Naturschutz.

Zwischen Wäldern, Dünen und Atlantik liegt die Hotelanlage. Die Gäste checken ein bei Michel Guérard (85), der französischen Kochikone, Begründer der Nouvelle Cuisine, seit 40 Jahren drei Michelin-Sterne. Guérard will stets wissen, wer da in seinem Strandhaus übernachtet. Bis vor Kurzem musste man sich dazu erst in sein Spa-Resort "Les Prés d'Eugénie" begeben, im Thermalbad Eugénie-les-Bains, 100 Kilometer entfernt. Heute lassen sich "Les Maisons Marines" direkt buchen, über ausgewählte Seiten.

Die Häuser am Meer sind fast 160 Jahre alt, errichtet als Jagdlodge des Barons Charles Boulart, cremeweiß und rot gestrichen. Kapelle, Bootshaus, ein koloniales Hauptgebäude, in dem gegessen wird, zwei Chalets zum Schlafen. Ein Butler, ein Koch, höchstens vier Gäste.

Eingerichtet hat das Anwesen Guérards verstorbene Frau Christine, und zwar bis ins Detail: Ölbilder, persische Teppiche, asiatische Antiquitäten, Himmelbetten, weiße Kachelöfen, blassblaue Wände. Die Häuser sind auf Monate ausgebucht. "Es gibt viele Verrücktheiten auf der Welt", sagte Christine Guérard einmal. "Dies ist unsere."

Insidertipp
Alles ist lässig, aber das Essen wird ernst genommen: Silberbesteck, mit Hummer bestickte Servietten, am Kamin. Zum Seeteufel gibt es Weißwein vom Gut des Hausherrn, Chateau de Bachen. Seinen eigenen Armagnac macht er auch, auf dem Château de Sandemagnan.

Info
Chalet ab 1000 Euro - mit Butler, Tee, Dinner, Privatkoch, Bootsausflug. Mindestaufenthalt: drei Nächte. www.artoftravel.de 

In der Luxuslodge ist man allein am Strand – und gefühlt auch auf der Welt

In der Luxuslodge ist man allein am Strand – und gefühlt auch auf der Welt

"The Drisco", Tel Aviv: Pilgerhaus der ersten Stunde

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Feine Pilgerstätte: "The Drisco" in Tel Aviv

Foto: Adva Barram Photographing Architecture

Lange hatte Jerusalem die besten Häuser: das King David, das American Colony. Tel Aviv ("Frühlingshügel") war das moderne Gegenstück, Israels Boomtown in den Dünen. Bis heute ist die "Nonstop City" mit der höchsten Start-up-Dichte pro Einwohner (nach Silicon Valley) eine junge, vibrierende Metropole am Meer - mit bunten, die Jahre gekommenen Hotels. Und in Jaffa wollte schon gar keiner wohnen, nur Künstler zogen die mehr als 4000 Jahre alten engen Gassen, die schäbige Gegend um den Flohmarkt. Heute gilt das arabische Hafenviertel mit Bars, Cafés, Boutiquen als heißeste Adresse der Stadt.

Wer kann, kauft sich ein - oder öffnet ein Hotel. Wie das "Setai" - in der Festung aus dem 12. Jahrhundert, einst ein ottomanisches Gefängnis, saß noch Adolf Eichmann ein, seit vergangenem Jahr ein Fünfsterne-Haus mit Infinity-Pool am Meer und den teuersten Preisen pro Nacht: 500 Euro. Dem "The Jaffa Tel Aviv", einem Krankenhaus aus dem 19. Jahrhundert, und seinen Residenzen verpasste Londons Stararchitekt John Pawson minimalistischen Schliff unter Bögen aus der Kreuzfahrerzeit.

Viel spannender aber ist ein ganz anderes Hotel zwischen Jaffa und dem Bauhaus-Viertel Neve Zedek, klein, fein, 42 Zimmer, zwei Gebäude, ein Name: "The Drisco", Israels neustes Leading Hotel of the World. Das Pilgerhaus der ersten Stunde liegt in der berühmten American Colony, zehn Minuten vom Strand entfernt. 1866 haben es zwei Brüder aus Maine, John und George Drisco, christliche Missionare gebaut. Viel Glück hat es ihnen nicht gebracht. Verschuldet verkauften sie es einem deutschen Kaufmann, Templer, glühender Patriot aus Schwaben. Ernst Hardegg öffnete es 1870 als "Hotel Jerusalem".

