Götz Alsmann Niemand knotet schöner

Weil er sich und seine Krawatte zum Gesamtkunstwerk verbindet, hat das Deutsche Mode-Institut Götz Alsmann zum "Krawattenmann des Jahres" gekürt. Wer bei ihm den Knoten abschaut, kann nichts falsch machen.

Krefeld - Überzeugender als "Zimmer-frei"-Moderator könne man Krawatten kaum tragen, begründete das Deutsche Mode-Institut am Mittwoch in Krefeld die Ehrung.

Zwar ist Alsmann eigentlich für seine steil aufragende Haartolle bekannt. Das Mode-Institut befand aber, dass sein gesamtes Outfit als Zitat der Mode der 40er und 50er Jahre zur Performance des promovierten Musikers gehöre und dass er die immer zum Anzug passende und stets vorzüglich gebundene Krawatte trage. Mit der Begründung "Gesamtkunstwerk" war dem promovierten Musiker, Entertainer und Moderator der Spiel- und Talksendung "Zimmer frei" im WDR-Fernsehen vor einigen Jahren bereits der Titel Brillenträger des Jahres verliehen worden.

Der neue Krawattenmann hat sich nach eigenen Angaben modisch schon als Schüler von den lässig gekleideten Klassenkameraden abgehoben. Befragt nach seiner Kleidung habe er einmal gesagt: "Der einfachste Look ist der Beste. Ein Anzug, ein weißes Hemd sowie eine Krawatte ist ein einfacher Look, der irgendwie immer funktioniert."

Alsmann reiht sich damit in die Reihe der namhaften "Krawattenmänner" der vergangenen Jahre ein, zu denen unter anderen Willy Brandt, Walter Scheel, Günther Jauch, Johannes B. Kerner und Guido Westerwelle gehören. Im vergangenen Jahr war mit Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach sogar eine gesamte Mannschaft ausgezeichnet worden, weil die elegante Krawatte bei den Spielern außerhalb des Stadions wie selbstverständlich dazugehöre.

Der Krawattenmann wird seit 1965 gekürt. Ausgezeichnet wird eine Persönlichkeit aus Sport, Politik und Gesellschaft, die sich in der Öffentlichkeit auch durch ihr gepflegtes Aussehen und das Tragen von Krawatten hervorgehoben hat.

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