Teuerung im August bei 18 Prozent Inflation in der Türkei steigt auf 15-Jahres-Hoch

Recep Tayyip Erdogan: Der Lira-Verfall setzt den Präsidenten der Türkei unter Druck

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Die türkische Notenbank signalisiert angesichts der höchsten Inflation seit fast 15 Jahren ihre Bereitschaft zum Handeln. "Die Zentralbank wird die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Preisstabilität zu unterstützen", teilte sie am Montag mit. Man werde daher die Geldpolitik bei der am 13. September anstehenden Notenbanksitzung an die jüngste Entwicklung anpassen.

Die Teuerungsrate war im August auf 17,9 Prozent gestiegen, den höchsten Wert seit Ende 2003. Dadurch schwächte sich der Kurs der Landeswährung Lira weiter ab. Sie hat seit Jahresbeginn mehr als 40 Prozent zum Dollar verloren.

Durch die Abwertung der Lira werden Importe teurer, was wiederum die Inflation in der Türkei anheizt. Mit höheren Zinsen könnte die Währung wieder attraktiver für Anleger gemacht und der Kurs damit gestützt werden.


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Hinter dem Lira-Verfall steht auch ein Streit zwischen den Regierungen in Ankara und Washington wegen der Inhaftierung eines US-Pastors in der Türkei. Beide Länder haben deswegen Sanktionen gegeneinander verhängt. Zudem sehen Investoren zunehmend die Unabhängigkeit der türkischen Notenbank durch die Politik von Präsident Recep Tayyip Erdogan in Gefahr.

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