Flughafen Berlin-Tegel Der einzig wahre Berliner Airport: Abschied von TXL

Am 8. November startete der letzte Flug von TXL. 1974 war der "Flughafen der kurzen Wege" in Berlin-Tegel eröffnet worden – und blieb viel länger in Betrieb als geplant. Ein Bildband würdigt den damals visionären Bau.
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Der Flughafen Tegel ist Geschichte: Am 8. November startete der letzte, der Abschiedsflug von TXL. Die Lizenz des Flughafens läuft dann im kommenden Mai endgültig aus. 1974 war der "Flughafen der kurzen Wege" eröffnet worden – und blieb viel länger in Betrieb als geplant. Ein Bildband, aus dem wir diese Bilder entliehen haben, würdigt jetzt den von den Stararchitekten Meinhard von Gerkan, Klaus Nickels und Volkwin Marg entworfenen, damals visionären Bau. Ursprünglich sollte der Flughafen maximal 2,5 Millionen Passagiere abfertigen. Aber ...

Foto: Götz-Werkfoto/Archiv Dobler Metallbau GmbH
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... es kam anders: Berlin brauchte den Flughafen, nach der Wiedervereinigung dringender denn je - und es wurden zuletzt bis zu 26 Millionen Passagiere pro Jahr. Die ursprünglich klare Formensprache des Flughafens mit dem zentralen Sechseck veränderte sich zu einem labyrinthischen Gebilde mit etlichen Anbauten.

Foto: Götz-Werkfoto/Archiv Dobler Metallbau GmbH
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Fast schon gemütlich: Das Terminal in den 70er Jahren, ...

Foto: Uwe Rau
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... das die eckige Formensprache der Bauten ...

Foto: Uwe Rau
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... auch im modularen Mobiliar aufgriff, das die Architekten ebenfalls selbst entwarfen. Die Ringform des Terminals schuf Platz für die Flugzeuge und verkürzte die Wege für die Passagiere. In der offenen Mitte des Sechsecks befand sich das Parkhaus zum nahtlosen Wechsel des Verkehrsmittels – die Verheißung grenzenloser Mobilität war damals noch ein unschuldiges Versprechen einer besseren, vernetzten Welt.

Foto: gmp Archiv
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28.000 Quadratmeter umfasste die überbaute Fläche, fünf Jahre lang wurde an Berlin TXL gebaut. Das rote Band war eine Reminiszenz an die Berliner Landesflagge.

Foto: Uwe Rau
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Visionärer Entwurf: Ein "Weltflughafen" sollte Tegel werden

Foto: Uwe Rau
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Die Verheißung der Mobilität: Die Fahrt bis zum Gate bedeutete eine direkte Verbindung vom Auto zum Flieger

Foto: Götz-Werkfoto/Archiv Dobler Metallbau GmbH
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Die TXL-Architekten: Klaus Nickels, Volkwin Marg und Meinhard von Gerkan (von links nach rechts)

Foto: Stark Otto Pressephotos Backcover
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Wie wennze fliechst: Eine bauliche Ikone ist der sechseckige Flughafen geblieben. Was jetzt aus Tegel wird? Die Corona-Krise brachte den Flugverkehr schon vor der Schließung nahezu zum Erliegen. Am Standort soll nun unter dem beibehaltenen Namen TXL ein neues Stadtquartier mit mehr als 5000 Wohnungen entstehen, neben einem Industriepark. Gründer, Studenten, Investoren, Industrielle und Wissenschaftler sollen hier zusammenfinden – selbst ein Hochschulgebäude soll im alten Terminal A integriert werden.

Foto: Uwe Rau
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TXL. Berlin Tegel Airport:
Gebundene Ausgabe, 248 Seiten, Park Books , 5. November 2020

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Foto: Landesarchiv Berlin