Kenia-Reisen Luxus im Busch

Zahlreiche Farmbesitzer in Kenia haben ihre Anwesen zu feudalen Lodges ausgebaut - und begrüßen mehr und mehr internationale Gäste. Die genießen die edlen Suiten und den Rundum-Service inklusive Ballonfahrt, Kamelsafari und abendlichem Geleitschutz.
Von Marion Frahm

Sobald die Passagiere den grünen Garten, den Tennisplatz und die Gebäude inmitten der weiten Savanne aus der Luft erspähen, ist das Motorengeräusch der Cessna auch auf Ol Malo www.olmalo.com  zu vernehmen. Jetzt wird es Zeit, dass Colin Francombe den Landrover zum Airstrip schickt, um die Gäste abzuholen.

Rund eineinhalb Stunden Flugzeit liegen zwischen der kenianischen Hauptstadt Nairobi und dem Anwesen der Familie Francombe in Laikipia im kenianischen Northern Frontier District. Die Gebäude der ehemaligen Farm reihen sich auf wie Perlen am Klippenrand. Das blaue Wasser des Pools spiegelt sich im Sonnenlicht. Von hier geht der Blick über die magische Weite Afrikas.

In den Anfangsjahren dominierte auf Ol Malo die Rinderzucht. Riesige Viehherden grasten auf den Plains. Vor einigen Jahren gaben Rocky und Colin Francombe die Tierhaltung auf und widmeten die Flächen dem Umwelt- und Tierschutz. Seither finden sich am Fuße ihres Berges wieder regelmäßig Elefantenherden ein. Zur hautnahen Beobachtung der Dickhäuter ließ Colin einen geschützten Unterstand direkt im Tal errichten. Aber auch Bar, Pool und der üppig angelegte Garten, die Terrasse der eigenen Suite und sogar die riesige Badewanne bieten - in sicherer Entfernung - einen atemberaubenden Ausblick auf das Schauspiel.

Die Cessna Caravan wird in Nanuyki für den Weiterflug zur Lewa Lodge aufgetankt

Die Cessna Caravan wird in Nanuyki für den Weiterflug zur Lewa Lodge aufgetankt

Foto: Michael Lindner
Sonnenaufgang vor dem Start zum Flug über die Masai Mara

Sonnenaufgang vor dem Start zum Flug über die Masai Mara

Foto: Michael Lindner
Haupthaus der Lewa Wilderness Trails

Haupthaus der Lewa Wilderness Trails

Foto: Michael Lindner
Terrasse der Lewa Wilderness Trails beim abendlichen Sonnenuntergang

Terrasse der Lewa Wilderness Trails beim abendlichen Sonnenuntergang

Foto: Michael Lindner
Lewa Lodge, Haupthaus der Lewa Wilderness Trails Lodge

Lewa Lodge, Haupthaus der Lewa Wilderness Trails Lodge

Foto: Michael Lindner
Ballonfahrt über der morgendlichen Masai Mara mit Start beim Governors' Camp

Ballonfahrt über der morgendlichen Masai Mara mit Start beim Governors' Camp

Foto: Michael Lindner
Innenansicht des Haupthauses der Ol Malo Lodge

Innenansicht des Haupthauses der Ol Malo Lodge

Foto: Michael Lindner
Cottages der Ol Malo Lodge

Cottages der Ol Malo Lodge

Foto: Michael Lindner
Terrasse und Pool der Ol Malo Lodge mit Blick über den Northern Frontier District

Terrasse und Pool der Ol Malo Lodge mit Blick über den Northern Frontier District

Foto: Michael Lindner




Impressionen von Privat-Lodges in Kenia, Teil 1:
Bitte klicken Sie einfach auf ein Bild,
um zur Großansicht zu gelangen.

Wie die Francombes begrüßen inzwischen zahlreiche Farmbesitzer in Kenia internationale Gäste auf ihrem Anwesen. Luxuriöse Suiten, hervorragende Speisen, erlesene Weine und alle erdenklichen Aktivitäten wie Kamelsafaris, Ausritte und Tierbeobachtungen zu Pferd, Besuche in den Dörfern, den Manyattas, der einheimischen Samburu und Masai, gehören zum Konzept. Über allem steht die persönliche Betreuung. "Unsere Gäste sollen zu uns zum Wohnen, nicht zum Übernachten kommen", bringt Colin es auf den Punkt.

Als erste setzte die Craig Familie auf Tourismus. Bereits 1970 konnten die ersten Gäste die bezaubernde Landschaft in einem kleinen, mobilen Zeltcamp auf ihrer Farm in Laikipia nördlich des Mt. Kenya genießen. Das Zeltcamp wurde inzwischen aufgelöst, stattdessen logieren maximal 16 Besucher in komfortablen Cottages im Lewa Wilderness Trails  auf dem Hügel. Um ihr Wohl kümmern sich im Auftrag der Craigs Rae Holwill aus Schottland und Patrick Nightingale, ehemals Guide am Okavango in Botswana. Gemeinsames Frühstück und Abendessen aller Gäste sind Programm.

