Forbes-Ranking Das sind die bestbezahlten Sportler 2014

Drei Deutsche, drei Frauen und viele Baseballer - aus europäischer Sicht bietet die Liste der 100 bestbezahlten Sportler einige Überraschungen. manager magazin online zeigt die Topverdiener.
Eine von drei Frauen im Ranking: Maria Sharapova ist die am besten verdienende Sportlerin der Welt: 24,4 Millionen Dollar im Jahr - Platz 34

Eine von drei Frauen im Ranking: Maria Sharapova ist die am besten verdienende Sportlerin der Welt: 24,4 Millionen Dollar im Jahr - Platz 34

Foto: Clive Brunskill/ Getty Images

Hamburg - Die USA haben das Ranking der bestbezahlten Sportler 2014 fest im Griff: 61 der 100 vom Magazin Forbes aufgeführten Athletinnen und Athleten sind in einer der drei großen US-Sportarten aktiv. 27 Baseballer, 18 Basketballer und 16 American-Football-Profis stehen auf der Liste. Jeder von ihnen verdient mehr als Fußball-Profi Luis Suarez. Der Uruguayer, der bei der Fußball-WM vor allem durch einen Biss gegen Italiens Giorgio Chiellini aufgefallen war, belegt im Ranking mit 17,3 Millionen Dollar (knapp 13,4 Millionen Euro) den letzten Platz.

Suarez ist einer von 15 Fußballern, die in die Gehaltssphären der US-Stars vorstoßen können. Nur einer von ihnen spielt in Deutschland: Franck Ribery, Spielmacher beim FC Bayern München, steht mit einem Jahresverdienst von 18,3 Millionen Dollar (14,1 Millionen Euro) zwischen Juni 2013 und Juni 2014 auf Platz 92. Umrahmt wird Ribery von zwei hierzulande eher unbekannten Großverdienern: Footballspieler Branden Albert (18,4 Millionen Dollar, Miami Dolphins) und Baseballer Alfonso Soriano (18,1 Millionen Dollar, ehemals New York Yankees) verdienen mehr als jeder Bundesligaspieler.

Die Deutschen

Platz 45: Dirk Nowitzki - laut Forbes mit rund 23 Millionen Dollar der bestbezahlte deutsche Sportler

Platz 45: Dirk Nowitzki - laut Forbes mit rund 23 Millionen Dollar der bestbezahlte deutsche Sportler

Foto: AP

Drei Deutsche schaffen es in Forbes´ Top-100-Ranking: Auf Platz 89 steht Mesut Özil. Insgesamt 18,5 Millionen Dollar hat er zwischen Juni 2013 und Juni 2014 verdient - 12,5 Millionen an Gehalt und Prämien, gut sechs Millionen mit Werbeverträgen. 500.000 Dollar mehr hat Noch-Formel-1-Champion Sebastian Vettel in jenen 12 Monaten eingenommen. Den größten Gehaltscheck für einen deutschen Sportler stellen die Dallas Mavericks aus: 22,7 Millionen Dollar haben sie zwischen Mitte 2013 und Mitte 2014 an Dirk Nowitzki überwiesen. Insgesamt 23,2 Millionen Dollar im Jahr reichen für Platz 45.

Die Frauen

Platz 34: Maria Sharapova, Tennis

Platz 34: Maria Sharapova, Tennis

Foto: Clive Brunskill/ Getty Images

Der durchschnittliche Top-Verdiener im Sport ist nicht nur Amerikaner - vor allem ist er männlich. Nur drei Frauen hat Forbes im Ranking gelistet. Alle drei spielen Tennis. US-Open-Siegerin Serena Williams steht auf Platz 55, die Chinesin Li Na verdankt Platz 41 ihren lukrativen Werbedeals. Am meisten verdient die Russin Maria Sharapova: 2,4 Millionen Dollar an Gehalt bzw. Prämien wären keine Erwähnung wert - zusätzliche 22 Millionen von ihren Sponsoren bescheren ihr dann allerdings Platz 34 unter den Top 100.

Die Exoten

Platz 21: Mahendra Singh Dhoni, Indiens Cricket-Kapitän

Platz 21: Mahendra Singh Dhoni, Indiens Cricket-Kapitän

Foto: ? Vivek Prakash / Reuters/ REUTERS

Zwei Athleten der Forbes-Liste stehen allein für ihre Sportarten - jede andere Disziplin (neben Basketball, Baseball und American Football stehen Fußballer, Rennfahrer, Tennisspieler, Golfer und Boxer im Ranking) wird von mindestens vier Sportlern vertreten. Zu den Exoten gehört der schnellste Mann der Welt: 23 Millionen Dollar von Sponsoren, 200.000 aus Prämienzahlungen - macht Platz 45 für Usain Bolt.