Wer in Jaffa landete, in die Heilige Stadt wollte, schlief erstmal hier: Mark Twain, Karl May und 1898 das Gefolge von Wilhelm II. Der deutsche Kaiser ruhte lieber nebenan bei Baron Ustinov. Nach Hardeggs Tod wurde sein Hotel Zufluchtsort für Juden aus Europa, 1940 Hauptquartier der britischen Armee, dann verfiel es. Zwölf Jahre hat es die Sun Holding Group renoviert - für fast 30 Millionen Euro. Vieles erhalten: die 150 Jahre alte Treppe, Wandmalereien, eine Kopie des Jerusalem-Ölbilds eines deutschen Malers, den Hotelier Hardegg dafür zweimal am Tag essen ließ, hängt wieder am alten Platz im Restaurant.

Zada heißt es nun, serviert Küche wie zu Sultans Zeiten. Von der Terrasse der teuersten Suite ("Drisco", 686 Euro) sieht man das Meer. Von "biblischer Einfachheit" und "evangelischer Reinlichkeit" fehlt jede Spur. Allein der Lüster der Lobby: Tropfen aus hellblauem Glas, mediterran und licht. Modernes Design in jedem Raum, orientalische Fliesen, Marmor, Kosmetik von Zeilinski & Rozen, Balkone - mit Blick auf Jaffa, das Meer oder den grünen Innenhof. Tel Avivs schönstes Hotel leuchtet sonnengelb. Fast hat man vergessen, wo man ist.

Insidertipp
Das beste Hummus der Stadt gibt Abu Hassan aus, bis nichts mehr da ist (etwa 14 Uhr; Ha-Dolfin Street 1, wie alle einreihen in die Schlange). Abends ins feine "Dallal" (dallal.co.il ) in Neve Tzedek oder ins türkische It-Lokal "Onza" (www.onza.co.il ) - und jeden Freitag um 10 startet eine Bauhaus-Tour, zwei Stunden, 20 Euro, Dizengoff 77 (www.bauhaus-center.com ).

Info
"The Drisco", DZ mit Meerblick ab 387 Euro, Norton Suite ab 486 Euro, Tel Aviv, 22 km zum Flughafen. www.lhw.com 

Luxusresort "Seven Pines": Neues von der Partyinsel auf Ibiza

Pool-Position: Im eigenen Becken vor der Suit oder lieber mit den anderen, aber dafür mit Aussicht? Ein Luxusproblem.

Pool-Position: Im eigenen Becken vor der Suit oder lieber mit den anderen, aber dafür mit Aussicht? Ein Luxusproblem.

Im Sommer fallen wieder alle ein, dann wird es auf der Partyinsel der Balearen heiß, teuer - und voll. Der neueste Place to be auf dem Hipster-Eiland: Das Luxusresort "Seven Pines, 186 Suiten auf einer Klippe im Pinienwald an der Westküste zwischen den Stränden Cala Conta und Cala Codolar - mit freiem Blick auf den Es-Vedrà-Felsen.

Kleine Buchten, Felsen, Wälder, Einsamkeit - das "Seven Pines" bietet alles, was den Zauber Ibizas früher einmal ausmachte. Die Zimmer: viel Holz, viel Weiß, mit Blau- und Grüntönen, Kissen, Vasen, eleganter, gehobener Boho-Chic. Die teuersten Cliff-Suiten haben einen eigenen Pool, es gibt einen Barbecuemeister und Bartender (auf Wunsch). Dabei ist schon der Infinity-Pool für alle eine Wucht. 74 Millionen Euro hat der Umbau des 70er-Jahre-Hotels zum sahneweißen Villenresort verschlungen.

Das Projekt angestoßen haben Jörg Lindner und Kai Richter (Ex-Betreiber des Nürburgrings) mit ihrer Düsseldorfer Investmentfirma 12.18. Die ist darauf spezialisiert, alte Ferienimmobilien wie "Schloss Fleesensee", den "Alten Gasthof Sylt" und derzeit ein Golf-Castle nahe Edinburgh aufzumöbeln.

Cliff-Suite mit eigenen Pool

Cliff-Suite mit eigenen Pool

Zu dem Ibiza-Investment gehören auch zwei Restaurants und zwei Bars. Es gibt also wenig Grund, das Gelände zu verlassen. Wen es trotzdem auf die Partymeile zieht oder wer den Hippies lauschen will, wie sie am Strand von Benirràs in den Sonnenuntergang trommeln, wird mit der hoteleigenen Pershingjacht hingeschippert.

Insidertipp
Wem es im "Seven Pines" dann doch zu still wird, der kann auf dem Hippiemarkt Las Dalias shoppen, auf der Dachterrasse des "Cotton Beach Club" zu Abend essen, ins "Pastis" einkehren oder einen Tisch im Boho-Chic-Restaurant "Lamuella Ibiza" in San Lorenzo reservieren.