Prächtige Nilbarsche selber angeln

Prächtige Nilbarsche selber angeln

Organisch-angebautes Gemüse steht in Lewa jeden Tag auf dem Speiseplan. Frischer Fisch ist die Delikatesse und die Spezialität der Rusinga Island Lodge  auf der gleichnamigen Insel im Viktoria See. Den meisten Fisch angeln die Gäste selbst - prächtige Nilbarsche und Tilapia, für die der größte See Afrikas und zweitgrößte Süßwassersee der Welt berühmt ist. Gleich vom hauseigenen Steg starten Boote zum Fischen, aber auch zum Wasserskilaufen oder zu Touren zur nahe gelegenen Vogelinsel. Afrika ist hier anders.

Sonnenuntergang mit Blick auf das Tal unterhalb der Ol Malo Lodge

Sonnenuntergang mit Blick auf das Tal unterhalb der Ol Malo Lodge

Foto: Michael Lindner
Innenaufnahme eines Cottages der Rusinga Lodge am Victoria See

Innenaufnahme eines Cottages der Rusinga Lodge am Victoria See

Foto: Michael Lindner
Hat eigene Landepiste: Rusinga Lodge am Victoria See

Hat eigene Landepiste: Rusinga Lodge am Victoria See

Foto: Michael Lindner
Innenansicht des Luxuszelt im Governors' Il Moran Camp

Innenansicht des Luxuszelt im Governors' Il Moran Camp

Foto: Michael Lindner
Samburu Bewohner beim Tanz in ihrer Manyatta

Samburu Bewohner beim Tanz in ihrer Manyatta

Foto: Michael Lindner
Kopf und Halsschmuck der Samburu Tänzerinnen

Kopf und Halsschmuck der Samburu Tänzerinnen

Foto: Michael Lindner

Eine permanente Seebrise durchzieht die sieben Cottages. Über den Gebäuden ist der Ruf des Seeadlers zu vernehmen. Seit Jahren nistet er bereits im 300 Jahre alten Feigenbaum. In der Rusinga Island Lodge findet sich, wer eine Pause zwischen den abenteuerlichen Safaris, dem Sand der Pisten und der sengenden afrikanischen Sonne sucht oder sich einfach entspannen möchte.




Impressionen von Privat-Lodges in Kenia, Teil 2:
Bitte klicken Sie einfach auf ein Bild,
um zur Großansicht zu gelangen.

Mit ausreichend Seeblick gestärkt kann es zum großen Ereignis Ostafrikas gehen - zur Migration tausender und abertausender Gnus, Zebras und Antilopen in den Masai Mara Nationalpark. Zwischen August und Oktober ziehen gewaltige Tierherden aus Tansanias Serengeti in die kenianische Masai Mara. Die Nilpferde und Krokodile gegenüber von Govenors' Il Moran Camp  am Mara-Flussufer sind dagegen nur selten auf Wanderschaft.

Genussvoll geben sich die Hippos ihren ausgedehnten Wasserspielen hin. Mit der ganzen Familie tummeln sie sich im Schlamm und verlassen das Nass nur, wenn sie hungrig sind und zum Grasen ziehen. Damit keine Vierbeiner Schaden anrichten oder Urlauber beim ausgiebigen Bad nach der Safari oder während des Schlafs überraschen, wacht vor jedem Zelt ein Mitarbeiter des Camps.

Sobald die Sonne über der Masai Mara untergegangen ist und ohne Dämmerung die Nachtstunden eingebrochen sind, werden selbst alle Wege im Camp nur noch mit seinem zuverlässigen Geleitschutz absolviert. Auf den Sundowner an der Bar folgt das romantische Candlelight-Dinner unter sternenklarem afrikanischen Himmel. Während von Ferne das Bellen der Hyänen und das Trompeten der Elefanten zu hören ist, schaffen Gasleuchten im Zelt heimeliges Licht. In den frühen Morgenstunden, wenn der Busch noch schläft und bevor sich die Sonne wieder spektakulär in den Himmel schiebt, sind Dusche und Bad erneut mit heißem Wasser versorgt. Auf der geräumigen Terrasse stehen Tee und Gebäck. Für das ausgiebige Champagnerfrühstück nach der Ballonfahrt ist direkt in der Masai Mara gedeckt.


Flug- und Reiseinformationen:
Abends in Deutschland ins Flugzeug steigen und sein zweites Frühstück bereits in der kenianischen Wildnis einnehmen - durch die gute Fluganbindung über den Jomo Kenyatta International Airport und den Wilson Airport (national) in Nairobi ist es möglich. Der deutsche Spezialveranstalter Bush Legends (www.bushlegends.de ) und Destination Kenya www.desken.com  arbeiten individuelle Reisewünsche aus.

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.