Dienstag, 15. Oktober 2019

Stilguide für den Anzugkauf So finden Sie den perfekten Anzug

3. Teil: So sitzen Hose und Weste perfekt

Atelier Torino

Hose: Zur Anprobe der Anzughose zieht man sinnvollerweise die Schuhe an und das Sakko aus. Die Hose passt, wenn sie ohne Gürtel hält, ohne zu spannen. Ist die Hose zu eng, öffnen sich die Bundfalten. Die Hosenbeine enden im Idealfall ein bis zwei Zentimeter über der Oberkante des Schuhabsatzes. Vorne liegen sie knapp auf dem Schuh auf und bilden einen leichten Knick. Im Sitzen rutscht das Hosenbein maximal bis zum Wadenansatz.

Tipp: Beim Anzugkauf an eine Zweithose denken.

Weste: Kein Muss. Aber wenn, dann sollte sie unbedingt farblich und stofflich zu Sakko und Hose passen und lang genug sein, dass zwischen Hose und Weste das Hemd nicht zu sehen ist. Nicht vergessen: Auch bei der Weste bleibt der unterste Knopf offen.

Tricks für Norm-Abweicher

Kleine Menschen dürfen das Sakko etwas kürzer tragen, damit wirken sie selbst etwas länger. Auch ein schmales Revers und ein eher eng anliegender Anzug strecken den Körper. Sehr lange Menschen verringern ihre optische Größe durch einen Hosenaufschlag, etwas weitere Hosenbeine und ein etwas längeres Sakko.

Für sehr schmale und für korpulente Männer gilt: Ein schmales Revers verbreitert den Körper optisch, ein breites Revers verschmälert ihn. Auch wer Normalgröße hat, aber abweichende Proportionen, zum Beispiel einen relativ langen Oberkörper und eher kurze Beine, kann diesen Eindruck kaschieren, in diesem Fall durch ein etwas kürzeres Sakko.

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