Mittwoch, 24. Juli 2019

Stilguide für den Anzugkauf So finden Sie den perfekten Anzug

2. Teil: Sakko: So sitzt es perfekt

Atelier Torino

Im Stehen sollte das Anzugsakko lang genug sein, um das Gesäß weitgehend zu bedecken, aber auch nicht länger. Die richtige Breite finden Sie mithilfe der Schulternaht, gemeint ist die horizontale Naht vom Halsansatz zum Schultergelenk. Ragt diese über die Schulter hinaus, ist das Sakko zu breit. Im Idealfall endet die Naht exakt am Schulterende. Außerdem sollte das Sakko auf der Schulter aufliegen und dort keine Falten werfen. Und: Ein gutes Sakko hat keine Schulterpolster.

Auch das Revers darf bei geschlossenem Sakko (beim Einreiher mit drei Knöpfen werden die oberen beiden Knöpfe geschlossen wahlweise nur der mittlere - der unterste bleibt stets offen) nicht vom Hemdkragen abstehen. Perfekt ist es, wenn das Revers locker aufliegt und keine Falten erzeugt.

Gleiches gilt für den Sakko-Kragen. Er liegt eng am Hemdkragen an, ohne zu spannen. Die richtige Ärmellänge beim Sakko ermittelt man - wie beim Hemd - mit hängenden, dezent angewinkelten Armen. Ein weißes, gut sitzendes Hemd erleichtert diese Aufgabe. Die Hemdmanschette schaut dann ein bis zwei Zentimeter aus dem Sakko-Ärmel hervor. Gemessen am Arm endet der Sakko-Ärmel genau am Handgelenk.

Faustregel: Der unterste Knopf beim Sakko bleibt geöffnet, hingegen Zweireiher bleiben in jeder Situation geschlossen.

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