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Udo Lindenberg
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Prominenz mit Stift und Papier Corona-Diaries – Revival der Schreibkultur

Ob Briefe, Tagebuch oder Notizen – durch die Corona-Krise haben wir Stift und Papier wiederentdeckt. Elf Künstlerinnen, Designer und Manager haben extra für uns ihre Gedanken und Ideen zur Pandemiezeit aufgeschrieben oder gezeichnet. Bianca Lang hat gesammelt.
aus manager magazin 11/2020

Udo Lindenberg

Der Künstler Udo Lindenberg (74) hat sich mit einer Corona-Zeichnung bei seinem Leibarzt Karl-Heinz Kuck, dem sogenannten Panikdoktor, bedankt. Der 68-Jährige leitete bis 2019 die Kardiologie der Asklepios-Klinik in St. Georg - in Fußwegweite von Udo Lindenbergs Hamburger Heimstatt im "Hotel Atlantic" - und seither die des Lans Medicum vom Lanserhof Hamburg. Kuck hat einen dreiseitigen offenen Brief verfasst, um den Einsatz der Pflegekräfte und Ärzte in Deutschland zu würdigen. "Ich bewundere Eure Hingabe in diesen schwierigen Zeiten", schreibt er. 

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Karl-Heinz Kuck

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Jaime Hayon

"Ich habe in meinem gezeichneten Brief die Gefahr illustriert, dem Virus ausgesetzt zu sein, hier in Spanien ist es ja überall ... Ich zeige die Unmöglichkeit zu reisen, was ich sonst viel tue ... die Verpflichtung zum Abstandhalten sieht man an den Menschen, die in der Luft auf Plattformen stehen ... Ich sehe die Schwäche Europas in der unter einen Glashelm gepressten europäischen Flagge ... das schlechte Wetter ... es hört nicht auf zu regnen ... der Frust der Ärzte und wie sich unser Selbstverständnis geändert hat durch die Masken. Ich persönlich denke, dieser Moment ist eine Möglichkeit, neu zu denken. Es ist eine Chance für Wandel, Fortschritt, unser Zuhause und ein Impuls, jeden Moment zu genießen." (Jaime Hayon)

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Jaime Hayon

Doris Dörrie

Die deutsche Filmemacherin und Autorin Doris Dörrie (65, "Männer", "Kirschblüten - Hanami") erinnert sich in ihrem Gedicht an den Frühling. Und fragt: "Was wird sein im Herbst? Wieder Stille?"

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Philip Bree

"Seit Längerem beschäftigt mich ein Satz von Dieter Rams: ,weniger, aber besser'. Ich habe die Corona-Zeit genutzt, dem Gedanken viel Raum zu geben. Es hilft mir dabei, Modelle zu skizzieren." (Philipp Bree)

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Philipp Bree

Hombre SUK

Der deutsche Graffitikünstler Hombre SUK (39), mit bürgerlichem Namen Pablo Fontagnier, hat sich exklusiv für das manager magazin selbst gezeichnet. Sein Werkzeug: der Tintenroller aus seiner Zusammenarbeit mit dem Schreibgeräte-Hersteller Kaweco. 

Hombre gestaltet seit rund 20 Jahren Wände und Fassaden mit comic-haften Wandmalereien, etwa in seiner Heimatstadt Mannheim, in München, Berlin, New York, Warschau oder Zürich. Er hat für Sprite gearbeitet und eine Brillenkollektion für Eschenbach entworfen. 

Zu seiner Zeichnung sagt er: "Wenn die eigene Kunst unseren Alltag widerspiegelt, dann sind Motive wie Handschuhe und Masken in Zeiten von Covid-19 wohl unumgänglich. Aber das Virus sollte, wie im Leben auch, nur den Rahmen bilden, und das eigentliche Geschehen, auf das es sich zu fokussieren gilt, ist weiter, kreativ zu sein. Die Parameter einhalten, sich und andere schützen, aber Wege finden in all dem dennoch das zu tun, was man liebt und lebt." 

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Hombre SUK

Bodo Sperlein

"Den Lockdown habe ich mit kreativem Overload in meinem Londoner Homestudio verbracht. Ich hatte viel mehr Zeit als sonst, um an neuen Entwürfen zu arbeiten. Ich bin ein visueller und wissbegieriger Mensch, deswegen halte ich jede Idee grafisch fest. Dabei probiere ich auch immer mal andere Materialien aus." (Bodo Sperlein)

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Bodo Sperlein

Mia Florentine Weiß

Die deutsche Performance- und Konzeptkünstlerin Mia Florentine Weiß (40, bekannt für ihre überdimensionalen Skulpturen) hat mit blutroter Tinte gedichtet. Sie sagt dem "neuen Feind, der uns der Freiheit schlicht beraubt" den Kampf an und will wissen: "Ist Kultur systemrelevant? Allein die Frage ist brisant."

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Diana Kinnert

Die junge CDU-Politikerin und Publizistin Diana Kinnert (29) hat uns einen Brief an Patricia Kamp (37), die Tochter des Kunstsammlers Frieder Burda, aus dem Juni zum Abdruck zur Verfügung gestellt.

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Michael Gutberlet

Michael Gutberlet, Eigentümer in zweiter Generation des Familienunternehmens H&M Gutberlet, zu dem auch der Schreibgerätehersteller Kaweco gehört, hat uns seine Notizzettel, die er an den Büroschrank heftet, geschickt - mit Sorgen, To-Dos und seinen Beobachtungen.

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Peter Dörfel

Carole Hübscher

Die Schweizerin Carole Hübscher (53), Geschäftsführerin von Caran D’Ache, schrieb in ihrem Corona-Brief an die Belegschaft: "Während dieser Zeit der Unsicherheit, müssen wir unsere Batterien aufladen, unsere Fantasie anstrengen, vielleicht zeichnen, basteln oder mal wieder eine Postkarte schreiben." 

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Carole Hübscher

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Sebastien Agnetti

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