Luxusreisen Im Heli mit Willy Bogner

Heli-Skiing in den Anden, eine Ballonfahrt über die Serengeti oder Luxusurlaub auf einer Privatinsel mit eigenem Butler. Für die schönste Zeit des Jahres greifen gut Betuchte gern tiefer in die Tasche. Für ihre zahlungskräftige Klientel haben sich Luxus-Reiseveranstalter auch in diesem Jahr eine ganze Menge Außergewöhnliches erdacht.

Hamburg - Wenn Roland Galka auf Reisen geht, sieht er die Welt mit ganz besonderen Augen: Der gelernte Wirtschaftswissenschaftler organisiert Luxusreisen der außergewöhnlichen Art und ist für seine Kunden ständig auf der Suche nach dem ganz speziellen Urlaubserlebnis: Von der exklusiven Villa auf der Privatinsel mit eigenem Butler über das Hotelbett mit Gletscherblick bis hin zur Ballonfahrt über die Serengeti.

Insgesamt geht der Trend den Luxusreiseanbietern zufolge ganz eindeutig hin zu mehr Privatsphäre. "Die Leute wünschen es sich noch intimer", sagt Galka. Nach dem Motto: "Hauptsache man hat seine Ruhe."

Aus diesem Grund haben einige Anbieter in diesem Jahr vermehrt Villen ins Programm genommen. Und damit beim Urlaub in der Luxusbleibe kein Selbstversorger-Feeling aufkommt, werden auf Wunsch der Butler und das Hauspersonal gleich mitgeliefert.

Auch die Anreise zu den oft landschaftlich atemberaubenden, aber dafür abgelegenen Villen lässt sich standesgemäß gestalten: So wartet auf viele Luxusurlauber schon direkt am Flieger die Limousine, die sie dann direkt in ihr Feriendomizil bringt.

Indochina im Trend

Bei den Zielen ist weiter ganz klar Indochina im Trend. Und, sagt Galka, "Südamerika kommt". Auch die klassischen Reiseziele im indischen Ozean, wie Luxusressorts auf den Malediven, sind nach den Worten von Marion Aliabadi vom Münchener Luxusanbieter Designreisen weiter gefragt. Zudem würden Marrakesch sowie Namibia und Botswana immer beliebter. Aber auch Spas und andere Wellnessangebote finden weiter ihre Interessenten.

Trend zu Natur

Trend zu Natur

Bei der Ausgestaltung der Domizile wird nach den Worten von Aliabadi immer mehr Wert auf Naturmaterialien gesetzt. "Natur ist der absolute Trend", sagt die Geschäftsführerin des Anbieters Designreisen.

Gefragt seien "besondere Orte, wo man sonst nicht hinkommt" - vom Hotel im Himalaya über die Privatinsel bis zum Eishotel in Reykjavíc. Für Landschafts- und Tierfans sind Flugsafaris über die Antarktis oder Alaska im Angebot oder Ballonfahrten über den Serengeti-Nationalpark.

Wer es statt am hauseigenen Pool zu dümpeln lieber aufregender mag, für den bieten Galkas Golden Tours in diesem Jahr zum ersten Mal auch eine Air-Rallye durch Kanada an. An der zweiwöchigen, für 25 Kleinflugzeuge konzipierten Tour mit Stationen unter anderem in Montreal und Quebec, können die Teilnehmer auf Wunsch auch mit ihren eigenen Flugzeugen teilnehmen.

MoMa bei Nacht

Für Kunstfans, die besonders großen Wert auf Intimität legen, hat Aliabadi seit diesem Jahr ein ganz besonderes Schmankerl im Programm: einen Besuch im Museum of Modern Art in New York - allerdings ohne Besuchermassen. Für den geschätzten Kunden öffnet das legendäre MoMa nach Feierabend noch einmal seine Tore und macht so einen Kunstgenuss der ganz besonderen Art möglich.

Einmal um die Welt im Privatflieger

Einmal um die Welt im Privatflieger

Die bislang teuerste Reise, die Galka nach eigenen Worten organisiert hat, war eine sogenannte Millionairs Tour. "Ein Trip einmal um die Welt im privaten Flieger", erzählt Galka. Abgestiegen werden sollte nur in den besten Hotels. Stattgefunden hat das Reisevergnügen für Millionäre dann allerdings nicht. "Da kam der 11. September 2001 dazwischen."

Für Skifans, die schon immer mal ein paar Schwünge in prominenter Begleitung machen wollten, hat Aliabadi eine Heli-Skitour in Chile im Angebot. Zusammen mit der Skilegende Willy Bogner können die solventen Teilnehmer morgens in den Anden über Pulverschnee gleiten, um sich am Nachmittag dann vom Heli zum Golf an die Pazifikküste fliegen zu lassen. Kostenpunkt des Ganzen: rund 17.000 Euro.

Wer es noch außergewöhnlicher mag und neben dem nötigen Kleingeld auch noch über jede Menge Kondition verfügt, der ist beim Action-Spezialisten Jochen Schweizer richtig: Neben Angeboten wie Baggerfahren und Snow-Kiten kann man hier auch eine Expedition zum Nordpol buchen. Kosten des Zehntagetrips für bis zu zwölf Survival-Willige: knapp 19.000 Euro.

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