Samstag, 21. September 2019

Warum Sie Businessmode-Ratgeber ignorieren sollten (außer diesen) Dress as you are!

4. Teil: Quality first!

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Nach wie vor relevant ist die Qualität. Wer von sich und anderen hochwertige, qualifizierte Arbeit erwartet, sollte diesen Anspruch auch durch die Wahl der Kleidung vermitteln - unabhängig vom jeweiligen Kleidungsstil und vom Kleidungsstück. Auch T-Shirts gibt es in hoher Qualität. Die Qualität eines Kleidungsstücks zeigt sich beim Material und Schnitt und nicht zuletzt auch darin, wie gut es sitzt. Zu weit oder zu eng - selbst wenn es nur an einigen Stellen ist - kann den Auftritt ruinieren. Je öfter eine Garderobe getragen wird, desto höher sollte die Qualität sein.

In jedem Fall ist es besser, eine überschaubare Ausstattung an hochwertiger Kleidung zu haben als unzählige billige Stücke. Im Businessumfeld sollten Frauen zudem darauf achten, ihr Erscheinungsbild nicht zu überladen. Eine harmonische und anlassbezogene Abstimmung von Schnitt, Farbe und Accessoires ist von Vorteil und untergräbt keineswegs den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.

Der eigene Stil, die eigene Persönlichkeit und die Branche sind die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl der Garderobe. Um für alle Anlässe gewappnet zu sein, empfiehlt sich zudem eine Grundausstattung an Kleidungsstücken, die möglichst gut untereinander kombinierbar sein sollen.

Neben der Qualität sollte eine Frage bei der Anschaffung neuer Ausstattung sein: Wie passt das Stück zu meiner bisherigen Garderobe? Mit welchen anderen Stücken lässt es sich kombinieren? Grau und Creme mögen für sich nicht die spannendsten Farben sein, doch lassen sie sich extrem gut kombinieren.

Ähnliches gilt für Design und Schnitte: Je klassischer, dezenter, zeitloser sie sind, desto leichter findet sich ein ergänzendes Kleidungsstück. Modebewusstsein bei der Businessgarderobe zu demonstrieren ist kein Sakrileg, sollte aber den Kriterien Qualität und Wohlfühlen untergeordnet werden. Modisch zu sein nur um der Mode willen ist kontraproduktiv.

Businesskompatible Trends 2019 sind unter anderen Marlene-Hosen, benannt nach der Marlene Dietrich, die in den 1930er Jahren Frauen den Weg zur Hose bahnte. Diese weit geschnittenen und an der Taille relativ hoch ansetzenden Hosen verkörpern Weiblichkeit und Emanzipation.

Auch Blazerkleider - quasi nach unten zum Kleid erweiterte Blazer - sind diese Saison im Rennen. Auch wenn der Rock etwas kürzer ausfällt, passen sie mit etwas Fingerspitzengefühl - etwa bei der Wahl der Schuhe - durchaus in die Chefetage. Den besten Tipp erteilt Melanie Griffith im bereits erwähnten Film Die Waffen der Frauen, als sie das Kleid auswählt, für das sie später von Harrison Ford gelobt wird: "Es ist schlicht, elegant und hat trotzdem eine Botschaft."

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