Mittwoch, 18. September 2019

Luxussafaris in Botsuana Mit Champagner und Himmelbett in die Savanne

Luxussafaris in Botsuana: Sektfrühstück mit Zebras
TMN

2. Teil: 10.000 Dollar pro Nacht

Neben der Ausstattung spielt aber auch die Lage eine entscheidende Rolle. Denn viele Camps liegen an strategisch günstigen Orten für Tierbeobachtungen - teils mitten in Naturschutzgebieten, zu denen andere Reisende manchmal gar keinen Zugang haben.

"Heute geht es vorrangig nicht um den goldenen Wasserhahn, sondern das besondere Erlebnis während einer Reise", erklärt Airtours-Chef Boehnke das Konzept. "Zum Beispiel, von der privaten Terrasse aus Tiere beim Trinken am Wasserloch zu beobachten." Lucy Lopez, Pressebeauftragte bei Wilderness Safaris, einem der größeren Anbieter von Reisen im gehobenen Segment, stellt "Abgeschiedenheit, Komfort und Privatsphäre" als Kennzeichen der Übernachtungsmöglichkeiten dar.

In manchen Camps gibt es zum Beispiel nur drei oder vier Einheiten und damit nur wenige andere Urlauber, mit denen man sein Naturerlebnis teilen muss. Vor ganzen Jeep-Ladungen voll mit weiteren Touristen, die auch auf der Jagd nach den Big Five sind, ist man dank der teilweise schwer zugänglichen Unterkünfte sowieso verschont. Viele Kunden sind laut Airtours Familien mit nicht mehr ganz kleinen Kindern, die das außergewöhnliche Reiseerlebnis suchen und nicht auf einen gewissen Komfort verzichten wollen.

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"Die Nachfrage im Luxusbereich geht weg vom reinen Beobachten in luxuriöser Umgebung hin zu mehr Engagement und dem Willen, etwas zurückzugeben", ergänzt Lopez. Darum stehen auch kulturelle Begegnungen mit lokalen Gruppen und Ethnien vermehrt auf dem Programm.

Das Ganze hat natürlich seinen Preis. "Zwischen 3000 und 30.000 Euro pro Person ist alles möglich", sagt Boehnke. An- und Abreise nicht mitgerechnet. Und nach oben hin ist sowieso alles offen. So sind 1000 US-Dollar pro Person und Nacht im Doppelzimmer keine Seltenheit, in der Hochsaison auch mehr. Wer ein Zimmer in einer Safari-Villa mietet, muss dafür auch mal 10.000 Dollar pro Nacht oder mehr hinlegen.

Dafür können Gäste per Charter-Flug anreisen und haben ihren persönlichen Guide, der nach Lust und Laune zu Ausflügen mit dem Jeep bereitsteht. Und das ist nicht das Ende der Fahnenstange. Richtig exklusiv wird es, wenn bei den Preisen nur "auf Anfrage" steht.

Julia Ruhnau, dpa

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