Sonntag, 15. September 2019

Stilguide für den Anzugkauf So finden Sie den perfekten Anzug

6. Teil: Von der Stange, vom Schneider oder Made-to-Measure?

Ob man einen Anzug von der Stange kauft oder vom Schneider anfertigen lässt, ist nicht nur eine Frage des Geldes. Für den Schneider sprechen in jedem Fall der perfekte Sitz und die Kompetenz in Sachen Farbe, Schnitt und Material. Mit der Abweichung der Körpermaße und -proportionen von der Normgröße steigt zudem der Aufwand, einen annähernd gut sitzenden Anzug von der Stange zu finden.

Hier kommt die dritte Variante ins Spiel: Made-to-Measure. Bei diesem Mittelweg zwischen Stange und Schneider fertigt der Schneider den Anzug aus bereits vorgefertigten Einzelteilen. Ähnlich wie bei Möbeln und Fahrrädern, die man sich heute aus einem Sortiment fertiger Bauteile nach Belieben zusammenstellen kann.

Made-to-Measure ist deutlich individueller als ein fertiger Anzug von der Stange, da sich normabweichende Proportionen wie kurze oder lange Arme oder Beine leichter anpassen lassen. Im Vergleich zum Maßanzug ist der Bausatz-Anzug zudem günstiger und schneller gefertigt. Dennoch bleibt er eine Annäherung.

Zum perfekten Anzug führen letztlich nur zwei Wege: Entweder haben Sie sehr viel Glück oder Sie gehen zum Schneider. Wie anfangs erwähnt spiegelt sich das Qualitätsplus des Maßanzuges im Preis wider: Für einen zweiteiligen Maßanzug sollten Sie nicht nur Zeit einplanen - es sind oft mehrere Anproben fällig - sondern auch eine Stange Geld. Rechnen Sie mit rund 3000 bis 5000 Euro. Made-to-Measure-Anzüge von hoher Qualität gibt es schon ab etwa der Hälfte, gute Markenanzüge von der Stange beginnen bei rund 500 Euro.

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