Info
DZ ab 590 Euro die Nacht, www.lhw.com 

"Lakeside": Ein Dinner im teuersten Hotel der Hansestadt

100 Millionen Euro, mindestens, hat der Speditionsunternehmer Klaus-Michael Kühne (80) in sein Lieblingsprojekt "Fontenay" gesteckt. Es ist jetzt das teuerste Luxushotel Hamburgs, mit Zimmerpreisen bis 9000 Euro, und alles ist genau so, wie Kühne es haben will.

Fotostrecke

"The Fontenay": Hamburgs neues Fünf-Sterne-Superior-Haus

Foto: picture alliance / Christian Charisius

Auch der Koch. Nachdem der Multimilliardär bei Cornelius Speinle (31) in der Schweiz gegessen hatte, holte er ihn ins hoteleigene Gourmetrestaurant "Lakeside", oben im siebten Stock des extravagant geschwungenen Baus. Speinle ist ein Ausnahmetalent: Er kochte bei Heston Blumenthal im "Fat Duck", hatte mit 27 den ersten Stern und wurde vom Gault-Millau 2015 zur "Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz" gekürt.

Die Erwartungen des Hausherrn sind riesig: Das "Lakeside" soll das beste Restaurant der Stadt werden.

Miyasake Rind Gai Lang Aubergine Ponzu Dashi

Miyasake Rind Gai Lang Aubergine Ponzu Dashi

Kulinarisch geht es einmal um die Welt: Gänseleber mit Kaffee, Kaisergranat mit Jalapeño und Chorizo, gefrorene Perlen aus Crème fraîche und irischen Austern über Kaviar, Lardo und Garnelen aus der Förde, Wagyu-Beef (kl. Foto unten) mit Ponzu (Zitrussojasoße), Aubergine und Gai Lan (chinesischer Brokkoli).

Weltläufig ist auch die Weinkarte von Stefanie Hehn (32). Die Fränkin wird in London zur Master Sommelière ausgebildet: viel Südafrika, Chile, USA, Australien, Neuseeland, passend zur Hansestadt Hamburg. Wie auch das Interieur: weiße Tischdecken, heller Teppich - schlicht wie im Speisesaal eines Luxusliners. Nur der Blick über die Alster lenkt vom Essen ab.

Video-Gruß aus der Küche

Exklusiv für manager-magazin.de hat Cornelius Speinle neue Küchengeräte getestet - vom Hot Dog Maker bis zum Steakreaktor.

manager-magazin.de

Insidertipp
Bester Ort des "Fontenay": die Spa-Liegen, halbrund angeordnet, durch weiße Vorhänge getrennt, zwischen Sauna und dem schmalen, nicht überwarmen Pool. Morgens auf dem Dach ins Freie schwimmen, die Sonne über der Alster. Schöner kann man in Hamburg nicht den Tag beginnen.

Info
Acht-Gänge-Menü abends ab 165 Euro, Weinbegleitung 114 Euro. thefontenay.de/restaurants-bar/lakeside-restaurant 

"Single Thread Farms": Wie zu Hause, nur das Essen ist besser

"Single Thread Farm", Healdsburg: Japan-Feeling mitten in Kaliforniens Weinbergen

"Single Thread Farm", Healdsburg: Japan-Feeling mitten in Kaliforniens Weinbergen

Draußen erstrecken sich Weinberge und Obstplantagen: das Sonoma Winecounty, 100 Kilometer nördlich von San Francisco. Drinnen trifft Japan auf Skandinavien: Papierlampen und Kirschholz werden kombiniert mit hellgrauen Sofas und erzeugen eine warme, behagliche Atmosphäre. Und beim Essen wird Japan mit Kalifornien fusioniert.

Im Dezember 2016 hat Kyle Connaughton eröffnet und schon zwei Michelin-Sterne - so schnell ist das noch keinem gelungen. Der Koch, Dreitagebart, Anfang 40, hat auf der japanischen Insel Hokkaido gelernt und im experimentellen "The Fat Duck" von Heston Blumenthal in Bray bei London gearbeitet. Was er immer wollte: ein eigenes Restaurant in Kalifornien. Das hat er jetzt.

Home-Base Im "Single Thread" fühlt man sich so behaglich wie zu Hause im Wohnzimmer. Nur das Essen ist besser.

Home-Base
Im "Single Thread" fühlt man sich so behaglich wie zu Hause im Wohnzimmer. Nur das Essen ist besser.

