Donnerstag, 27. Februar 2020

Pariser Modenschauen Fulminanter Schlussakkord

Modeschauen in Paris: Hinein ins Fetisch-Kabinett
AP

Die Show war spektakulär: Zum Abschluss der Pariser Prêt-à-Porter-Schauen bat das Modehaus Louis Vuitton ins Fetisch-Kabinett - und hatte als Highlight Kate Moss in Miederhose auf dem Laufsteg.

Paris - Ungewohntes Bild im Innenhof des Louvre: Im Zimmermädchen-Dress servierten junge Frauen Champagner, in einem Zelt standen Gitterkäfige mit alten Fahrstühlen, in denen Models auf den Laufsteg gefahren wurden. All das war Teil der Show des französischen Modehauses Louis Vuitton, das zum Abschluss der Pariser Prêt-à-Porter-Schauen noch einmal ordentlich Aufsehen erregte.

Präsentiert wurde eine Kollektion aus luxuriöser Fetischmode - ein Domina-Look, der nicht vulgär wirkte. Die unterhalb des Knies endenden A-förmigen Röcke, die dunkelblauen schmalen Wollpullover, die Lackmiedergürtel und Offiziersjacken waren sehenswert.

Es gab zahlreiche Kostüme und Mäntel aus grobem Tweed und mit großen Knöpfen verziert. Polizistenkappen, weiße Bubikragen aus Lack, hohe Schnürstiefel und an Handschuhen mit Goldketten befestigte Schlenkertaschen ergänzten diese Mischung aus Perversion und Bravheit - bei der auch Models in mädchenhaften gemusterten Kleidern im 30er-Jahre-Schnitt über den Laufsteg stöckelten.

Beendet wurde die Schau durch den Auftritt einer rauchenden Kate Moss in Miederhose, Stiefeln und einem Oberteil aus durchbrochenem Leder mit Pomponärmeln. Neben ihr liefen mit Naomi Campbell, Stella Tennant und Amber Valletta noch drei weitere frühere Supermodels für Jacobs.

wit/dpa

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