Tourismus 2010 Deutschland so gefragt wie nie

Deutschland ist als Urlaubsland bei ausländischen Touristen so beliebt wie noch nie. Erstmals zählte die Toursismusbranche mehr als 60 Millionen Übernachtungen in einem Jahr. Die Fußball-WM der Frauen soll in diesem Jahr dafür sorgen, dass der Ansturm der ausländischen Touristen anhält.
Urlaub an der Ostsee: Die Zahl der ausländischen Touristen wächst im Vergleich zu Gesamteuropa überproportional

Urlaub an der Ostsee: Die Zahl der ausländischen Touristen wächst im Vergleich zu Gesamteuropa überproportional

Foto: Stefan Sauer/ dpa

Berlin - "Im abgelaufenen Jahr 2010 wurde erstmals die historische Marke von 60 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste durchbrochen", erklärte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle in einer Mitteilung der Deutschen Zentrale für Tourismus vom Mittwoch.

Auch die Aussichten für das laufende Jahr sieht die Branche positiv. Dazu sollten im besonderen internationale Großveranstaltungen im Lande, wie die Frauen-Weltmeisterschaft im Fußball und die Veranstaltungen rund um den 125. Geburtstag des Automobils beitragen, sagte Petra Hedorfer, die Vorsitzende des Vorstandes der Tourismuszentrale. Ein realistisches Ziel sei nun, in den kommenden zehn Jahren die Marke von 80 Millionen Übernachtungen zu durchbrechen.

Seit zehn Jahren wächst der Zustrom ausländischer Touristen nach Deutschland gemessen an Gesamteuropa überproportional. Mit den aktuellen Übernachtungszahlen zählt Deutschland zu den beliebtesten Reisezielen von Ausländern auf dem alten Kontinent.

Mehr als 76 Prozent der Touristen kommen aus EU-Ländern

Einen starken Beitrag zu diesem Aufschwung leistete nach Brüderles Worten die mittelständische Tourismusindustrie. Nach ersten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr insgesamt 60,3 Millionen Übernachtungen in Deutschland von Gästen aus dem Ausland gezählt. Mehr als 76 Prozent davon entfallen auf Besucher aus anderen Ländern Europas.

Sowohl der Urlaubsreise- als auch der Geschäftsreiseverkehr entwickelten sich positiv. Der für den Tourismus zuständige Wirtschaftsstaatssekretär Ernst Burgbacher unterstrich: "Die Tourismusindustrie zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Deutschland."

Klaus Laepple, der Präsident Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft, ergänzte: "Der große Erfolg für das Reiseland Deutschland ist gleichzeitig ein deutliches Indiz für die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der deutschen und internationalen Reiseindustrie." Mit seinem breiten Urlaubsangebot habe Deutschland den Nachwirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise eindrucksvoll getrotzt.

mg/rtr
Mehr lesen über