Donnerstag, 23. Januar 2020

Designhotels in Österreich Außen Holz, innen Hui

Designhotels in Österreich: Urig war gestern
Hotel Krone/ TMN

2. Teil: Teurer Schick für junge Gäste

Unter den rund 65.000 Betrieben, die in Österreich mehr als eine Million Betten an Urlauber vermieten, wird die Anzahl der Vier- und Fünf-Sterne-Hotels größer. In absoluten Zahlen wurde das Angebot in Tirol, Salzburg und Wien am meisten ausgebaut, wie Holger Sicking, Statistik-Experte bei der Österreich Werbung, erklärt. Auch das Burgenland und Kärnten holten in diesem Bereich auf.

Zwar bedeutet das Label "Designhotel" nicht, dass es sich immer um ein teures Haus handelt. In der Regel sind die Preise aber zumindest gehoben. Dahinter steckt Kalkül. "Hoteliers, die eine jüngere und zahlungskräftige Zielgruppe ansprechen wollen, versuchen sich von dem angestaubten Image der Urigkeit und Alpenrosenzimmer abzuheben, indem sie ein Designhotel bieten", sagt Kirstges.

Andere bauen, wie sie schon immer gebaut haben - und mit dem Material, das besonders häufig vorkommt: Holz. Der Bregenzerwald ist so eine Region, in der gebaut wird wie schon vor Jahrzehnten. Dennoch reihen sich Hotels wie das "Rössle" oder das "Krone" in Au oder das "Hubertus" in Mellau nahtlos in die Liste der Designhotels ein.

Auch die überall aus dem Boden schießenden Chaletdörfer sind im Alpenschick gestaltet - und der kann immer anders aussehen. So kommt das "Bergwiesenglück" im Paznauntal puristisch und mit klaren Linien daher, während das "Prechtlgut" in Wagrain oder das "WNDRLX" im Pitztal bei seinen Chalets Anleihen an die traditionellen Häuser der Region nimmt.

Verena Wolff, dpa

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