Neue Deutschlandchefin Petra Justenhoven gewinnt Machtkampf bei PwC

PwC-Deutschland-Chef Ulrich Störk verliert gegen seine Herausforderin. Dem deutschen Arm des Prüfungs- und Consulting-Giganten stehen unruhige Zeiten bevor.
Künftige Deutschlandchefin von PwC: Petra Justenhoven

Künftige Deutschlandchefin von PwC: Petra Justenhoven

Foto: Frank Rumpenhorst / Mestemacher GmbH

Petra Justenhoven setzt sich gegen Ulrich Störk durch und wird neue Deutschlandchefin von PwC. Die bislang im PwC-Vorstand für das Testatgeschäft verantwortliche Justenhoven bekam auf einem virtuellen Treffen der deutschen Partner 51 Prozent der Stimmen. Für Störk haben 49 Prozent der Partner votiert. Dies erfuhr manager magazin aus Unternehmenskreisen. Der Wechsel soll morgen im Laufe des Tages auf der jährlichen Bilanzpressekonferenz verkündet werden.

Die gelernte Wirtschaftsprüferin Justenhoven hatte auf einer Vorstandssitzung Anfang September überraschend ihre Kandidatur angekündigt . Amtsinhaber Störk musste sich gemäß den PwC-Statuten nach vier Jahren zur Wiederwahl stellen. Störk sicherte sich die Unterstützung des bisherigen Vorstandsteams. Justenhoven musste sich ihr Team aus den Reihen der Partner zusammensuchen. Dabei setzte sie auf den Unmut vieler Prüfer und Berater, die Störk vorwarfen, weit hinter seinen Wahlversprechen von vor vier Jahren zurückgeblieben zu sein, als er sich überraschend gegen den erklärten Favoriten des langjährigen PwC-Chefs und heutigen Bayer-Aufsichtsratschef Norbert Winkeljohann durchsetzte.

Das Wahlergebnis offenbart eine in zwei beinahe gleich große Lage gespaltene Partnerschaft. PwC-Insider sprechen von einem intensiven und vergleichsweise konfrontativ geführten Wahlkampf zwischen den beiden Konkurrenten und befürchten nun für die kommenden Monate den Abgang zahlreicher Partner aus dem Störk-Lager.

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