Freitag, 19. April 2019

Reisegepäck Harte Schale, leichter Lauf

2. Teil: "Besser gar nicht erst abschließen"

"Besser gar nicht erst abschließen"

"Besser gar nicht erst abschließen", empfiehlt Gaebges deswegen. Dann stellt sich allerdings das Problem, dass er schneller aufspringen kann. Das Risiko lässt sich mit einem zusätzlichen Koffergurt verringern: "Das hat auch noch den Vorteil, dass man seinen Koffer dadurch am Gepäckband leichter wiedererkennt."

Heavy Metal war gestern: Die neuen Metallkoffer, hier ein Modell von Rimowa, sind erstaunlich leicht
Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, sollte jedes Gepäckstück möglichst eindeutig gekennzeichnet sein, empfiehlt auch die Deutsche Lufthansa - zum Beispiel durch eine auffällige Farbe oder einen ins Auge fallenden Aufkleber. Sinnvoll ist der Fluggesellschaft zufolge aber auch ein Gepäckanhänger mit Namen und Telefonnummer - idealerweise vom Handy.

Die Gefahr, dass am Flughafen aufgegebene Koffer verschwinden, ist eher gering: "Das passiert nur sehr selten. Es gibt inzwischen sehr gute Tracing-Systeme für die Suche", sagt Gaebges. "Die allermeisten tauchen wieder auf." Nach Erfahrungen der Lufthansa werden 95 Prozent der verlorenen Koffer innerhalb von fünf Tagen wiedergefunden.

Vier Rollen für die Bequemlichkeit

Selbst bei robusten Koffern kann bei Flugreisen etwas kaputt gehen. "Es kommt immer wieder vor, dass mal ein Rad verloren geht oder ein Griff abreißt", weiß Gaebges. "In der Regel bekommt man bei Bedarf an den größeren Flughäfen aber Ersatzteile, meistens in der Halle mit der Kofferausgabe." Bei größeren Schäden sollte man die Fluggesellschaft informieren und den Schaden möglichst gleich nach der Ankunft am Zielort reklamieren.

Koffer mittlerer Größe sind nach Angaben des Bundesverbandes Lederwaren und Kunststofferzeugnisse in Offenbach derzeit verstärkt gefragt. Gründe seien die Zunahme der Zahl kürzerer Reisen sowie die Gewichtsbeschränkungen mancher Fluggesellschaften.

Bevorzugt werden Trolleys und Caddies. Letztere sind Koffer, die auf Rollen senkrecht stehend gezogen werden. Die Hersteller beobachten zudem einen Trend zu den Spinner genannten Koffermodellen mit vier Rollen, die sich noch bequemer bewegen lassen sollen. Weil auch Urlauber oft Laptops mitnehmen, werden laut dem Verband aber auch "Cabin Trolleys" und "Travelbags" mit abnehmbaren Laptoptaschen immer beliebter.

Andreas Heimann, dpa

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