Legendärer russischer Waffenhersteller reagiert auf Sanktionen Kalaschnikow macht jetzt in Mode

Bilder von der neuen Modekollektion, die der Waffenhersteller Kalaschnikow herstellen will, gibt es erst im Herbst. Das berühmte Sturmgewehr AK-47 hat früher schon andere Gebiete inspiriert - wie den italienischen Künstler Antonio Riello, der vor 14 Jahren in Berlin diese verzierte Variante als Kunstobjekt ausstellte.

Bilder von der neuen Modekollektion, die der Waffenhersteller Kalaschnikow herstellen will, gibt es erst im Herbst. Das berühmte Sturmgewehr AK-47 hat früher schon andere Gebiete inspiriert - wie den italienischen Künstler Antonio Riello, der vor 14 Jahren in Berlin diese verzierte Variante als Kunstobjekt ausstellte.

Foto: MARKUS SCHREIBER/ ASSOCIATED PRESS

Das AK-47 ist ein Best- und ein Longseller: Mehr als 100 Millionen Mal ist das Sturmgewehr des russischen Herstellers Kalaschnikow schon über (oder unter) den Ladentisch gegangen, unzählige Menschen wurden mit der Waffe getötet.

Jetzt haben westliche Sanktionen die Kernmärkte der Waffenschmiede empfindlich geschrumpft. Was liegt da näher, als 60 Modegeschäfte in Russland zu eröffnen? Vieles - aber genau das hat das Unternehmen vor. Das jedenfalls verkündete jüngst die dem Kreml nahestehende Zeitung "Izvestia", wie verschiedene Quellen berichten, darunter die BBC .

Nun gibt es ja schon Kleider, für die man, einer alten Macho-Redewendung folgend, einen Waffenschein bräuchte. Kalaschnikow will sich lieber auf das sicherere Gebiet militärisch inspirierter Freizeitkleidung wagen. Feuer frei für die erste Kollektion: Marketing-Chef Vladimir Dmiriyew wird mit den Worten zitiert, vor Inkrafttreten der Sanktionen habe man bis zu 70 Prozent Jagd- und Sportwaffen nach Europa und die USA exportiert, jetzt wolle man sich auf die Bedürfnisse der einheimischen Klientel fokussieren.

Fotostrecke

Outfit für Geschäftsreisen: Der perfekte Flug

Foto: Karel Kuehne

Der vor drei Jahren verstorbene Erfinder des AK-47, Michail Timofejewitsch Kalaschnikow, hatte bereits mit einer Solinger Firma kooperiert, die unter seinem Namen Taschenmesser und Uhren herstellte - an der Wodka-Marke "Kalaschnikow" war er allerdings nicht beteiligt. Die Firma Kalaschnikow will mit der Modelinie auch vom erstarkenden Patriotismus des Landes profitieren; die Kleidung, die im Herbst vorgestellt werden soll, wird allerdings nur einen kleinen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen.

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.