Stadtsommer Überm Pflaster liegt der Strand

Zuhause bleiben und trotzdem an den Strand - das geht in den letzten Tagen des Sommers nicht nur in Küstenstädten und Metropolen. Auch kleinere Städte eifern dem Großstadttrend zu Strandbars nach. An Rhein, Mosel und Main versucht man sich am Karibik-Feeling, gern auch mit großzügigen Sandaufschüttungen.

Trier - Liegestühle, Wasserplätschern, Beachvolleyball und Strandbar: Dies klingt zunächst nach Urlaubszielen im Süden Europas, aber weit gefehlt: Die Mitgliedsstädte der Gemeinschaft "Historische Städte Deutschlands"  setzen auf Beachfeeling. Die letzten Sommertage lassen sich so in altehrwürdiger Kulisse vom Liegestuhl aus genießen.

In den neuen Großstadtoasen an Flüssen und Wasserläufen treffen alle Generationen aufeinander. Den originärsten Strand der Städtegemeinschaft hat die Hansestadt Rostock. Im Seebad Warnemünde gelegen, locken in den Sommermonaten Gastronomie, Spielaktionen, Strand und Meer. In der Yachthafenresidenz Hohe Düne liegt Käpt'n Blaubärs "Elvira" vor Anker - ein Kindertraum. Wenige Fußminuten entfernt lassen sich in der einzigen Seehundstation der Ostsee Robben beobachten.

Warnemünde und Potsdam haben etwas gemeinsam: Schalen-Bauwerke am Strand, wie der "Teepott" an der Ostsee und das einstige "Café Seerose" an der Havel - beides Werke des Architekten Ulrich Müther. In dem Potsdamer Café bietet heute die "Sandbar" Karibikfeeling. Innenstadtnah und am (im Volksmund als "Moschee" genannten) Wasserpumpwerk für Schloss Sanssouci gelegen, ergibt sich ein exotisches Gesamtbild.

Sand und Palmen mitten in Münster

400 Tonnen Sand und 30 Palmen formen in Münster den "Coconut Beach". Direkt im Hafenviertel am Wasser gelegen, mitten im neuen Szeneviertel der Stadt, locken Bands und DJs täglich Tanzwütige. Zahlreiche Bars, Cafés, Kneipen aber auch ein Jazz Club und das Wolfgang-Borchert-Theater locken in der Nachbarschaft Partygänger und Kulturinteressierte.

Die Kombination aus Strand, Wassersport und Kulturveranstaltungen ist charakteristisch für den "Rheinstrand" in Mainz. Nach dem Shoppen in der Altstadt kann man hier auf dem Rhein Jetski oder Wasserski fahren - und vielleicht auch die Wakeboards ausprobieren. Wenige Meter Luftlinie gegenüber erwartet ein Stadtstrand auf der Wiesbadener Seite alle Kurzurlaubswilligen. In Mainz-Kastel lockt ein Biergarten mit Strandbar und Blick auf die Schönborn-Bastion. Direkt daneben lässt sich im Wasser auf einem Schiff schlemmen und die romantische Mainzer Stadtkulisse genießen.

Trier, Deutschlands älteste Stadt, hat unmittelbar an der Mosel den BitSun-Beach. 3000 Quadratmeter feinster Sand mit Beachvolleyballfeld, Bars und Strandshops. Themenabende, Mottoparties und Studentenfeten bringen junges Leben an die Mosel. Die erreicht kurz vor der Mündung in Koblenz den "Statt-Strand" mit gut sortierter Cocktailbar.

Tango und Salsa tanzen kann man an der Löwenbrücke in Würzburg am Main. Was gibt es Schöneres, als die milden Sommernächte in bester Gesellschaft mit Blick auf die beleuchtete ehrwürdige Festung Marienberg und das Käppele von Balthasar Neumann zu genießen?

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