Montag, 21. Oktober 2019

Was Wirtschaftsgrößen und Wissenschaftler lesen Die Lieblingsbücher der Erfolgreichen

14. Teil: Walter Sinn, Bain & Company Deutschland: Was im Leben wirklich wichtig ist

Walter Sinn (54) verantwortet als Managing Partner die Aktivitäten des Beratungsunternehmens Bain & Company in Deutschland und ist Mitglied im Global Board of Directors. Seine berufliche Laufbahn hatte er bei der Deutschen Bank begonnen,
Christof Mattes für manager-magazin.de
Walter Sinn (54) verantwortet als Managing Partner die Aktivitäten des Beratungsunternehmens Bain & Company in Deutschland und ist Mitglied im Global Board of Directors. Seine berufliche Laufbahn hatte er bei der Deutschen Bank begonnen,
Buchtipp

Benedict Wells
Vom Ende der Einsamkeit

Diogenes; 368 Seiten; 13,00 Euro

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"Was ist uns im Leben wirklich wichtig? Wie lässt man los und wie bewahrt man? Wie so oft stellen wir uns diese Fragen in einer kritischen Situation, nach einem Schicksalsschlag. So auch Benedict Wells in seinem Roman "Vom Ende der Einsamkeit", ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und das mich wirklich beeindruckt hat.

Warum? Es geht um das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und was in einem Menschen unveränderlich ist. Wie fragil Lebenswege sind und wie oft man an entscheidenden Weggabelungen steht. Und es erzählt insbesondere auch von der großen Liebe, von kleinen und erwachsenen Kindern, von Frankreich und vom Fußball - alles Fixpunkte, die viel mit mir zu tun haben.

Jules, die Hauptfigur des Romans, lässt nach einem Motorradunfall 35 Jahre seines Lebens Revue passieren. Er wächst mit seinen beiden Geschwistern behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen. Ihre Wege driften auseinander, aber sie finden trotz sehr unterschiedlichen Charakteren immer wieder zusammen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch ihre Vergangenheit lässt sich nicht abstreifen.

Das Buch ist aber nicht nur eine traurige Familiensaga, sondern vor allem ein großer Roman über die Liebe und die Menschlichkeit. Immer der Frage nachgehend, wer der wahre Seelenverwandte ist, wie er zu finden und zu halten ist. Und auch das: Nicht jede Liebe hat auch ein Happy End. Wells schreibt unterhaltsam, einfühlsam und hat als jetzt 35jähriger Autor sieben Jahre lang an dem Buch gearbeitet. Ich empfehle das Buch jedem, der sich mal selbst beiseite nehmen möchte, um nachzudenken, was man festhalten soll und was im Leben wirklich wichtig ist."

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