Ähnlich stark von Werbung abhängig ist Indiens Cricketstar Mahendra Singh Dhoni: Er verdient 30 Millionen Dollar im Jahr - 26 Millionen davon kommen unter anderem von Reebok oder PepsiCo .

Platz 5: Die Basketball-Ikone

Platz 5: Kobe Bryant, Los Angeles Lakers

Platz 5: Kobe Bryant, Los Angeles Lakers

Foto: Harry How/ AFP

Sportlich läuft es derzeit eher mau für Kobe Bryant: Mit nur 27 Siegen aus 82 Spielen hat der einstige Serienmeister Los Angeles Lakers die zweitschlechteste Saison aller NBA-Teams der "Western Conference" hingelegt. Persönlich lief es für Bryant dagegen besser: Mit einem Gehalt von 30,5 Millionen Dollar pro Jahr ist er laut Forbes nach wie vor der von Vereinsseite bestbezahlte Basketballspieler der Welt. Sponsorendeals sicherten ihm 2013/2014 weitere 31 Millionen Dollar zu - macht unterm Strich 61,5 Millionen Dollar (47,5 Millionen Euro) und Platz 5.

Platz 4: Der Floh

Platz 4: Lionel Messi (in blau), Argentinien und FC Barcelona

Platz 4: Lionel Messi (in blau), Argentinien und FC Barcelona

Foto: Natacha Pisarenko/ AP/dpa

Vizemeister in Spanien, Vizeweltmeister, zweitbester Spieler der Welt - 2014 musste sich Lionel Messi mit allerhand Silbermedaillen begnügen. Auch im Forbes-Ranking schnappt sich ein anderer den Titel des bestbezahlten Fußballers der Welt (siehe Platz 2/Der Übersteiger). Trösten kann sich "la pulga" (der Floh) mit 64,7 Millionen Dollar (knapp 50 Millionen Euro), die ihm seine Zauberfüße zwischen Juni 2013 und Juni 2014 eingebracht haben. Etwa zwei Drittel seiner stattlichen Einkünfte stammen aus der Gehaltskasse des FC Barcelona.

Platz 3: Der bestbezahlte Basketballer der Welt

Platz 3: LeBron James, Cleveland Cavaliers

Platz 3: LeBron James, Cleveland Cavaliers

Foto: Kin Cheung/ AP/dpa

Zuletzt hat LeBron James vor allem mit seinem Wechsel zurück zu seinem Stammverein Cleveland Cavaliers für Furore gesorgt. Sein mittlerweile beendetes Gastspiel bei den Miami Heat hat ihm im vergangenen Jahr ein Gehalt von 19,3 Millionen Dollar beschert. Damit allein ließe sich Konkurrent Kobe Bryant nicht überflügeln. Als Werbestar kommen allerdings noch einmal 53 Millionen Dollar hinzu - 72,3 Millionen Dollar reichen für einen Platz in den Top 3.

Ähnlich hohe Werbeeinnahmen haben übrigens nur die Golfer Tiger Woods (Platz 6) und Phil Mickelson (Platz 8) sowie der Schweizer Tennisspieler Roger Federer auf Platz 7.

Platz 2: Der Übersteiger

Platz 2: Cristiano Ronaldo, Portugal und Real Madrid CF

Platz 2: Cristiano Ronaldo, Portugal und Real Madrid CF

Foto: Denis Doyle/ Getty Images

Geld ist bei Real Madrid kein Problem: Entsprechend fürstlich verdient der teuerste Fußballer der Welt. 52 Millionen Dollar haben die Galaktischen im vergangenen Jahr auf Cristiano Ronaldos Konto überwiesen - darunter dürfte auch eine stattliche Prämie für den Gewinn der Champions League gewesen sein. Zusätzliche 28 Millionen Dollar kommen von Emirates, TAGHeuer, Nike, Samsung oder Toyota. Mit 80 Millionen Dollar (61,8 Millionen Euro) nimmt Ronaldo aber nur den zweithöchsten Lohn im Sportgeschäft mit nach Hause.

Platz 1: Der bestbezahlte Sportler der Welt

Platz 1: Floyd Mayweather, Boxen

Platz 1: Floyd Mayweather, Boxen

Foto: REUTERS

Nicht nur im Ring ungeschlagen: US-Boxer Floyd Mayweather jr. ist der zweite Sportler nach Golfstar Tiger Woods, der in 12 Monaten mehr als 100 Millionen Dollar (knapp 77,3 Millionen Euro) eingenommen hat. Für seine 105 Millionen Dollar musste Mayweather zwischen Juni 2013 und Juni 2014 nur zweimal in den Ring steigen. Mayweather, der laut Forbes in jedem seiner Kämpfe seit 2007 mindestens 25 Millionen Dollar verdient hat, dürfte auch weiterhin das Ranking beherrschen: Der Fernsehanbieter Showtime, der die beiden Fights ausgerichtet hat, hat den Boxer für mindestens vier weitere Matches verpflichtet.

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