Sonntag, 19. Mai 2019

Shoppingtour durch Barcelona Flüssiggold und Hanfschuhe

Barcelona: Tipps für den Shoppingtrip
Simone Lankhorst

2. Teil: Handgefertigte Hanfschuhe für 80 Euro

Auch wenn der Geschmack unvergesslich bleibt, als edles Souvenir besser geeignet ist eine Flasche Olivenöl aus Ana Segovias Laden mit dem passenden Namen " oroliquído", flüssiges Gold. In einer Nebenstraße der Rambla verkauft die Katalanin ausschließlich Olivenöl bester Qualität, und hat damit eine Marktlücke getroffen. Als sie vor fünf Jahren öffnete, gab es noch keinen einzigen Laden in Barcelona, der sich auf Olivenöl spezialisiert hatte. "Heute gibt es zwei, drei", sagt sie mit einer wegwerfenden Handbewegung. Fünf Euro kostet ein Fläschchen des günstigsten, 130 Euro ein Fläschchen der teuersten Sorte, extra vergine aus den Früchten von 1000 Jahre alten Olivenbäumen gewonnenes Öl.

Überraschend günstig dagegen, obwohl handgefertigt, ist das modische Markenzeichen Barcelonas: Ein Paar Espadrilles von "La Manual Alpagatera". Das Traditionsgeschäft an der Carrer Avinyó 7 stellt seit rund 70 Jahren die charakteristischen Hanfschuhe her, die sogar der vorherige Papst trug. Johannes Paul II. ließ sich seine Espadrilles in den Vatikan liefern, die Hollywoodstars schauen gerne auch persönlich vorbei.

"Penelopé Cruz war schon hier, Jack Nicholson, Jean-Paul Gaultier und Tyra Banks", zählt Verkäuferin Johanna Sanchez auf, hinter der sich bis zur Ladendecke in verschiedenen Fächern geflochtene Schuhsohlen in allen Größen stapeln. Preislich geht es los bei neun Euro für ein paar einfache, flache Slipper mit Leinen- oder Baumwollspann. "Die kaufen Männer gerne, weil sie gemütlich sind", sagt Johanna Sanchez. Die Variante mit Keilabsatz und rotem Samt, welche sich die Hollywooddiven gerne zulegen, kostet bis zu 80 Euro, was für hand- und maßgefertigte Schuhe immer noch erstaunlich preiswert ist.

Der Hafen mit seinen vielen Restaurants und der gepflegte Stadtstrand sind von hier aus nicht mehr weit. Die Shoppingtour bei Sangria und Tapas am Meer ausklingen zu lassen - es gäbe Schlimmeres. Wer es "chilliger" mag, dem empfiehlt sich ein eisiger Barbesuch: Bei minus sieben Grad serviert das Personal der " Ice Bar Barcelona", die aussieht wie ein riesiges Iglu, Cocktails in Gläsern aus Eis. Eine silberne Thermojacke wird gestellt.

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