Der Brit-Chic ist zurück in der Männermode Drei Modetrends für den Herbst

Der Brit-Chic mit Karomustern ist im Trend in der Männermode in diesem Herbst und Winter - auch Michael Kors greift dazu (Mantel 1290 Euro, Pullover 499 Euro, Hose 230 Euro).

Der Brit-Chic mit Karomustern ist im Trend in der Männermode in diesem Herbst und Winter - auch Michael Kors greift dazu (Mantel 1290 Euro, Pullover 499 Euro, Hose 230 Euro).

Foto: Michael Kors/dpa-tmn

Freunde der Gemütlichkeit können sich freuen: Die Männermode wird wieder bequemer. Statt enger Schnitte und scharf geschnittener Hemden bekommen Männer in diesem Herbst und Winter mehr Bewegungsspielraum eingeräumt. Für Stil und Eleganz ist dabei auch gesorgt: Der Brit-Chic ist zurück. Mit den klassisch-traditionellen Looks lässt sich auch rauen Herbstwinden trotzen.

Trend 1: Hauptsache komfortabel und praktisch

"Hosen kommen mit breitem Bein und elastischem Bund", sagt Petra Schreiber, Präsidentin des Bundesverbands Farbe Stil Image in Schmitten. Bewegungsfreiheit steht im Fokus - das macht die Kleidung voluminöser. Sie eignet sich zum Lagenlook, der gerade an lauen Herbsttagen das Richtige sein dürfte.

Doch aufgepasst: Weite Schnitte können zwar Problemzonen kaschieren, optisch aber auch auftragen. Daher rät Schreiber zum Beispiel: "Tuniken für Herren, die unter Pullovern oder Jacken getragen werden, sollten mit engem Hosenbein kombiniert werden." Wer es mag, darf auch im Business-Outfit eine weite Jacke zum weiten Hosenbein wählen - braucht dafür aber eine gewisse Körpergröße.

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Trotz Trend zu mehr Volumen spielen Stoffe mit Stretch immer noch eine große Rolle, etwa bei Anzügen und Jeans. "Alles soll komfortabel sein, darf aber nicht nach Komfortmode aussehen", erklärt André Bangert von der Zeitschrift "Textilwirtschaft". Einflüsse aus der Arbeitswelt machen die Kleidung dabei multifunktionell und widerstandsfähiger. "Jacken und Hemden mit zahlreichen Taschen und aus festeren Stoffen werden wichtiger", berichtet Bangert. Auch die Jeans darf kernig sein. Dunkelblau, Beige und Oliv sind die dazu passenden und unaufgeregten Farben.

Die Outwear-Mode orientiert sich an vergangenen Jahren und macht leichte Daunenjacken zum Muss - auch im Oversized-Look. "Als Detail werden leuchtend kontrastierte Blenden oder Zipper, Bänder und Innenfutter eingesetzt", ergänzt Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts in Köln. Neben Weiß und Rot des sportiven Stils sind daher auch wieder kräftige Farben gefragt. Eine warme Gewürzpalette von Braun, über Curry bis Oliv werde darf es seiner Meinung nach auch sein.

Die Outwear-Mode orientiert sich an vergangenen Jahren und macht Daunenjacken zum Muss - auch im Oversized-Look wie hier von Z Zegna (Jacke 1100 Euro, Hose 495 Euro, Handschuhe 495 Euro, Cap 375 Euro, Schuhe 480 Euro).

Die Outwear-Mode orientiert sich an vergangenen Jahren und macht Daunenjacken zum Muss - auch im Oversized-Look wie hier von Z Zegna (Jacke 1100 Euro, Hose 495 Euro, Handschuhe 495 Euro, Cap 375 Euro, Schuhe 480 Euro).

Foto: Z Zegna/dpa-tmn

Trend 2: Kontrastreiche Retro-Romantik dank Cord

Sie sind zurück: Cord und Karo bestimmen die Männermode im Herbst und Winter. Auch bei Brunello Cucinelli (Mantel 3.980 Euro, Jacke 2.340 Euro, Hemd 640 Euro, Hose 630 Euro).

Sie sind zurück: Cord und Karo bestimmen die Männermode im Herbst und Winter. Auch bei Brunello Cucinelli (Mantel 3.980 Euro, Jacke 2.340 Euro, Hemd 640 Euro, Hose 630 Euro).