Jedem Gast, der durch die Tür kommt, drückt er erst mal eine Tasse grünen Tee in die Hand. Mit dabei: seine Frau Katina. Die beiden kennen sich seit der Schulzeit in der Nähe von L.A. Sie ist Botanikerin, kümmert sich um Gewächshaus und Kräutergarten und führt das Restaurantteam. Er kocht: Austern mit Ananas, Entenstopfleber mit Steckrüben, in der Tajine gegarten Kabeljau, neuseeländischen Ora-King-Lachs, der am Tisch über Kirschblüten geräuchert wird, Black-Sugar-Eis mit Apfelpüree und Kürbiskuchen.

Der Service folgt der japanischen Philosophie des Omotenashi. Der Gast wird nicht wie ein Kunde behandelt, sondern wie ein Freund, der zu Besuch ist. Da schmecken die erstklassigen Speisen gleich noch ein bisschen besser.

Insidertipp
Besuchen Sie vor dem Dinner das nahe gelegene Weingut Unti, wo Mick Unti und sein Vater George für Kalifornien untypische, meist italienische Rebsorten anbauen. Sie probieren sich durch Sangiovese und Co. - für zehn Dollar. www.untivineyards.com 

Info
Das Menü kostet 295, die Weinbegleitung 185 US-Dollar. Zur Farm gehört ein Inn mit fünf Zimmern (Relais & Châteaux), DZ ab 800 US-Dollar. www.singlethreadfarms.com 

Michael Ortmanns

"Villa Samadhi": Gartenoase in Malaysias Boomtown

Nah am Wasser gebaut: "Villa Samadhi", Kuala Lumpur

Nah am Wasser gebaut: "Villa Samadhi", Kuala Lumpur

Foto: Samadhi Retreats

Expats schätzen "KL" als das New York Südostasiens. Kuala Lumpur, die tropische Megacity aus Glas und Stahl, ist nicht so aufgeräumt und proper wie Singapur, aber ebenso dynamisch. Insbesondere die vielfältige Delikatessenszene erinnert an den Big Apple: Das Streetfood auf dem Nachtmarkt in der Jalan Alor gilt als Gourmettipp. Kaum eine Luxushotelkette fehlt hier noch. Demnächst eröffnen in der Nummer zehn der meistbesuchten Städte der Welt noch ein Four Seasons, ein Banyan Tree und ein W.

Das Interieur: ein Hauch altes Asien.

Das Interieur: ein Hauch altes Asien.

Foto: Samadhi Retreats

Ruhiger und grüner übernachtet man jedoch in der "Villa Samadhi", dem wohl schönsten Boutiquehotel von KL. Es liegt mitten im Botschaftsviertel Ampang mit seinen Zinnbaronvillen, Bauhaus-Bungalows und Kolonialbauten des britischen Militärs. Man hat von hier einen Blick auf die Skyline und hört trotzdem noch Vögel zwitschern.

Die "Villa Samadhi" ist auch acht Jahre nach ihrer Eröffnung noch ein Geheimtipp. Ein winziges Schild, ein Bambustor - mehr deutet nicht auf sie hin. Die 21 Zimmer haben zumeist Poolzugang, Holzleitern führen ins Wasser. Im Teich schwimmen Koi-Karpfen und Schildkröten, das Restaurant ist nur für Hotelgäste. Laternen, dunkles Holz und Antiquitäten, ein Hauch altes Asien. Abends brennen überall Kerzen.

Federico Asaro, der Besitzer, ist Buddhist - und Selfmademan. Mit 20 gab er Tauchkurse, heute gehören ihm Luxushotels und Restaurants wie etwa das "Tamarind Springs", 15 Minuten entfernt, im Regenwald. Indochinesische Küche im Baumhaus, alles offen, rote Lampions, man hört die Affen - Dschungelspeisung de luxe.

Insidertipp
Schönster Blick für einen Drink abends: in der "Sky Bar" des "Traders Hotel", 33. Stock, gegenüber den Petronas Towers. Am Pool sind Europäer fast unter sich. Zur Villa dann besser zu Fuß zurück. Sonst hockt man zur Rushhour eine Stunde im Taxi - oder sogar zwei.

Info
DZ 145-300 Euro (700-1500 Ringgit); www.villasamadhi.com.my 

Zu Gast im "Nobis", Kopenhagen: Hinreißende neue Designoase

Altes Gemäuer, puristisch aufgefrischt: Das "Nobis" ist die neue Designoase in der dänischen Hauptstadt.

