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"Immer neue Impulse": Rüdiger Andreas Günther
"Immer neue Impulse": Rüdiger Andreas Günther
Foto: Lisa Schmidt

Im Trainingslager mit einem Ex-Finanzchef Auf dem Trampolin mit Rüdiger Andreas Günther

Nach einer beachtlichen Karatekarriere hält der frühere Finanzchef von Jenoptik und Infineon heute sogar auf dem Trampolin das Gleichgewicht. Im Kurzinterview erklärt der 62-Jährige seine Sportbegeisterung.
aus manager magazin 5/2021

manager magazin: Herr Günther, warum ausgerechnet Trampolinspringen?

Rüdiger Andreas Günther: Ich setze meine Physis und Psyche immer gern neuen Impulsen aus.

Wie kamen Sie dazu?

Als ehemaliger Leistungssportler hatte ich mir Knieprobleme "erarbeitet". Über meine Töchter habe ich das Trampolinspringen kennengelernt und mich mit Spaß motivieren lassen.

Für welchen Sport haben Sie als Jugendlicher gebrannt?

Erst für Fußball, später für Karate als Leistungssport. Karate ist absolut ganzheitlich, eine wunderbare Symbiose aus Fitness, Körperbeherrschung, Selbstverteidigung, aus meditativen und mentalen Aspekten. Mithilfe der richtigen Technik den Geist und die Körperkraft sekundenschnell auf den Punkt zu bringen lässt ungeahnte Energien entstehen, die es so nur in der Selbstverteidigung und im Sport gibt.

Welche andere Sportart würden Sie gern beherrschen?

Wellenreiten – weil es auch ein Ganzkörpertraining ist und man sich auf die unzähmbare Natur einlassen muss, um ihre Kraft und Schönheit zu nutzen. Außerdem kann man nette Menschen aus aller Welt treffen.

Gibt es einen Sportprofi, mit dem Sie gern tauschen würden?

Mit einem professionellen Tänzer könnte ich mir aus Begeisterung für Musik, Rhythmus und Bewegung zeitweise einen Tausch vorstellen.

Haben Sie einen Trainer, oder sind Sie Autodidakt?

Neue Sportarten lerne ich anfangs gern mit Trainer, später trainiere ich lieber im Team, das finde ich motivierender.

Welche Arbeit lassen Sie liegen, um lieber Sport zu machen?

Ich verzichte auf Schlaf.

Ihr größter Erfolg?

Zweimal die Deutsche Karatemeisterschaft gewonnen zu haben.

Ihre größte Niederlage?

Sehe ich nicht. Aus Niederlagen lassen sich immer Erkenntnisse für neue Stärken und Erfolge ziehen, und das tue ich auch.

Sind Sie ein guter Verlierer?

Zu akzeptieren, dass jemand anderes für den Augenblick besser ist, gehört für mich zur sportlichen Fairness.

Was lehrt Trampolinspringen fürs Leben?

Dass wer hoch springt auch immer wieder auf die Erde fällt – manchmal auch auf den Hintern.

Welche sportliche Eigenschaft schätzen Sie an Ihren Konkurrenten im beruflichen Umfeld am meisten?

Agilität und sich immer wieder infrage zu stellen, um Zukunft zu gestalten.

Vor welcher sportlichen Leistung haben Sie den größten Respekt?

Vor der Teilnahme an der Vendée Globe, der härtesten Segelregatta der Welt.

Ihr Motto?

Mens sana in corpore sano.

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