Montag, 21. Oktober 2019

Liverpool-Coach über seine Zukunft Jürgen Klopp schließt Job als Bundestrainer nicht aus

 "Ich bin jetzt 52, ich denke nicht daran, aufzuhören": Jürgen Klopp ist seit 2015 Trainer des FC Liverpool
David Klein / REUTERS
"Ich bin jetzt 52, ich denke nicht daran, aufzuhören": Jürgen Klopp ist seit 2015 Trainer des FC Liverpool

Der Liverpool-Coach Jürgen Klopp schließt den Job als Fußball-Bundestrainer für sich grundsätzlich nicht aus. Aktuell habe er zwar noch keine Lust, Bundestrainer zu werden - wenn sich die Frage stelle, werde er aber zu gegebener Zeit darüber nachdenken, sagte er im Gespräch mit Johannes B. Kerner. "Stand heute hätte ich keine Lust darauf, weil ich mich hier zu wohlfühle", sagte Klopp, aber ausschließen wolle er es nicht.

Klopp äußerte sich in dem neuen Talkformat "Bestbesetzung", das am Donnerstag auf Magenta TV seine Premiere feiert und von SPIEGEL TV produziert wird. Wenn er seine Arbeit beim FC Liverpool beendet habe, werde er "in jedem Fall eine Pause machen" und dann über seine Zukunft entscheiden


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Danach nicht mehr als Trainer zu arbeiten, könne er sich allerdings nicht vorstellen. "Ich bin jetzt 52, ich denke nicht daran, aufzuhören." Klopps Vertrag in Liverpool läuft im Sommer 2022 aus - zur gleichen Zeit wie der von Bundestrainer Joachim Löw.

"Weg zum Titel wichtiger als der Titel"

In dem 55-minütigen Gespräch befragt Kerner, der gemeinsam mit dem damaligen TV-Experten Klopp für das ZDF die Übertragungen der Heim-Weltmeisterschaft 2006 moderiert hat, seinen Interviewgast auch nach seiner sportlichen Motivation. "Der Weg zum Titel ist mir wichtiger als der Titel selbst", sagte Klopp. Wenn er Wochen nach Gewinn der Champions League noch Gratulationen entgegenzunehmen habe, müsse er geradezu stutzen: "Ich hab das dann schon fast vergessen."

Als sein großes Vorbild im Fußball bezeichnet er Franz Beckenbauer. Mit dem ehemaligen Weltmeistertrainer und -spieler telefoniere er regelmäßig. In diesem Zusammenhang beklagte er den Umgang der Öffentlichkeit mit Beckenbauer nach den Enthüllungen zur Vergabe der WM 2006 als "typisch deutsch". Er sei überzeugt, dass "der Franz nichts falsch gemacht hat".

aha/SPIEGEL

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