So geht Hygge: Im alten Konservatorium schafft das "Nobis" mit modernen Farben und Design typisch dänische Gemütlichkeit

So geht Hygge: Im alten Konservatorium schafft das "Nobis" mit modernen Farben und Design typisch dänische Gemütlichkeit

Allein schon die Farben machen das "Nobis Copenhagen" zur neuen Designoase der Stadt: beruhigendes Wolkenblau kombiniert mit Grüngrau, viel Weiß und Beige. Die Zimmer haben selbst in der einfachsten Kategorie alles, was man braucht: ein mächtiges Bett, Hocker und Schreibtisch mit hellem Leder bezogen, den Kultstuhl CH25 von Carl Hansen, Eichenparkett, hohe Decken, Flügelfenster. Zum Flughafen sind es nur 20 Minuten, 5 zum Bahnhof und in den Tivoli. Zentraler kann man nicht wohnen, und schöner derzeit auch kaum.

Früher haben in dem Haus von 1903, einst das "Königlich Dänische Konservatorium", Musikstudenten geübt, heute stehen für die Fünfsternegäste rote Leihräder vor der Tür. Das erste dänische Haus der schwedischen Nobelkette wirkt schlichter als jenes in Stockholm. Passend zur Stadt eben.

"Nobis" in Kopenhagen

"Nobis" in Kopenhagen

Das Bad ist in Marmor gekleidet, in jedem Raum liegen schwarzweiße Teppiche in Gewitteroptik von Kasthall: In Kopenhagen regnet es oft und heftig. Da mag man das hauseigene Restaurant "Niels" nach dem Frühstück kaum verlassen. Höchstens für eine kurze Walking-Tour in die Hippie- und Kifferoase Christiania oder eine Kuchensause in der Konditorei "La Glace" und den Besuch der Nikolaj-Kunsthalle.

Wer dann klatschnass zurückkehrt, will nur noch eins: liegend aus dem Fenster auf den schönsten Ort der Stadt blicken: die Glyptothek mit Wintergarten, griechischen Göttern und Goldfischbrunnen im Palmenhain. Licht, grün, warm, so dämmert es sich stilvoll weg.

Insidertipp
... kommen ab Februar, wenn das Kultrestaurant "Noma" wieder aufmacht, vor seiner langen Pause jahrelang Nummer eins der "50 Best"-Liste. Neue Location: ausgerechnet die antikapitalistische Freistadt Christiania, das härteste Viertel der Stadt. Der Hype ist schon jetzt riesig: noma.dk/reservations 

Info
DZ ab 215 Euro. www.designhotels.com 

"Leiper's Attic", Glasgow: Steaks und Jazz satt in Schottlands Food-Kathedrale

Sakraler Saal: Im Restaurant auf dem Dachboden fühlt man sich wie in der Kirche

Sakraler Saal: Im Restaurant auf dem Dachboden fühlt man sich wie in der Kirche

Foto: Kathi Kamleitner/watchmesee.com

Langsam spricht sich auch jenseits der schottischen Highlands herum, dass Glasgow mehr ist als nur Industrie- und Arbeiterstadt. Die prächtige Universität kann es fast mit Hogwarts aufnehmen, und die Klubs im eleganten West End sind beinahe so versnobt wie in London Mayfair.

Das Abendmahl: perfekte Steaks

Das Abendmahl: perfekte Steaks

Foto: Kathi Kamleitner/watchmesee.com

Das neueste Restaurant, von dem alle schwärmen, heißt "Leiper's Attic" und liegt auf dem Dachboden der Dowanhill Church, 1865 gebaut vom Architekten William Leiper. Das Gotteshaus wurde zum Theater- und Konzertsaal umfunktioniert, Comedians treten auf, Grandmaster Flash und Amy Winehouse haben im "Cottiers" schon gespielt. Ein magischer Ort, auch dank der bunten Glasfenster von Daniel Cottier, der später in New York für die Vanderbilts gearbeitet hat.

Zum Restaurant gelangt man über eine Wendeltreppe. Goldene Decke, alte Kirchenstühle, Kerzen, leiser Jazz. Das "Leiper's Attic" ist Glasgows beste Adresse für Steaks, Wild und Seafood. Der Starter ist gleich das erste Highlight: per Hand gesammelte Jakobsmuscheln von der schottischen Küste mit einem Hauch Bowmore-Whisky. Perfekt gebraten, mit feiner Zitrusnote, der Meeresspargel. Die meisten aber kommen wegen der Dry-Aged-Steaks vom Grill, mit Pfefferkorn-Brandy-Soße, saftig, klassisch, gut.

Fürs Weiterziehen durch die Nacht hat in der Nähe (67 Old Dumbarton Road) die Bar "The Drugstore Social" aufgemacht, in einer alten Apotheke. Die Cocktails heißen hier "Prescriptions" und werden aus Kräutern und Blumen gemixt, wie der "Inhaler". Cheers!

