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Boomener Bettenbau: Wo weltweit die meisten Hotels entstehen

Foto: STEVE CRISP/ REUTERS

Tourismus Araber sind Weltmeister im Hotelbau

Die arabische Welt richtet sich auf ein florierendes Tourismusgeschäft ein. Ein aktuelles Ranking zeigt: Die meisten Hotelbauprojekte weltweit befinden sich in Dubai und Abu Dhabi, wo mehr als 160 neue Hotels geplant sind. Unter den Top Ten rangiert auch eine deutsche Metropole.

Hamburg - Der Hotelbauboom in den Vereinigten Arabischen Emiraten geht nach einem zwischenzeitlichen, durch die Finanzkrise bedingten Einbruch weiter. Derzeit werden in Dubai 97 Hotels mit mehr als 35.000 Zimmern gebaut oder geplant, teilt das Marktforschungsunternehmen Tophotelprojects in Scheeßel bei Hamburg mit.

Damit liegt das Emirat weltweit an der Spitze aller Städte, wenn es um Hotelneubauten geht. Auf Platz zwei folgt der Nachbar Abu Dhabi, wo 66 Hotels mit mehr als 21.000 Zimmern entstehen sollen. Zudem werden laut Tophotelprojects derzeit jeweils 14 Hotels in Saudi-Arabien und im Emirat Ras Al-Khaimah gebaut.

Aber auch in Deutschland baut die Hotellerie derzeit eifrig: Allein für Berlin listet die Datenbank 49 Hotelprojekte mit 10.000 Zimmern, die im Bereich der Tophotellerie angesiedelt sind. Damit belegt die Hauptstadt weltweit Rang drei.

10.000 neue Zimmer der Tophotellerie in Berlin geplant

"Wir erfassen in unserer Datenbank Hotels, die ein gewisses Investmentvolumen aufweisen und für Geschäftsreisende interessant sind", sagt Andreas Rohde, Sprecher von Tophotelprojects. Was als Firstclass- oder Luxushotel eingestuft wird, sei von Fall zu Fall unterschiedlich. "In Deutschland nehmen wir auch Designhotels mit zwei Sternen auf, zum Beispiel die Häuser der Motel-One-Kette oder das 25hours-Hotel in Frankfurt", sagt Rohde. "International geht es ab vier Sternen los."

Bundesweit seien 334 solcher Hotels in Planung, heißt es auf der Website von Tophotelprojects. Jedes zweite davon (knapp 53 Prozent) befinde sich im First-Class-Segment und zwölf Prozent erreichen Luxusstandard. Die Anzahl der zusätzlichen Zimmer beläuft sich auf 60.453.

Bemerkenswert ist zudem das Hotelbaugeschehen in Las Vegas: Insgesamt sind dort derzeit zwar lediglich 17 Projekte in Arbeit. Diese künftigen Herbergen kommen jedoch zusammen auf nicht weniger als 31.100 Betten - die Spielermetropole wird seinem Ruf als Standort gigantischer Bettenburgen wohl auch künftig gerecht.

cr/jus/dpa

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