Montag, 14. Oktober 2019

Neuer Ligachef kommt vom "Guardian" Medienmanager übernimmt das Ruder bei der Premier League

Liga in schwieriger Phase: Spieler der Tottenham Hotspurs bei der 2 zu 7 Niederlage gegen den FC Bayern in der Champions League am Dienstag dieser Woche.
Action Images via Reuters/Paul Childs
Liga in schwieriger Phase: Spieler der Tottenham Hotspurs bei der 2 zu 7 Niederlage gegen den FC Bayern in der Champions League am Dienstag dieser Woche.

Englands Premier League bekommt einen neuen Chef, und der kommt von prominenter Adresse: Wie Bloomberg berichtet übernimmt David Pemsel das Ruder der nach Angaben des News-Dienstes reichsten Liga der Welt. Pemsel ist seit 2015 Chef der Guardian Media Group, die die bekannte britische Tageszeitung "The Guardian" herausgibt.

Laut Bloomberg wurde Pemsel einstimmig zum CEO der Liga berufen. Er soll den früheren Chef Richard Scudamore ersetzen, der nach 20 Jahren an der Spitze bereits im vergangenen Jahr seinen Posten verlassen hatte. Seitdem ist die Stelle des Premier -League-Chefs vakant.

Das wird sie wohl auch noch einige Monate bleiben. Wie der "Guardian" selbst berichtet, wird Pemsel seine neue Stelle erst Anfang 2020 antreten. Solange bleibe er noch auf dem bisherigen Posten an der Spitze des Medienhauses.

Pemsel, 51, habe in seiner Zeit seit 2015 gemeinsam mit Chefredakteurin Katherine Viner die Kosten gekürzt und die Online-Umsätze angekurbelt, so das Blatt. 2018/2019 habe die wichtigste Gesellschaft der Gruppe, die Guardian News & Media, erstmals nach vielen Jahren wieder einen Gewinn erzielt.

Ähnliche Fähigkeiten wird Pemsel womöglich auch in seinem neuen Job zeigen müssen. Die Liga so bekannter Clubs wie Manchester United, FC Liverpool, Chelsea und Arsenal befindet sich in einer schwierigen Phase. Unter dem früheren Chef Scudamore schossen die Umsätze auch Dank tausender neuer Fans in Übersee zeitweise in die Höhe. Zuletzt gab es bei den Erlösen aus Übertragungsrechten, der wichtigsten Einnahmequelle der Premier League, jedoch einen Rückgang um 5 Prozent, so Bloomberg. Grund sei die Zurückhaltung einiger Streaming-Plattformen bei der Auktion. Insgesamt liegen die Einnahmen der britischen Liga demnach aber nach wie vor über allen anderen in Europa.

Im Lager der 20 Clubs gibt es zumindest schon einen, der den neuen Mann an der Liga-Spitze willkommen heißt. "Wir freuen uns, mit David zusammenzuarbeiten, und ich bin sicher, er wird für die Liga von großem Wert sein", sagt Bruce Buck. Er ist Chef des Chelsea FC - allerdings ist er zugleich Chef des Nominierungs-Komitees der Liga.

cr

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