Insidertipp
Übernachten im "Prestonfield House", dem schönsten Hotel Edinburghs, eine Stunde entfernt. Ein altes Herrenhaus in großem Garten, ein Traum in Rot, jeder Raum mit Kamin. Die Fahrer im Kilt. Silvester dürfen Gäste Freunde einladen.

Info
"Leiper's Attic", Montag, Dienstag geschlossen. Menü ab 45 bis 220 Euro; www.leipersattic.com 

Wo Porsches neben Treckern parken: Im "Huus" wird die Welt zum Dorf

Stilvoll runterkommen in den Schweizer Bergen.

Stilvoll runterkommen in den Schweizer Bergen.

Foto: Mark Nolan

Der Name passt. Von außen wirkt das "Huus" mit seinen Balkonen fast klobig, innen jedoch sieht das Skihotel aus, wie eine Herberge in modernem skandinavischen Design eben auszusehen hat: heimelig und cool. Große Fenster, dunkle, warme Töne (Pflaume, Moos, Bronze, Grau, Gold), Leder, Holz, Glas, Karowolldecken.

Home away from home: Im "Huus" fühlt man sich wie zu Hause. Und die Kinder kann man im Internat um die Ecke abliefern.

Home away from home: Im "Huus" fühlt man sich wie zu Hause. Und die Kinder kann man im Internat um die Ecke abliefern.

Foto: Mark Nolan

2015 kaufte der Private-Equity-Investor Marwan Naja (Miteigentümer der internationalen Privatschule Surval Gstaad), ein gebürtiger Libanese, das angestaubte Steigenberger-Hotel gemeinsam mit dem Tiroler Hotelier Günter Weilguni für rund 26 Millionen Franken. Weitere 12 Millionen Franken kostete der Umbau.

Zum Versacken lädt schon die Lobby ein mit ihren 500 Büchern, dem Kamin, orangeroten Sofa und der deckenhohen Bar. Durch die bodentiefen Fenster hat man einen grandiosen Bergblick. In jedem Zimmer hängt ein Rucksack mit Trinkflasche und Fernglas. Ein "Mountain Concierge" wählt die Skiausrüstung vor Ort aus, zwei Range Rover stehen bereit: Glacier 3000, das schneesichere, anfängerfreundliche Skigebiet, liegt 30 Minuten entfernt.

Woanders mögen die Berge markanter und der Après-Ski wilder sein, in Gstaad ist es dafür umso romantischer. Kein Chalet darf mehr höher als drei Stockwerke gebaut werden, es gibt so viele Kühe wie Einwohner, neben den Porsches parken die Traktoren. Vor allem im Februar, wenn der globale Geld- und Hochadel seine Zöglinge von den nahegelegenen Privatschulen abholt. Dann wird die Welt in Gstaad zum Dorf.

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Hotelsterne: So funktioniert die Vergabe

Foto: Jens Kalaene/ picture alliance / Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Insider-Tipp
"Refuge L'Espace": Gebirgslounge mit Rundblick auf 2860 Metern. Liegestühle mit Kuhfell am Abgrund, nur bei gutem Wetter, Holzofenapfeltarte mit Café Refuge (mit Whisky-Cream). Die Spezialität: Weichkäse mit Trüffelöl. www.refugelespace.ch 

Info
"Huus", 4-Sterne-Superior, DZ ab 324 Euro, Gstaad-Saanen, www.huusgstaad.com 

"Mother City": Kapstadt für Kenner

Foto: Mark Williams

Kunst, Design, wilde Strände, Weingüter - die "Mother City" ist bunter und lässiger denn je.

Die beste Zeit beginnt Mitte Januar. Vorher ist es am Kap zu voll, in den Schulferien drängen die Johannesburger alle an die Küste. Ab Januar ist dann richtig Sommer - und Kapstadt die schönste Stadt der Welt. Früher war meine Heimat am Tafelberg eine verschlafene Kleinstadt. Klar, es gab Camps Bay, aber weder Waterfront noch junge schwarze Künstler, weder Designer in Woodstock noch Observatory. Das hat sich geändert. Heute ist Kapstadt bunt, lässig, weltoffen, ständig macht etwas Neues auf.

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Mein perfekter Tag: Vier Tipps für Kapstadt

Foto: REUTERS

Am liebsten frühstücke ich bei "Melissa's" in der Kloofstreet, da habe ich lange gewohnt. Mittags esse ich gern Steak in Luke Dale-Roberts' "Shortmarket Club", immer noch "the place to be". Fühlt sich an wie ein Privatklub, ist aber lockerer und günstiger als sein Restaurant "Test Kitchen" (Rang 63 der Liste "The World's 50 Best Restaurants"). Von dort sind es nur acht Minuten zur Oranjezicht City Farm. Dort habe ich in den 60ern Rugby gespielt, heute bauen sie auf dem Areal Gemüse an. Der Markt ist fantastisch, man trifft ausschließlich auf Einheimische.

