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Marcus Diekmann: "Schmerzen und eigene Rekorde brechen – einfach wow"
Marcus Diekmann: "Schmerzen und eigene Rekorde brechen – einfach wow"
Foto: Privat

Langstrecke, Glücksgefühle und Schmerzen Im Trainingslager mit Rose-Chef Marcus Diekmann

Der Geschäftsführer des Radherstellers Rose trainiert selbstredend auf eigenen Produkten. Im Kurzinterview berichtet der 41-Jährige vom Glück des Fahrrads als Beruf und Leidenschaft.
aus manager magazin 2/2021

manager magazin: Herr Diekmann, warum ausgerechnet Rennrad fahren?

Marcus Diekmann: Langstrecke, Natur, Glücksgefühle, Schmerzen und eigene Rekorde brechen – einfach wow.

Wie kamen Sie dazu?

Mein Schulfreund Tobias hat mich mit 20 aufs Rennrad genötigt.

Für welchen Sport haben Sie als Jugendlicher gebrannt?

Fußball. Ich war aber besser nach dem Spiel bei der Mannschaftsfeier als auf dem Platz.

Welche andere Sportart würden Sie gern beherrschen? Und warum?

Badminton, weil ich die Agilität des Spiels liebe. Und weil mir mein bester Freund Uwe noch eine Revanche schuldet.

Gibt es einen Sportprofi, mit dem Sie gern tauschen würden? Und warum?

Nein, ich bin glücklich und nicht neidisch. Tauschen möchte ich höchstens mit Erwin Rose, der noch mit 76 Jahren so schnell Rad fahren kann.

Haben Sie einen Trainer, oder sind Sie Autodidakt?

Ich habe die besten Trainer: Ich lerne jeden Tag von meinem Netzwerk und meinem Team.

Sind Sie allein unterwegs?

Auf Tempo fahre ich immer allein. Lange Touren mache ich sehr gern gemeinsam mit Freunden.

Welche Arbeit lassen Sie liegen, um lieber Sport zu machen?

Ich habe das Glück, dass Rad fahren Teil meiner Arbeit ist.

Und wenn gar keine Zeit bleibt?

Dann nehme ich Bier, Wein, Freunde, Träumereien und endloses Philosophieren.

Ihr größter Erfolg?

Bodenhaftung, dank meiner Familie, Freunden und meiner Kinder.

Ihre größte Niederlage?

Beruflich und privat nicht gut genug im Einklang zu sein.

Sind Sie ein guter Verlierer?

Jein – ich bin erst voller Faszination für den Sieger und dann getrieben vom Wunsch nach Revanche.

Ihr nächstes Ziel?

Eine Tagestour über 240 Kilometer mit dem Rennrad.

Haben Sie ein Vorbild?

Manuel Neuer. Mich fasziniert, wie er Konventionen ignoriert und so zum ersten Libero-Torwart wurde.

Was lehrt Rennrad fahren fürs Leben?

Mich als unzufriedenen Optimisten und fantasievollen Realisten immer wieder selbst anzutreiben.

Welche sportliche Eigenschaft fürchten Sie an Ihren Konkurrenten im beruflichen Umfeld am stärksten?

Falschen Ehrgeiz – aber ich habe keine Angst davor.

Und welche schätzen Sie am meisten, ebenfalls im beruflichen Umfeld?

Agilität, Willensstärke und Kreativität.

Vor welcher sportlichen Leistung haben Sie den größten Respekt?

Vor Balletttänzern.

Ihr Motto?

Test, learn, build bigger.

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