Amazon-Gründer Bezos' Superjacht braucht ein Begleitschiff - für 75 Millionen Dollar

Eine Luxusjacht ohne Hubschrauber-Landeplatz? Schier undenkbar. Das dachte sich auch Amazon-Gründer Jeff Bezos und bestellte zu seinem Dreimaster gleich mal ein sogenanntes Begleitschiff dazu – für 75 Millionen Dollar. Die "Wingman" steht nun kurz vor der Auslieferung.
Noch auf dem Trockenen: Die Luxusjacht "Koru" soll in diesem Jahr an ihren Eigentümer Jeff Bezos ausgeliefert werden

Noch auf dem Trockenen: Die Luxusjacht "Koru" soll in diesem Jahr an ihren Eigentümer Jeff Bezos ausgeliefert werden

Foto: Guy Fleury / picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Rund 75 Meter lang, knapp 13 Meter breit – und natürlich mit einem Helikopter-Landeplatz ausgestattet. Nein, das ist nicht die neue Superjacht von Amazon-Gründer Jeff Bezos (58), sondern nur das Begleitboot (shadow vessel) des Dreimasters, die 75 Millionen Dollar (71 Millionen Euro) teure "Wingman".

Bezos hatte den Bau des Schiffs bereits 2019 bei der Werft Damen Yachting in Auftrag gegeben. Nun steht es kurz vor der Auslieferung, wie das Portal "Superyacht " berichtet. Laut "Boat International " wurde die "Wingman" bereits im Oktober 2022 zu Wasser gelassen und wird derzeit getestet. Für die niederländische Werft ist es das bisher größte Begleitschiff, es kann bis zu 45 Passagieren beherbergen.

Schiffe diese Art begleiten Superjachten auf ihrem Weg und nehmen alles an Bord, was auf den Luxusbooten keinen Platz findet. Auf dem neuen Segelschiff von Bezos, der "Koru", ist allein schon aufgrund der drei gigantischen Masten beispielsweise gar kein Platz für einen Hubschrauber-Landeplatz. Auch könnten auf der "Wingman" Jetskis oder U-Boote geparkt werden und sie könnte Gäste aufnehmen, die auf der Luxusjacht keinen Platz mehr finden.

Der laut "Forbes " mit einem Vermögen von 105 Milliarden Dollar derzeit fünftreichste Mann der Welt lässt derzeit von der Oceano-Werft in der Nähe von Rotterdam ein 127 Meter langes Segelschiff bauen, eine der größten Segeljachten der Welt. In diesem Jahr soll das 430-Millionen-Euro teure Schiff wohl erstmals in See stechen.

Im vergangenen Jahr sorgte Bezos mit seinem Schiff weltweit für Schlagzeilen, weil er für die Durchfahrt seiner Superjacht eine historische Brücke in Rotterdam zunächst ab- und dann wieder aufbauen lassen wollte. Nach heftigen Protesten rückten der Multimilliardär und die Oceano-Werft von ihren Plänen ab und brachten die Jacht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion über einen längeren Umweg zu einer anderen Werft.

mg
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