Hemd von Dior, 1250 Euro
Hemd von Dior, 1250 Euro
Foto: Dior

Dresscode Style fürs Zoomen und Spazieren

Das neue Maß des Business-Chiques: das Outfit muss im Videocall glänzen. Hier kommen Oberhemden, die Eindruck schinden, Lederjacken für Biker und Büroleute sowie Westen für die Übergangszeit an der frischen Luft.

Kopf und Kragen

Zoom-Fatigue? Stylisten empfehlen, das ermüdete Konterfei mit Schmuck aufzufrischen, um sich auch selbst auf dem Bildschirm erträglicher zu machen. Schwer für Männer, die nicht aussehen wollen wie David Beckham in den 90ern, der gern diamantene Ohrringe trug.

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Halsschmuck: Zoom-taugliche Oberhemden

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Loewe

Da es bei den virtuellen Meetings um Kopf und Kragen geht, greifen Designer in die Trickkiste und verschönern alles obenrum, vor allem am Oberhemd. Die Entwürfe des Gucci-Chefkreativen Alessandro Michele, der sowieso gender-übergreifend entwirft, erinnern an die Schleifenkrawatte des 19. Jahrhunderts. Andere Häuser wie Dior, Loewe, Valentino oder Dolce & Gabbana besinnen sich simpel auf Stickereien und Designs, die Laune machen, aber mustergültig rüberkommen.

Wilde Westen

Nur eine Art Kompromiss im Kleiderschrank zu sein ist gar nicht so doof, wie es klingen mag. Vor allem nicht in der Übergangszeit. Der Outdoortrend trifft auf Streetstyle trifft auf Klassiker. Traditionelle Gilets gepflegter Anzüge morphen zu Wind-und-Wetter-Westen.

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Herzerwärmend: Westen für die Übergangszeit

Das ist praktisch. Man denke nur an Italien: Keiner trägt so ein ärmelloses Daunending derart elegant über (!) dem Sakko wie ein Cesare, Eros oder Amadeo. Neben den urban-mondänen Stylings erobern die Westen auch die Herzen harter Jungs, die lieber den Working-Class-Look präferieren (Carhartt) oder die es gern molto elegante mögen (Zegna). Ganz anders geht natürlich auch: Knallfarben wie bei Save The Duck oder Muster wie von Browns London.

Liebling Lederjacke

Sie ist der perfekte Buddy: die Lederjacke. Sie bietet wohligen Schutz, ist die Rüstung gegenüber der Außenwelt und hat so viel Stauraum, dass man in dem Lieblingsteil fast wohnen kann. Man fühlt sich behaust in unbehausten Zeiten.

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Best Buddy: Die Lederjacke

Es kann auch emotional werden: Eine Lederjacke riecht gut, fühlt sich gut an, man verliebt sich in sie und liebt sie kaputt. Mit Patina wird sie erst wertvoll. Zum Glück gibt es modernen Nachschub: weicher, farbiger; variabel als klassischer Blouson, Motorradrenner oder Parkastyle.

Alles steht infrage, die Lederjacke nicht. Ein neues Zuhause, ob im Biker-Style mit Reißverschlüssen wie bei Amiri, in softem Blau wie bei Tom Ford oder als Hemdjacke auf nackter Haut getragen wie bei Prada. I feel you, buddy!

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