Mittwoch, 29. Januar 2020

Sonnenbrillen Blendend schlicht

Der Frühling lässt weiter auf sich warten. Um trotzdem zumindest ein paar sommerliche Gefühle aufkommen zu lassen, hat manager-magazin.de schon einmal einen Blick auf die neue Sonnenbrillenmode geworfen und sagt, was diesen Sommer kommt - und was bleibt.

Berlin - Groß oder noch größer: Mehrere Saisons lang gab es bei den Sonnenbrillen nur die Wahl zwischen diesen beiden Modellen. Jetzt geht der Look mit der neuen Mode langsam weg vom Stubenfliegen-Outfit. Und im Gegensatz zu den vorhergehenden Sommern erscheint das Gros der aktuellen Modelle nicht mehr ganz so extravagant und bunt.

"Licht und leicht, frisch und clean soll der Look 2008 daherkommen", sagt Peter Frankenstein, Sprecher des Industrieverbands "Spectaris" in Berlin zur neuen Entwicklung. Zwar gebe es noch immer eine Menge Brillen mit auffallend großen Gläsern - mit und ohne Rahmen. "Aber der Trend geht jetzt weniger in Richtung Retro", sagt auch Kerstin Kruschinski vom "Kuratorium Gutes Sehen" in Berlin: "Sonnenbrillen werden - ähnlich wie Korrektionsbrillen - wieder kleiner und außerdem schlanker."

Angesagt sind im Jahr von Fußball-EM und Olympia sportliche Modelle. Sie müssen allerdings hochwertig verarbeitet sein, um zum Trend-Look zu passen: "Sport deluxe" nennt Fielmann in Hamburg diese edlen Varianten. Sie sind oft von stark seitlich gebogenen Gläsern geprägt. Der Hersteller Puma setzt bei vielen seiner aktuellen Designs auf sportliche Formen mit kleineren ovalen Gläsern, die auch vor seitlichem Lichteinfall schützen.

Dezenter werden aber nicht nur die Formen, sondern ebenfalls die Farben der Gestelle: "Ganz neu ist Weiß als Trendfarbe schlechthin", sagt Gabriele Gehrling vom Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) in Düsseldorf. "Populär sind außerdem graue, braune und erdige Töne wie Kaffeebohne", sagt Frankenstein.

Akzentfarben wie Violett, Smaragd, Chlorophyll oder Türkis finden sich zwar auch in den Kollektionen. Sie treten aber nur als Detail auf und nicht als Farbe für das ganze Gestell, erläutert Kruschinski: Ruhe und Harmonie dominieren. "Und dadurch stehen eher edle Strukturen und gegensätzliche Oberflächen im Mittelpunkt - matt gesellt sich zu glänzend, poliert zu geraut und Lack zu Leder." Diese Art von Materialmix ist bei den Sonnenbrillen neu, sagt Frankenstein.

Ein Beispiel dafür zeigt die Firma Rodenstock aus München: Das Modell R 1284 setzt Kunststoffbügel bewusst als Kontrast zur Edelstahlfassung in der für Damen recht ungewöhnlichen Pilotenform.

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