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Zeitz Museum in Kapstadt: Ein Hort für moderne afrikanische Kunst

Foto: AFP

Wer den Touristenmassen aus dem Weg gehen will, sollte zum Shoppen zum Cavendish Square; das Einkaufscenter von 1973 beherbergt 180 Geschäfte und ist viel günstiger als die Waterfront-Läden. Da muss man natürlich auch hin, schließlich hat Jochen Zeitz vor Kurzem das MOCAA dort eröffnet, das größte Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst. Wirklich beeindruckend. Den besten Blick über Kapstadt hat man von der Dachterrasse des Hotels "The Silo".

Michael Lutzeyer
Foto: Heinz-Peter Keeve

Michael Lutzeyer ist in Kapstadt aufgewachsen und Südafrikas Erfolgshotelier. Seine "Grootbos Lodge" in der Walker Bay gilt als eines der 100 besten Resorts der Welt.

Ein Tipp für Spirituosenliebhaber: die Woodstock Gin Company in der Albert Road, die brennt den Gin mit einem Hauch Fynbos, Rooibos und Honeybush. Fynbos wächst bei uns im Grootbos-Naturreservat. Der Gin schmeckt leicht blumig, sehr besonders.

Will ich den Kopf freibekommen, gehe ich zum Bloubergstrand. Der heißt so, weil der Tafelberg von dort im Dunst oft blau aussieht. Man kann stundenlang laufen, kilometerweit, und hat einen schönen Blick auf Robben Island, die Gefängnisinsel für die Apartheidgegner. Bei klarem Wetter ist der Track von der Lower Cable Car Station am Tafelberg über die Platteklip Gorge zum Gipfel zu empfehlen - zurück geht's mit der Gondel. Wer Pinguine gucken mit Weintrinken verbinden will, nimmt die R44 entlang der südafrikanischen Riviera, vorbei an Stony Point. Im Hemel-en-Aarde-Tal werden die besten Pinot Noirs gekeltert, bei Creation, Hamilton Russel oder Springfontein, einem der wenigen schwarzen Winemaker, Tariro Masayiti. Seine Chenin Blancs und Pinotages gewinnen immer wieder Preise.

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Michael Lutzeyer

Chinas Boomtown: Zu Gast in Shanghais teuerstem Hotel

Das Capella-Hotel in Shanghai

Das Capella-Hotel in Shanghai

Foto: PR

Die Hotelanlage mitten in Chinas Boomtown versprüht Pariser Flair der 30er Jahre.

Früher konnte man sie gar nicht schnell genug abreißen, heute gelten sie in Chinas Wirtschaftsmetropole Shanghai als wahrer Luxus: die Shikumen, die alten Häuser traditioneller Wohnstraßen, die man durch ein Steintor betrat. Mittlerweile eine echte Rarität.

Die Capella Hotel Group, gegründet von Ex-Ritz-Carlton-Boss Horst Schulze, hat nun gleich ganze Gassen aus den 30er Jahren zum teuersten Hotel Shanghais umgebaut. 55 Villen, jede mit Dachterrasse. Drei Etagen, viel Platz, wie ein Eigenheim auf Zeit. Mitten im französischen Viertel mit seinen grünen Alleen.

Le Comptoir de Pierre Gagnaire Main Dining im Capella-Hotel in Shanghai

Le Comptoir de Pierre Gagnaire Main Dining im Capella-Hotel in Shanghai

Den alten Wasserturm hat man stehen lassen und sich passend zur Gegend einen Kochstar der alten Welt geholt: Pierre Gagnaire mit seiner Fusionsküche: Hummerfrikassee orientalisch mit Couscous, Zimt, Rosinen, Krabbe mit Ananascarpaccio oder Terrine aus Auberginen wie frisch aus der Provence. Im Spa gibt es Massagen nach Mondzyklen.

Das Hotel trifft den Zeitgeist. In der 24-Millionen-Einwohner-Stadt, die jeden Tag greller strahlt, wächst die Sehnsucht nach Behaglichkeit, altem Glanz, Idylle. Im historischen Xuhui gibt es Lesemarathons, man trifft sich in der Bücherei des "Capella"-Hotels und in kleinen Buchhandlungen. Ein paar Kilometer weiter entsteht demnächst sogar ein neues Gewächshausviertel (Sunqiao Shanghai) mit Algen- und Fischtankfarmen, um Pak Choi, Grünkohl und Brunnenkresse zwischen den Wolkenkratzern anzubauen. Da passen französische Fauteuils durchaus ins Stadtbild.

