Hamburg Elbvertiefung wird weit teurer als geplant

Nach 17 Jahren Planung und Prozessen will Hamburg mit der Vertiefung und Verbreiterung der Elbe beginnen, doch das kommt teuer: Allein für die Hansestadt soll das Projekt 67 Millionen Euro mehr kosten als geplant.
Containerfrachter auf der Elbe (Archivbild)

Containerfrachter auf der Elbe (Archivbild)

Foto: Marcus Brandt/ dpa

Die Kosten für die geplante Vertiefung der Elbe werden offenbar deutlich über den bisherigen Planungen liegen. Allein Hamburg rechnet bei seinem Anteil mit Mehrkosten in Höhe von 67 Millionen Euro. Die höhere Summe habe der Senat bereits im Haushaltsplanentwurf für die kommenden Jahre vorgesehen, sagte eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde am Freitag zu entsprechenden Berichten von "Hamburger Abendblatt" und NDR 90,3.

Derzeit rechnet der Hamburger Senat mit 286 Millionen Euro für den Hamburger Anteil. Die letzte Kostenschätzung lag noch bei 219 Millionen.

Die zusätzlichen Kosten seien insbesondere verursacht "durch die Projektverzögerung sowie durch die Auflage des Bundesverwaltungsgerichts, eine weitere ökologische Ausgleichsmaßnahme umsetzen zu müssen", so die Sprecherin weiter. Erst wenn der Planergänzungsbeschluss rechtskräftig ist, werde man die genauen Kosten kennen.

Hamburg hatte vor einer Woche angekündigt , nach 17 Jahren Planung und gerichtlicher Auseinandersetzungen mit Umweltschützern werde die Elbvertiefung nun in Angriff genommen. Das Planergänzungsverfahren sei mit einem dritten Ergänzungsbeschluss abgeschlossen worden. Mit der Kampfmittelsondierung und bauvorbereitenden Maßnahmen werde in der nächsten Woche begonnen, kündigte die Sprecherin an.

Mit der Elbvertiefung soll der Fluss auch für besonders große Containerschiffe befahrbar gemacht werden. Die Elbe wird so ausgebaut, dass künftig Schiffe mit einem Tiefgang bis zu 13,50 Meter unabhängig von der Flut sowie mit einem Tiefgang von bis zu 14,50 Meter auf der Flutwelle den Hamburger Hafen erreichen können.

db/dpa/spon
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