Donnerstag, 5. Dezember 2019

Urlaubspläne Rücktritt ohne Reue

Wer vor dem Verreisen auf Nummer Sicher gehen will, schließt eine Reiserücktrittsversicherung ab. Doch die Vielfalt der angebotenen Policen ist groß und auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten.

Düsseldorf - Neben einer Versicherung, die die gesamten Kosten im Falle einer Stornierung übernimmt, gibt es auch die Möglichkeit, einen Eigenanteil zu vereinbaren und dafür einen etwas niedrigeren Preis zu zahlen. Darauf weist die Arag-Versicherung in Düsseldorf hin.

Urlauberin am Strand: Bei Bluthochdruck kein Geld zurück
Allzu sicher sollte man sich aber auch bei hohem Versicherungsschutz nicht fühlen, warnen die Experten. Wer Omas 90. Geburtstag vergessen hat und deshalb die Reise absagt oder wegen schon länger bekannten Krankheiten wie Krebs oder Bluthochdruck den Trip storniert, schaut in die Röhre. Die Versicherung zahlt nicht.

Auch Personen, die unter chronischen Erkrankungen leiden, haben den Experten zufolge beim Versicherungsschutz oft schlechte Karten. "Da bei ihnen immer wieder mit einer Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes gerechnet werden muss, wird die Versicherung nicht von einer unerwarteten Krankheit ausgehen und die Zahlung verweigern", erklärte die Arag.

Krankheit frühzeitig melden

Im Krankheitsfall sollte man möglichst früh den Versicherer informieren, raten die Experten. Wird beispielsweise bei Erkrankung eines Kindes die Reise erst kurzfristig vor Beginn storniert, weil man gehofft hat, sie doch noch antreten zu können, sieht es düster aus. Damit riskiert man den Versicherungsschutz, berichtete die Arag unter Berufung auf ein Urteil des Amtsgerichts München.

Bei unerwarteten Erkrankungen oder Krankenhausaufenthalten muss die Versicherung jedoch - mit oder ohne Selbstbehalt - aufkommen. Gegen Reiseabbruch können Reisende sich zusätzlich absichern. Wenn der Veranstalter die Reise absagt, bekommt man in jedem Fall alle bislang angefallenen Kosten erstattet, erklärte die Arag.

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