Foto: Brunello Cucinelli/dpa-tmn

Auf modemutige Männer wartet in dieser Saison der bunte, kontrastreiche Mix von Materialien und Mustern. Sie fassen sich gut an, etwa hybride Materialien mit Hightech. Beim Material bleibt Samt gefragt, das Comeback des Jahres feiert jedoch Cord. "Vom feinen Baby- bis Breitcord ist alles dabei", sagt Müller-Thomkins. Der typische Rippenlook hat aber nicht mehr seine übliche gebraucht wirkende Optik, sondern das Textil soll laut Bangert hochwertiger wirken und tiefere Längsrillen haben.

In diesem Stilbereich kann man farblich schwer danebengreifen. "Schwarz hat wieder Statement-Charakter", sagt Müller-Thomkins. Daneben stehen kräftiges Rot, Orange, Grün, Blau und Gelb im Mittelpunkt und werden gerne kombiniert im Colour-Blocking. Mut zur Farbe braucht man auch für die trendigen Accessoires, allen voran die Handschuhe für kalte Tage.

Einflüsse aus der Arbeitswelt machen die Kleidung multifunktionell und widerstandsfähig. Jacken und Hemden mit zahlreichen Taschen und aus festeren Stoffen werden wichtiger, dazu die kernige Jeans. Auch Marc OPolo setzt auf diese praktische Kombination für den Winter.

Einflüsse aus der Arbeitswelt machen die Kleidung multifunktionell und widerstandsfähig. Jacken und Hemden mit zahlreichen Taschen und aus festeren Stoffen werden wichtiger, dazu die kernige Jeans. Auch Marc OPolo setzt auf diese praktische Kombination für den Winter.

Foto: Marc OPolo/dpa-tmn

Trend 3: Der kleinkarierte Brit-Chic

Vor allem das mehrfarbige Oxfordkaro soll in der Männermode im Winter im Trend liegen. Hier zum Beispiel im klassischen karierte Männerhemd von Tom Tailor Denim (Bikerjacke ca. 100 Euro, Jeansjacke ca. 70 Euro, Hose ca. 60 Euro, Hemd ca. 40 Euro).

Vor allem das mehrfarbige Oxfordkaro soll in der Männermode im Winter im Trend liegen. Hier zum Beispiel im klassischen karierte Männerhemd von Tom Tailor Denim (Bikerjacke ca. 100 Euro, Jeansjacke ca. 70 Euro, Hose ca. 60 Euro, Hemd ca. 40 Euro).

Foto: Tom Tailor Denim/dpa-tmn

Schon seit einigen Saisons dominieren sie die Mode: Karos. Klassisch kennt man sie auf Hemden und Mänteln, in dieser Saison finden sich aber auch auf Sakkos und Hosen und dazu in kräftigen Tönen wie Rot, Grün oder Blau, aber auch im auffälligen Kontrast von Schwarz und Weiß. "Pastelle in Hellblau, Flieder und Rosé ergänzen Grau in sämtlichen Schattierungen", so Müller-Thomkins. Vor allem das eher unaufgeregte Glencheck-Karo und das mehrfarbige Oxfordkaro gelten laut Bangert als Trend. Dazu gesellen sich Tartanstoffe.

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Bekannt ist der britische Chic für seine klassische Kombination aus Hemd, Weste und Anzug in gedeckten Farbtönen - worin zuletzt etwa der englische Fußballnationaltrainer Gareth Southgate am Spielfeldrand der WM auffiel. Auch das ist ein Trend. Gerade in Tweed und mit Fischgräten-Mustern erobere der "New Brit Chic" aktuell die junge Szene, berichtet Modeexperte Müller-Thomkins.

Der formelle Look wird an kalten Tagen ergänzt um Wollmäntel. Der Rollkragenpullover bleibt als Basic in dieser Saison erhalten und schafft ebenfalls englische Eleganz - ganz gentlemanlike.

Der Rollkragenpullover bleibt als Basic in dieser Saison erhalten und schafft ebenfalls englische Eleganz. Hier ein Beispiel von Bugatti (Pullover ca. 100 Euro, Hose ca. 90 Euro).

Der Rollkragenpullover bleibt als Basic in dieser Saison erhalten und schafft ebenfalls englische Eleganz. Hier ein Beispiel von Bugatti (Pullover ca. 100 Euro, Hose ca. 90 Euro).

Foto: Bugatti/dpa-tmn
Jule Zentek, dpa
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