Samstag, 18. Januar 2020

Vorweihnachts-Test Stress lass nach! Welcher Advents-Typ sind Sie?

Höher, schneller, weiter: Sind Sie beruflich im Vorweihnachtsstress? Machen Sie den Selbsttest!


Für Eilige: Hier geht es direkt zum Selbstcheck


Haben Sie sich auf den Advent gefreut oder hoffen Sie, dass diese Zeit bald vorbei ist? Auf der einen Seite wünschen wir uns Besinnlichkeit, Liebe, Frieden, Genuss und Freude. Auf der anderen verhindern wir genau das selbst. Wir rauben uns mit den immer wieder gleichen Themen Kraft und Zeit: Privat laufen die Diskussionen über Ort, Art und Zeit des Feierns auf Hochtouren, und beruflich drehen wir noch einmal richtig auf. Vor dem Weihnachtsurlaub wollen wir plötzlich all das erledigen, was seit Monaten liegen geblieben ist.

Ilona Bürgel
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    Die Psychologin Ilona Bürgel zählt zu den führenden Vertretern der Positiven Psychologie im deutschsprachigen Raum. Sie will aufzeigen, wie der Spagat zwischen Lust auf Leistung und Erhalt der eigenen Ressourcen gelingen kann. Nach 15 Jahren in Führungspositionen ist sie heute Referentin, Beraterin, Autorin und Kolumnistin. Ilona Bürgel lebt und arbeitet in Dresden und im dänischen Århus. Hier geht es zu ihrer Website.

Stress ist nichts anderes als eine Anpassungsreaktion des Körpers auf sich ändernde Situationen. Es ist also ein normaler und gesunder Vorgang. Kritisch wird es erst, wenn die Stressreaktion kein Ende findet, weil dem einen Stress der nächste folgt. Und vor allem dann, wenn wir uns nicht angemessen erholen.

Wir setzen den täglichen Anforderungen generell zu wenig Auftanken entgegen. Rechnen Sie nach: Von täglich 24 Stunden bleiben im besten Fall 16 Stunden wache Zeit. Wie viel Zeit davon widmen Sie sich und Ihrer Regeneration? Sagen wir wohlwollend zwei Stunden für Sport, Spaziergänge, Meditation, Genuss. Es bleiben14 Stunden, in denen wir Energie einsetzen.

Dies verändert sich weiter zu unseren Ungunsten, wenn wir von einer Weihnachtsfeier zur nächsten jagen, uns die Erfüllung des Jahressolls oder die Budgetplanung den Nachtschlaf rauben und wir, um all das zu schaffen, früher als sonst ins Büro gehen. Dazu kommen in der Weihnachtszeit mehr Alkohol, mehr Essen, mehr Zucker, mehr Hektik, mehr Tempo, mehr Staus beim Autofahren und mehr Ärger darüber.

Deshalb sind zum Jahresende unsere Batterien oft leer. Das merken wir nicht nur an häufigeren Infekten, sondern auch an Dünnhäutigkeit, Ungeduld und Härte gegen uns und andere. Wir legen Kleinigkeiten auf die Goldwaage, statt großzügiger zu sein. Mancher Streit würde nicht geführt, wenn wir gut oder besser drauf wären.

Stress ist wie eine Sucht geworden. Weil es die meisten von uns betrifft, finden wir das normal. Wenn wir oft Stress erleben, wird das Stresshormon Cortisol für uns ganz selbstverständlich und wir suchen unbewusst nach Situationen, wo wir dies wieder bilden können. Typische Zeichen dafür sind, dass wir Entscheidungen unter Angst treffen. Angst etwas nicht zu schaffen, nicht gut genug zu sein, Fehler zu machen oder ähnliches. Außerdem wenn wir nur kurzfristig denken. Unser Gehirn nutzt nicht alle Kapazitäten, weil es im Stressmodus ist. Wie gut können Sie den Vorweihnachtsstress entschärfen - und besser für sich und andere sorgen? Finden Sie es mit unserem Selbstcheck heraus!


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