Samstag, 21. September 2019

Diamanten Die "unvergänglichen" Steine

Stichwort Diamanten: Woraus sie bestehen, aus welchen Ländern sie importiert werden, und wie sich ihr Preis zusammensetzt.

Kostbare Ware: Rohdiamanten aus der russischen Region Jakutien.

Hamburg - Chemisch bestehen Diamanten aus Kohlenstoff - genau wie zum Beispiel der Grafit aus Bleistiftminen. Allerdings ist die Anordnung der Kohlenstoffatome beim Diamanten deutlich anders. Der Aufbau des Kristallgitters bedingt die extreme Härte. Die enge Raumpackung der Kohlenstoffatome entstand im Laufe der Erdgeschichte vor zumeist Milliarden von Jahren durch enorm hohe Drücke und sehr hohe Temperaturen im Erdinnern.

Ein Teil der Edelsteine wird in der Industrie zum Bohren und Schneiden eingesetzt. Den meisten Menschen ist der Diamant aber als Schmuckstück ein Begriff. Seine Härte brachte ihm den Ruf der "Unvergänglichkeit" ein, auch wenn hohe Temperaturen die Steine zerstören können. Rohdiamanten findet man unter anderem in Südafrika, Namibia, Botswana, Russland und Australien. Ein internationales Abkommen soll von 2003 an durch einen Herkunftsnachweis verhindern, dass weiterhin blutige Bürgerkriege durch den Edelsteinhandel finanziert werden ("Blutdiamanten").

Das Funkeln der Steine wird durch den Schliff erzielt. Am bekanntesten ist der Brillantschliff mit 57 Facetten. Der Preis eines Steines bemisst sich nach Schliff, Reinheit, Farbe und Gewicht in Karat. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Das Maß leitet sich vom Samen des Johannisbrotbaumes ab. Große Steine können Millionen von Euro wert sein. Die gängigsten Steine sind heute Halbkaräter und Einkaräter.

Petra Kaminsky, DPA

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