Mittwoch, 26. Februar 2020

Blazer fürs Büro Gepflegte Lässigkeit

Blazer: Cool statt spießig
TMN

Die Zeiten, in denen der Blazer nur Teil des Kostüms oder Hosenanzugs war, sind vorbei. Heute peppt er auch Jeans, Chinos oder Bleistiftrock auf. Er muss nur richtig kombiniert werden. In der neuen Sommersaison gibt es neben den bewährten Klassikern auch neue Farben und Schnitte.

Frankfurt am Main/Offenbach - Der Blazer zur Jeans geht schon lange, auch zum Rock wird er getragen. In diesem Sommer macht das klassische Kleidungsstück aber auch in der Freizeit Karriere. Selbst zur lässigen Baggyhose oder zu Shorts kann man ihn kombinieren.

Das ist erfreulich, denn Blazer stehen jeder Frau - auch ohne Modelmaße. "Der lang und weit geschnittene Boyfriend Blazer kaschiert kleine Problemzonen an Hüfte und Po, der figurbetonte mit breiten Schultern formt die Silhouette in V-Form und kaschiert damit eine breitere Körpermitte", sagt Stilberater Andreas Rose aus Frankfurt am Main.

Blazer gibt es für jeden Anlass, jeden Geschmack und jede Figur. Das kann der puristische Blazer mit Schulterbetonung sein, die kurze Jacke im Chanel-Stil, die weiche Jersey-Sweat-Blazervariante mit Krempelärmeln oder der Zweireiher im Marine-Look. Besonders angesagt ist der "Urban Chic", bei dem der Blazer zur Chino getragen wird. Hierzu passt das Modell mit auffälligen Schultern und Details aus der Militäroptik. "Diese Uniformjacken, meist doppelreihig geknöpft, sind üppiger geworden und sehr dekoriert", erläutert Silke Gerloff, Stilberaterin aus Offenbach. Lässig wirkt der Blazer, wenn die Ärmel hochgekrempelt werden.

Das Comeback des Jeansblazers

Boyfriend-Blazer sind überlang und lässig weit, manchmal reichen sie weit über die Hüften. "Die trägt man offen oder eben mit einem extrem schmalen Gürtel", sagt Gerloff. Der hält das weite Jackett zusammen und formt eine Taille. Gut sehen diese Blazer zu Shorts oder zur schmalen Hose aus, etwa bei Boss Orange zu sehen. "Wichtig sind immer die Kontraste", sagt Maria Hans, Personal Shopperin aus Hamburg. So sollte ein weiter Blazer zu engen Hosen getragen werden. Wähle man eine sportlichere Hose, darf es ein enger Blazer sein. "Eine Jacke im Marinestil lässt sich gut mit der Cargomode kombinieren", sagt Hans.

Kurze Blazer passen gut zu schmalen Hosen, Röcken oder, für Modemutige, Hot-Pants. Tweed-Jacken mit leichter A-Form schmeicheln dagegen besonders der Figur. Auch beim Material haben Frauen derzeit eine große Auswahl. Selbst der Jeansblazer ist wieder zu haben, entweder klassisch geschnitten mit breitem Revers oder im Stil der 1980er. Er passt zu Shorts genauso wie zu superweiten Schlaghosen und Chinos sowie zu leichten Sommerröcken, wie etwa Sisley zeigt.

Die Blazer gibt es derzeit in fast allen Farben, etwa auch in einem auffälligen, hellen Grün von Dismero oder einem leuchtenden Blau von Hugo. Zum Sommer sind auch Weiß oder Beige, wie in der aktuellen Kollektion von Cinque zu sehen, wieder zu haben. Klassischen Blazerfarben wie Natur, Schwarz oder ein helles Khaki bleiben ebenfalls gefragt. Viele der neuen Modelle haben auch auffällige Details, etwa Raffungen und Wölbungen an Schultern.

Wer noch keinen Blazer hat, kann ein einziges Teil vielfach kombinieren. So ließe sich, schlägt Stilberater Rose vor, ein schwarzer Lederblazer mit offener Front im Büro zu Hose oder Stiftrock tragen und in der Freizeit zu Jeans, Chino oder Minirock. Comma zeigt etwa eine Kombination von Röhrenhose und weitem, langem Shirt zum engen Blazer. "Lässig wirkt er im Mix mit Jeansshorts und weitem Top, modern feminin zur weißen Popelinebluse und sogar elegant zum Cocktailkleid", erläutert Rose.

Fotostrecke: Der Blazer wird zum Allrounder

Britta Schmeis/dpa

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