Abramowitsch verkauft Spitzenklub Das sind die möglichen Käufer des Chelsea FC

Wegen der Sanktionen im Zusammenhang mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine muss Oligarch Roman Abramowitsch den Chelsea FC verkaufen. Hier sind die Interessenten für den britischen Topklub.
1 / 7

Der russische Oligarch Roman Abramowitsch (55) kaufte den britischen Fußballklub Chelsea FC 2003 für rund 150 Millionen Pfund (etwa 180 Millionen Euro) – jetzt muss er den Verein wieder abstoßen. Grund: Abramowitsch wurde aufgrund seiner Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin (69) mit Sanktionen belegt, die britische Regierung fror seine Vermögenswerte in Großbritannien ein.

Foto: Matt Dunham / dpa
2 / 7

Allerdings kann Abramowitsch wohl auf einen besseren Preis hoffen, als jene 150 Millionen Pfund, die er einst für Chelsea zahlte. Als der Russe 2003 bei Chelsea einstieg, hatte der Verein seit 1955 nicht mehr die englische Meisterschaft gewonnen. Inzwischen gehört der Klub, der seit dem vergangenen Jahr vom deutschen Trainer Thomas Tuchel (48) gecoacht wird, zu den Topadressen in Europa, gewann fünfmal die englische Meisterschaft und zweimal die europäische Champions League.

Gebote für den Chelsea FC konnten laut Bloomberg  bis vergangenen Freitag abgegeben werden – hier sind die potenziellen Käufer des Vereins:

Foto: IMAGO/Nigel Keene / IMAGO/Pro Sports Images
3 / 7

Todd Boehly: Der frühere Chef der Investmentfirma Guggenheim Partners und heutige Kopf des Finanzunternehmens Eldridge Industries mit Sitz in Greenwich, Connecticut, hat sich laut Bloomberg mit Clearlake Capital, dem Schweizer Milliardär Hansjörg Wyss sowie Jonathan Goldstein, einem Immobilienunternehmer, der 2014 bereits für den Chelsea-Rivalen Tottenham Hotspur geboten hatte, zusammengetan. Boehly hatte laut Medienberichten bereits 2019 versucht, Chelsea zu erwerben, wurde von Abramowitsch seinerzeit jedoch zurückgewiesen. Der Milliardär ist außerdem Mitbesitzer des US-Baseball-Teams Los Angeles Dodgers.

Foto: PATRICK T. FALLON / AFP
4 / 7

Nick Candy: Der britische Immobilienunternehmer bietet eigenen Angaben zufolge mehr als zwei Milliarden Pfund für Chelsea, gemeinsam mit der Hana Financial Group aus Südkorea und der C&P Sports Group aus Großbritannien. Als Anreiz für sein Gebot stellt Candy dem Verein unter anderem ein neues Stadion in Aussicht.

Foto: WILL OLIVER / EPA
5 / 7

Ken Griffin: Der US-Milliardär und Gründer des Hedgefonds Citadel hat sich mit der Ricketts-Familie zusammengetan, der bereits der US-Baseball-Klub Chicago Cubs gehört. Die Gruppe wären nicht die ersten Amerikaner im britischen Profisport. Der FC Arsenal etwa befindet sich im Besitz der US-Familie Kroenke, bei den Glazers, denen Manchester United gehört, handelt es sich ebenfalls um US-Amerikaner.

Foto: Lucy Nicholson/ REUTERS
6 / 7

Martin Broughton (Foto) und Josh Harris: Josh Harris ist Mitgründer der Investmentfirma Apollo Global Management und mehrfacher Milliardär. Martin Broughton stand früher an der Spitze von British Airways und des Liverpool FC. Gemeinsam haben beide einer Mitteilung zufolge ein nicht genauer beziffertes Gebot für den Chelsea FC abgegeben. Auch für Harris wäre es nicht das erste Engagement im Profisport: Er besitzt bereits Anteile an den US-Klubs Pittsburgh Steelers, Philadelphia 76ers sowie New Jersey Devils. Zudem ist er am Premier-League-Verein Crystal Palace beteiligt, so Bloomberg. Darauf müsste er bei einem Zuschlag für Chelsea künftig aber wohl verzichten.

Ein weiteres Gebot für Chelsea plant dem Bericht zufolge auch der US-Hedgefonds Oaktree Capital mit Gründer und Chef Howard Marks.

Foto: STEFAN WERMUTH/ REUTERS
7 / 7

Woody Johnson (im Bild links mit Ex-US-Präsident Donald Trump): Auch dieser Interessent kommt aus den USA. Der frühere US-Botschafter in Großbritannien und Besitzer des US-Football-Teams New York Jets will ebenfalls für den Chelsea FC bieten, berichtete ESPN . Johnsons Vermögen stammt vom US-Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson, zu dessen Erben er zählt.

Foto: Brendan Smialowski/ AFP