Elizabeth II. wird 90 Die Queen ist nicht so reich, wie Sie vielleicht denken

Schlösser, Kutschen, Kronjuwelen - und trotzdem keine der reichsten 300 Britinnen und Briten: Elizabeth II.

Schlösser, Kutschen, Kronjuwelen - und trotzdem keine der reichsten 300 Britinnen und Briten: Elizabeth II.

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Die wohl erstaunlichste Nachricht gleich zu Beginn: Elizabeth II., Königin von Großbritannien, Besitzerin einer ganzen Reihe von Schlössern voller historischer Kunst und Trägerin eines der berühmtesten Diamanten der Welt, gehört nicht zu den 300 reichsten Menschen ihres Inselreichs.

Im vergangenen Jahr, berichtete CNN Money kurz vor dem heutigen 90. Geburtstag der Monarchin  , sei sie erstmals aus der Sunday-Times-Liste der reichsten Briten herausgefallen.

Die Zeitung, die jährlich die reichsten Briten kürt, beziffere ihr Vermögen auf 340 Millionen Pfund (gut 430 Millionen Euro). Zu ihren Vermögenswerten gehörten Anwesen wie Balmoral oder Sandringham sowie eine Kunst- und Briefmarkensammlung. Die Kronjuwelen sowie offizielle Residenzen wie der Buckingham Palace zählten allerdings nicht dazu. Englische Medien spekulierten zudem über "konservative" Investments in britische Blue-Chip-Unternehmen.

Zum Vergleich: Liliane Bettencourt, die reichste Frau der Welt, besitzt laut "Forbes" umgerechnet über 27 Milliarden Pfund.

Sovereign Grant und Privy Purse

Neben Einkünften aus dem Privatvermögen führt CNN Money zwei weitere Einkommensquellen  für Elizabeth II. auf: Der "Sovereign Grant" (zuletzt 37,9 Millionen Pfund) aus der Staatsschatulle sei für Reise- und Sicherheitskosten, den Betrieb der königlichen Paläste sowie für Personalkosten vorgesehen.

Das Geld werde vom "Crown Estate" abgeworfen, also dem Land, das historisch der königlichen Familie gehört. 15 Prozent des Gewinns, den Farmen, ganze Londoner Straßen und sogar Teile des Meeresbodens vor der britischen Küste abwerfen, gehen an das Königshaus. Das "Crown Estate" steht unter staatlicher Kontrolle, zählt deshalb nicht zum persönlichen royalen Vermögen.

Das Privateinkommen der Queen heißt "Privy Purse": Im vergangenen Jahr habe sie 16 Millionen Pfund bezogen. Dieses Geld stamme aus der kommerziellen Nutzung der "Duchy of Lancaster" - Landflächen, Gebäuden und anderen Assets in England und Wales. (Ja, Elizabeth II. sei eine Frau, aber gleichzeitig eben auch der "Duke of Lancaster", merkte der "Mirror"  vor einem guten Jahr in einer Erklärung der royalen Finanzen an). Die "Privy Purse" sei für offizielle und private Ausgaben der Königin selbst vorgesehen. Auch Familienangehörige, die die Queen bei offiziellen Auftritten verträten, finanzierten diese damit.

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luk