New Yorker Modewoche Ein Wogen und Stolzieren

New York hat gezeigt, wie man sich nächsten Sommer kleidet: Die Röcke werden knapper und die Kleider fallen lose. Neben dem Laufsteg war die Show ebenfalls spektakulär: Stars wie Roger Federer und Demi Moore saßen bei der Modewoche in der ersten Reihe. U2-Sänger Bono brachte seine eigene Kollektion mit.

New York - Amerikanische und internationale Designer haben eine Woche lang Frühlings- und Sommermode für die kommende Saison präsentiert. Als erste Trends zeichnen sich für nächstes Jahr lose fallende, wogende Kleider ab und die Rocklängen rutschen nach oben. Auch metallfarbene Stoffe bleiben weiter in. Die Lieblingsfarben vieler Designer für die warme Jahreszeit sind alle Variationen von beige.

Nicht nur die Models, sondern auch prominente Gäste machten eine gute Figur. Tennisstar Roger Federer, der gerade die US Open gewonnen hat, erwies sich auch außerhalb des Center Courts als Ass. Der Schweizer saß in einem gut sitzenden dunkelblauen Anzug mit offenem Shirt bei Oscar de la Renta in der ersten Reihe - gleich neben der namhaften Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour. Auch die Hollywood-Schauspieler Ashton Kutcher und Demi Moore ließen sich das Spektakel nicht entgehen.

Manche Stars nahmen dafür sogar einige Unbequemlichkeiten in Kauf: Regisseurin Sofia Coppola und Rap-Sängerin Lil' Kim schauten sich die Kollektion von Marc Jacobs an - obwohl er sie nicht in den weißen Zelten am Bryant Park zeigte, sondern in einer ehemaligen Rüstkammer, Aufbewahrungsort für Kriegsgerät, in Manhattan.

Bequeme Haute Couture präsentierte Modezar Oscar de la Renta: Die halblangen Hosen waren aufgebauscht und die Säume kurz und schwingend. Für seine Frühlings- und Sommerkollektionen ließ sich De la Renta von Jacqueline Kennedy inspirieren, allerdings aufgepeppt mit modernen Stoffen und Stickereien. Weil seine Show am Montag just auf den fünften Jahrestag der Terroranschläge fiel, schickte der Designer seine ersten Entwürfe in den amerikanischen Flaggenfarben rot, weiß und blau auf den Laufsteg.

Spieglein, Spieglein auf dem Kleid

Bei Luella Bartley fielen dagegen vor allem die Accessoires ins Auge, überdimensional große Taschen und weiße Sonnenbrillen mit quadratischen Gestellen. Auffallend war ein kurzes schwarzes Kleidchen, das über und über mit großen Spiegelscherben besetzt war.

Extravagant war auch die Präsentation des israelischen Designerteams Lea und Armin Gottlieb. Die beiden feierten die Gründung ihrer Bademodenfirma Gottex vor 50 Jahren mit einem Feuerwerk an Ideen. Frei fließende Chiffon-Stoffe, goldene Halsbänder und weiß-metallisch glänzende Mieder im Stil des antiken Griechenlands strahlten Badeluxus aus - der allerdings nicht immer wasserfest wirkte.

Auch die anderen Großen der Mode- und Glitzerwelt fehlten nicht: Diesel, Custo Barcelona, Donna Karan, Vivien Tam, Calvin Klein und Ralph Lauren zeigten ihre Stoff gewordenen Ideen auf dem Laufsteg.

Deutsche Designer dagegen machten sich dieses Mal rar auf der New Yorker Modewoche. Mit dabei war lediglich das Sportswear-Label Y-3 aus dem Hause Adidas von Designguru Yohji Yamamoto. Wolfgang Joop zog es nach vier Auftritten in New York vor, sein Label Wunderkind im Oktober erstmals in Paris zu präsentieren.

Zum Abschluss der großen Stoffbeschau gab es noch einen Höhepunkt: Bono, Sänger der irischen Rockband U2, wechselte für einen Tag von der Bühne zum Laufsteg: Er stellte zusammen mit seiner Frau Ali Hewson die Kollektion Edun vor.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.