Thomas Middelhoff "Ich war nicht immer ein Arschloch"

Frankfurter Fuck-up-Night - vorne rechts mit weißem Kragen: Thomas Middelhoff

Frankfurter Fuck-up-Night - vorne rechts mit weißem Kragen: Thomas Middelhoff

Foto: FvckUp Nights Frankfurt/facebook

So, wie er da sitzt, im Hörsaalzentrum der Frankfurter Goethe-Universität, könnte er immer noch Vorstandschef sein, bescheinigt "Spiegel Online ". Thomas Middelhoff ist gekommen, um über sein Scheitern zu sprechen. "Fuck Up Night" heißt die Veranstaltungsreihe, bei der sich prominente Personen öffentlich mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten auseinandersetzen. Nie sei der Andrang größer gewesen als nach der Ankündigung, dass der Ex-Topmanager komme, sagte Organisator Daniel Putsche dem "Tagesspiegel ". Der einstige Bertelsmann- und Arcandor-Chef gibt sich geläutert - und geht hart mit sich ins Gericht.

Thomas Middelhoff

Thomas Middelhoff

Foto: Christian Charisius/ dpa

"Gierig und ungenießbar" habe ihn der dreistellige Millionenbonus nach dem AOL-Deal für Bertelsmann gemacht, berichtet Middelhoff. Zwar habe er früh für sich erkannt, dass er einen Hang zum Narzissmus habe, diesen vielleicht auch noch heute in sich trage. Wirklich zur Besinnung gekommen sei er aber erst bei der Aufnahme in die JVA. "Ich war nicht immer ein Arschloch ", sagt Middelhoff und erntet Gelächter.

(Bei Darstellungsproblemen finden Sie den Stream auch hier auf der Facebookseite der Veranstaltung . Middelhoffs Ausführungen beginnen bei Stunde 1:36)

Vom Herrn der Welt zum geläuterten Büßer - kann Middelhoff mit dieser Geschichte punkten? "Ich weiß nicht, ob ich das glauben soll", sagt ein Zuhörer gegenüber "Spiegel Online ", auch seine Sitznachbarn geben sich skeptisch.

luk
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