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Abfahrt: Herbert Henzler will nach einem Skiunfall vor einem Jahr wieder zu alter Form zurückzufinden
Abfahrt: Herbert Henzler will nach einem Skiunfall vor einem Jahr wieder zu alter Form zurückzufinden

Im Trainingslager mit Herbert Henzler Mit der McKinsey-Legende auf Skiern

Der ehemalige McKinsey-Chef kennt nichts Schöneres, als auf Skiern die Hänge herunterzurasen. Im Kurzinterview spricht er über die Faszination für den Sport, über Vorbilder, Erfolg und Niederlage.
aus manager magazin 1/2021

manager magazin: Herr Henzler, warum ausgerechnet Ski laufen?

Herbert Henzler: Es ist ein faszinierender Sport in oft atemberaubender Natur und mit körperlicher Fitness sehr lange möglich.

Wie kamen Sie dazu?

Angefangen habe ich an den Hängen des Neckartals, wo einige noch mit Fassdauben unterwegs waren. Ich sparte für einen Erbacher Ski durch das Auflesen von Äpfeln. Meine erste Fahrt in die Berge ging nach Oberstdorf. In der Jugendherberge Kornau gab Anderl Heckmair, der Erstbesteiger der Eigernordwand, Jugendlichen kostenlos Skiunterricht.

Herbert Henzler: McKinsey-Chef in Deutschland von 1985 bis 1999

Herbert Henzler: McKinsey-Chef in Deutschland von 1985 bis 1999

Foto: imago stock&people

Für welchen Sport haben Sie als Jugendlicher gebrannt?

Laufen, insbesondere über 1000 Meter. Und Fußball, als Aktiver beim TB Neckarhausen, später bei Freiburg-Zähringen (A-Klasse).

Welche andere Sportart würden Sie gern beherrschen?

Hochseesegeln.

Gibt es einen Sportprofi, mit dem Sie gern tauschen würden?

Mit Alexander Zverev, weil er das Tennis der Zukunft verkörpert.

Haben Sie einen Trainer, oder sind Sie Autodidakt?

Autodidakt, bis ich dann selbst Übungsleiter und Skilehrer in Tirol wurde.

Sind Sie allein unterwegs?

Meist mit Kameraden – gerade beim Skilaufen ist die Gemeinschaft einzigartig.

Welche Arbeit lassen Sie liegen, um lieber Sport zu machen?

Ich teile es mir so ein, dass ich beides schaffe. Viele Jahre gab ich mein Mantra weiter – "one-winged birds can't fly".

Und wenn gar keine Zeit bleibt?

Gibt's nicht. Das Canadian-Air-Force-Training dauert elf Minuten.

Ihr größter Erfolg?

Einmal gegen Alexander Dibelius im McKinsey-Skirennen in Kitzbühel gewonnen zu haben.

Ihre größte Niederlage?

Mit dem TSV Zähringen das entscheidende Spiel gegen TSV Endingen am Kaiserstuhl zu verlieren.

Sind Sie ein guter Verlierer?

Eher nein.

Ihr nächstes Ziel?

Nach einem bösem Skiunfall Ende 2019 wieder zu alter Form zurückzufinden.

Haben Sie ein Vorbild?

Mein Bergsteigerkamerad Reinhold Messner, der immer wieder etablierte Wahrheiten hinterfragt und neue Dimensionen erobert hat.

Vor welcher sportlichen Leistung haben Sie den größten Respekt?

Vor Alexander Hubers Klettertour free-solo in der Hasse-Brandler-Route.

Ihr Motto?

"Keep flying".

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