Insider

Günstiger als im feinen hauseigenen "Le Comptoir de Pierre Gagnaire" speist man im "328" (das ist auch die Hausnummer), nur zwei Häuserblocks weiter in derselben Straße. Ein einfaches, aber sehr gutes chinesisches Restaurant; klein, meist voll, runde Tische in der ersten Etage, viele Einheimische.

Info

Villa ab 483 Euro - www.capellahotels.com/shanghai 

The House of Roosevelt: Der exklusivste Privatklub in Shanghai

"Roosevelt Sky Restaurant"

"Roosevelt Sky Restaurant"

Die Stadt bietet so viel Gutes, dass es nicht ohne Frühsport geht.

Der wohl exklusivste und beste Privatklub Shanghais ist "The House of Roosevelt". Direkt neben dem "Peninsula Hotel" am Bund gelegen, Hausnummer 27. Die dritte Etage dort ist nur für die rund 100 Mitglieder - darunter Größen wie Basketballlegende Yao Ming, aber auch viele Wirtschaftsbosse - reserviert. Ich bin wohl der einzige Nichtasiate in diesem Kreis. Wir treffen uns dort einmal im Monat. Das Haus hat den vielleicht größten Weinkeller in ganz China, aber auch edle Zigarren. Wer kein Klubmitglied ist, kann in den diversen Restaurants auf den verschiedenen Etagen des Hauses speisen oder in der "Sky Bar" auf dem Dach einen Drink nehmen und den beeindruckenden Blick auf Pudong genießen.

Rupert Hoogewerf

Rupert Hoogewerf gibt seit fast 20 Jahren mit seinem rund 300-köpfigen Team den "Hurun Report" heraus, Chinas Reichstenliste. Mit dieser Klientel geht er in Shanghai, wo er lebt, zumeist privatissime aus.

Quasi halb öffentlich geht es zu bei "Chef's Table". Das Haus liegt an der Ecke Huaihai Zhong Lu/Huating Lu. Man kann die Location für einen Abend oder zum Brunch mieten. Ebenso den Koch. Die Küche bestimmt der Mieter selbst: französisch, shanghainesisch, kantonesisch oder was auch immer. An die wenigen Tische passen maximal 15 Leute, der Vorteil: Man darf den eigenen Wein mitbringen. Das Lokal hat ebenfalls gute Weine zu vernünftigen Preisen, vor allem aber vorzügliches australisches Fleisch.

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Ranking: Die 25 besten Orte für digitale Nomaden

Foto: Vittorio Zunino Celotto/ Getty Images

Wenn ich mit meiner Frau und den drei Kindern am Wochenende lunchen gehe, entscheiden wir uns häufig für das "Yue 1525" im "New World Hotel" in der Dingxi Lu. Für mich ist dies eines der besten Dim-Sum-Restaurants, der Chef stammt aus Hongkong.

Shanghai ist eine anstrengende Stadt, schlechte Luft, wenig Grün. Manchmal fahren wir deshalb in die drei Autostunden entfernten Berge von Moganshan und übernachten dort im "Le Passage" oder im "Naked Castle". Nur 40 Minuten vom Zentrum entfernt gibt es bald noch eine andere grüne Oase - das "Amanyangyun Hotel", das Ende Oktober eröffnen wird. Der Besitzer ließ dafür Steine und Bäume aus einem Dorf in der Jiangxi-Provinz hierherkarren und hat ein kleines, ziemlich exklusives Villendorf errichtet. In einem der Restaurants feierte ich schon meinen Geburtstag.

Feiern, essen, trinken, rauchen - das ist Teil meines Jobs. Um trotzdem das Gewicht zu halten, mache ich fast jeden Morgen Sport. Wenn ich zu Hause in Shanghai bin, stehe ich früh auf und gehe gegen 6.30 Uhr zu einem Treffen von Frühsportlern, die sich unter dem Namen FitFam an mehreren Orten in der Stadt zusammenfinden. Auf dem Programm steht meist Laufen, aber auch Gymnastik oder Tai-Chi-Übungen. Das frühe Aufstehen diszipliniert. Ich gehe abends zwangsläufig früher ins Bett und trinke weniger. Was mir freilich nicht immer gelingt.

Tagestipps:

6.30 Uhr: Frühsport www.fitfamshanghai.com 
13.00 Uhr: Ausflug ins "Amanyangyun "
20.00 Uhr: Dinner im "Roosevelt Sky Restaurant "

Rupert Hoogewerf

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