Modezar Ciro Paone "Ein großes Volk darf nicht in Askese verfallen"

Wie so oft, blickt ein Italiener den Deutschen tiefer in die Seele als diese es selbst können. Der italienische Couturier Ciro Paone beklagt im Interview mit manager magazin die Angst der Bundesbürger vor Konsum und Sinnesfreuden.

Hamburg - "Die Deutschen gehen nicht mehr ins Restaurant, machen keine Ferien und kaufen auch keine Kleider mehr." Dies beklagt der italienische Unternehmer Ciro Paone in einem Interview in der jüngsten Ausgabe des manager magazins, die am kommenden Freitag (19. September) erscheint. Paone ist Inhaber des renommierten Modehauses Kiton.

Als Grund nennt er, der selbst auch von der Kaufunlust betroffen ist, nicht etwa den Italien-Boykott des Bundeskanzlers vom vergangenen Sommer. Vielmehr sei die um sich greifende "Angst der Deutschen" dafür verantwortlich.

Die Deutschen hätten "vergessen, dass sie - abgesehen von Russland - die mächtigste Nation in Europa sind". Enttäuscht über den weithin spürbaren Konsumverzicht, appelliert Paone an das nationale Bewusstsein: "Ein großes Volk darf nicht in Askese verfallen."

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.